Lienzinger Störche

Heute Nachmittag: Störche im Hart, südlich der B35 in Lienzingen

Auch uns erfreuen sie. Heute vormittag sind sei scharenweise hoch am Himmel über uns gekreist, nachdem sie selbst bei dem starken Regen heute Nacht auf den Flutlichtmasten gestanden sind. Gestern Nacht waren alle Leuchten besetzt, 8 Störche an der Zahl. Im Blick auf angedachte "Storchenräder" auf Dächern kam uns der folgende Gedanke: Der Strommast zwischen unserem Garten und dem Sportplatz soll m.W. nach den neuerlichen Veränderung der Stromversorgung ja entfernt werden. Könnte man den nicht stehen lassen und oben eine geeignete Niststelle für Störche anbringen? 
Das schrieb mir heute ein Lienzinger, nachdem er gestern im MT die Notiz über die Lienzinger Störche gelesen hatte. Und er schickte gleich ein Foto mit von Störchen am Ausweichsportplatz beim Mühlweg. Als die Besucher des Treffens von Herzenssache Lienzingen am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr die Gemeindehalle verließen, staunten sie nicht schlecht: Ein halbes Dutzend Störche kreiste über dem Sport- und Schulgelände. Die meisten der gefiederten Gäste ließen sich auf den Flutmasten des Sportplatzes nieder. Lienzingen als neues Storchenland? Ein Teilnehmer bot spontan sein Scheunendach an,  um ein Storchennest zu bauen, damit solche Schnabeltiere immer wieder nach Lienzingen zurückkehren.
Was meint der Fachmann dazu? Da mailte ich auf die Schnelle meinem Gemeinderatskollegen Klemens Köberle. Er meinte: Das sind wahrscheinlich die Jungstörche von diesem Jahr, die sich noch in der Gegend herumtreiben, bevor sie nach Afrika fliegen. Die kommen meistens vom Rhein zu uns herüber. Natürlich würden diese jetzt auch schon nach Nistmöglichkeiten fürs nächste Jahr suchen. Aber so auf die Schnelle lasse sich kein Storchenrad bauen. Aber für die nächsten Jahre wäre es sicher sinnvoll. Und schon hatte „Herzenssache Lienzingen“ ein neues Projekt – die Lienzinger zeigen Herz für Störche. Übrigens: Bis in die sechziger Jahre hinein gab es dort, wo heute der Fußballplatz ist, einen See mit Schilf und allerhand Getier, das Leckerbissen für Meister Adebar ist. So als hätten es die kurzzeitigen Gäste gewusst…
Einträgen auf der Facebookseite 1250 Jahre Lienzingen war zu entnehmen, dass noch mehr Störche in unserem Ort gelandet waren. Aktuell sind die Störche auf der gegenüber liegenden Seite der B35 vom Tennisplatz, so eine der Nachrichten am Freitag. Fotos stellte ein User ein von Jungstörchen im Illlinger Tal beim Schmiebach. Schelmisch fragte schon einer aus Mühlacker: Demnach also Störch statt Lienzinger Schnecka? Jedenfalls stolzierten etwa zwei Dutzend Jungstörche heute am späten Nachmittag in der Hart und ließen sich auch vom Verkehr auf de B35 nicht stören. Aber wer ihnen zu nahe zu kommen drohte, löste eines aus - einen schnellen Umzug der gefiederten Gäste einige Wiesen weiter. Dort pickten sie  dann in aller Ruhe weiter.
Indessen: Gerätselt werden darf, ob es immer wieder neue Störche waren oder ob es die gleichen vom Donnerstag sind, denen es in Lienzingen so gefällt, dass sie mehrere Tage Rast einlegten. Vielleicht wähnten sie sich bei der Hitze temperaturmäßig fast schon in Afrika...

 

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Lienzinger Maibaum 2018

Der Maibaum 2018
A schees Fescht, war's wieder: Das Lienzinger Maibaumstellen am Vorabend des 1. Mai. Die vom Männergesangverein (MGV) "Freundschaft" Lienzingen begründete Tradition lebt. Zum 17. Mal wuchteten Männer die zuvor von Kindern mit farbigen Bändeln geschmückte Birke in die Höhe, zum zweiten Mal auf dem neuen Ortsplatz. Diesmal der wohl schönste Baum der vergangenen Jahre. Bei sonnigem Wetter und trotz später kühleren Temperaturen strömten die Besucher auf den Platz vor der 1789 errichteten Kelter an der Zaisersweiherstraße - zu diesem Dorffest der Lienzinger für die alten, neuen und ehemaligen Lienzinger. Der Maibaum der Lienzinger oberhalb des in diesem Bereich renaturierten Scherbentalbachs zieht die Blicke auf sich. Wer sich durch meinen Blog klickt, findet ein Dokumentation dieser Gemeinschaftsaktion, zum Beispiel 2014 und 2015, aber auch von 2016 und aus anderen Jahren, erstmals 2009. Nennen wir es auch Fleckenfest: Lienzingen trifft sich zu Wurst, Weck, Käse, Bier, Wein und Limo einen Abend lang. Es ist die heimelige Atmosphäre, das Miteinander aller Generationen, das Schwätzen, die Hocketse. Doch es braucht auch Menschen, die bereit sind, das alles zu organisieren, zuzupacken, stundenlang auf den Beinen zu sein. Sonst kann  es passieren wie diesmal in Enzberg - das Maibaumstellen fiel aus, weil sich niemand fand, der es in die Hände nahm. Deshalb ein herzlicher Dank dem MGV Lienzingen, hoffend, dass es ihm noch lange gelingt, diese Tradition zu pflegen. "Lienzinger Maibaum 2018" vollständig lesen