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    <title>Günter Bächles Weblog - Mediales</title>
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    <pubDate>Sat, 05 Sep 2026 09:25:39 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Günter Bächles Weblog - Mediales - Gemeinderat Mühlacker - Kreisrat Enzkreis - Regionalrat Nordschwarzwald - Journalist</title>
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    <title>Auf Einkaufstour</title>
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            <category>Mediales</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;(1/2) Einmal quer durch den Mediengarten soll es heute hier im Blog gehen. Eine Sammlung pers&amp;ouml;nlicher (Berufs-)Erfahrungen mit R&amp;uuml;ckschau auf die Vergangenheit als es noch richtige Verleger wie Konrad Ulmer (LKZ) und Eugen H&amp;auml;ndle (MT) gab oer mkit Albert Kiefer-Esslinger (PZ) noch gibnt und keine jederzeit auswechselbare Gesch&amp;auml;ftsf&amp;uuml;hrer, deren Stuhl wackelt, wenn die von der Zentrale geforderte Rendite nicht erreicht wird. Oder um die Gro&amp;szlig;en, die&amp;#160; die Kleinen fressen, um sich ein Monopol zu schaffen. Und die Austr&amp;auml;ger wussten um ihren Wert f&amp;uuml;r das Produkt und verstanden sich als Gemeinschaft, f&amp;uuml;hlten sich fast als Familie. Und es tauchen Namen von Menschen auf, die mir &amp;uuml;ber den Weg liefen oder fester Bestandteil des Tages waren. Also um Historie, Gegenwart und Zukunft.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;Die &lt;a href=&quot;https://www.deutsche-tageszeitungen.de/verzeichnis/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zeitungslandschaft&lt;/a&gt; ver&amp;auml;ndert sich gewaltig. Der &lt;a href=&quot;http://Die Zeitungslandschaft verödet immer mehr. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) berichtet in diesen Tagen, Axel Springer stelle den Hamburg-Teil der Welt am Sonntag zum Jahresende ein, berichtet das Hamburger Abendblatt. Zudem sei die Ausgabe aus NRW betroffen. Kritik an der Streichung kommt vom DJV: Das Ende der Welt-Lokalredaktionen wäre ein weiteres Ausdünnen des publizistischen Angebotes.  Nun, Hamburg ist weit, NRW auch, und Welt am Sonntag ist auch nicht das typische Lokalblatt. Brauchen aber gar nicht so weit gehen, um beobachten zu können, wie der Konzentrationsprozess bei den Tageszeitungen abläuft. Mühlacker, Vaihingen an der Enz, Bietigheim-Bissingen – sie gingen in kurzer Zeit reihenweise an die Ulmer Südwestpresse.  Die Gewerkschaft Verdi sagt, die NPG sei eine als Familienunternehmen getarnte Heuschrecke.  Journalistische Medien in Deutschland starten erstmals eine gemeinsame, gattungsübergreifende Initiative. Unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“ machen sie vom 14. bis 19. September auf die Bedeutung glaubwürdiger Informationen und professioneller Berichterstattung aufmerksam. Anlass ist der  Internationale Tag der Demokratie am 15. September. Bleiben wir beim Mittelzentrum Mühlacker und seinem Mittelbereich, dem östlichen Enzkreis. Nie hätte ich mit dem Verkauf unserer Heimatpostille gerechnet. Aber dann geschah es doch. Ungläubig las ich im Juni im Urlaub in Saßnitz auf Rügen die Nachricht. Und dann auch noch an die Südwest-Presse im fernen Ulm. Für mich waren MT und Mühlacker immer eins. Allerdings halte ich seit Jahrzehnten sozusagen eine zweite Liebe, die den monatlichen Medienkonsum durchaus mehr kosten ließ als bei anderen Leuten, den Ein-Zeitungs-Leser. Wurden Spar-Prozesse in der Familie ausgerufen, traf der Rotstift nie eines der beiden Abos, auch wenn zu meinem Leidwesen der Preis stetig nach oben ging. In den Ohren mancher Leute mag der Begriff Heimatzeitung altertümlich oder anachronistisch wirken – für mich sind sie es. Eine Sonderrolle spielte bei mir die Ludwigsburger Kreiszeitung – dort stand vom 1. Juli 1971 bis 31. August 20ß16 im ersten Stock des Verlagsgebäudes in der Körnerstraße mein Schreibtisch. Dem vorausgegangen war mein zweijähriges Volontariat und noch ein Vierteljahr Jungredakteur – also vom 1. April 1969 bis 30. Juni 1971.  Exakt 50 Jahre nach dem Volontariat ging ich – am 1. April 2019 – wie einstmals 1969 wieder durch die Tür an der Ecke Poststraße/Kiehnlestraße stieß auf freundliche und aufmerksame Menschen. Während der Ausbildungszeit arbeitete ich nicht nur im Stammhaus in Pforzheim, sondern auch in der Bezirksredaktion in Vaihingen an der Enz. Die Ausgabe für den Altkreis Vaihingen führte den ungewöhnlichen Namen Württembergisches Abendblatt – die Redaktion zog nach der Kreisreform 1973 nach Mühlacker um, hieß nun im Untertitel Mühlacker Zeitung. Zurück in die Jetzt-Zeit, zurück nach Mühlacker, zurück zu dem inzwischen nach Ulm verkauften Mühlacker Tagblatt. Weshalb ich im Traum nicht daran dachte, dass die MT-Verleger Hans-Ulrich Wetzel und Brigitte Wetzel, geborene Händle, verkaufen, auch wenn  die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse bei den Tageszeitungen in Gesamt-Deutschland nicht rosig sind. Sicherlich trug wohl auch dazu bei, dass niemand aus der Familie in die Fußstapfen von Vater Hans-Ulrich und Großmutter Brigitte treten wollten. Was hätte wohl Eugen Händle gesagt über diese Entscheidung? Als 22-jähriger hatte er die Leitung des Verlages übernommen. Er besaß keinerlei Erfahrung, nur einen Berg Schulden, schreibt Historik. er Konrad Dusasel in dem zum 125-Jahr-Jubiläum der Elser-Gruppe 2015 erschienenen Buch Eine Zeitung im Strom der Geschichte. (Seite 46 ff). Es war die Zeit des politischen Umbruchs, die Nazis schalteten die Presse gleich. Händle (1911 geboren) musste am 21. Juli 1933 einen Anteil von 51 Prozent an die NS-Presse abtreten – ohne finanzielle Entschädigung. Aus dem Dürrmenz-Mühlacker Bote wurde der Braune Sender.  Mit der Befreiung durch die Franzosen im April 1945 hatte Mühlacker, seit 15 Jahren mit Stadtrecht versehen, keine Zeitung mehr. Zudem war Händle in Kornwestheim interniert. Inzwischen hatten die Amerikaner die Franzosen abgelöst. Die US-Besatzer weigerten sich strikt, wie Dussel schreibt, den Altverlegern die Lizenz zu geben für die Herausgabe einer Zeitung. Es gab aber zunächst überhaupt keine Zeitung für Mühlacker und selbst Pforzheim musste sich lange gedulden, Am 1, September 1949 erschien erstmals das Mühlacker Tagblatt – zunächst viermal wöchentlich zum monatlichen Bezugspreis von zwei Mark. Das Papier war knapp, unter der Woche gab es maximal sechs Seiten, samstags durften es bis zu zehn sein. Ich nenne es das Glaubensbekennts des Eugen Händle. Unterzeichnet mit Die Verlagsleitung findet sich unter der Überschrift Ein Wunsch wird erfüllt in der Probeausgabe vom 25. August 1949 dieser Satz:  Als unabhängige und überparteiliche Zeitung wird sie bemüht sein, Gegensätze, die immer einmal entstehen können zu überbrücken und alles fördern, was uns menschlich einander näherzubringen vermag. Das war das Credo seiner Zeitung und auch sein eigenes. Ob ich nicht Redakteur bei ihm werden wolle? Seine Frage ehrte mich. Da pendelte ich schon täglich zwischen Lienzingen und Ludwigsburg. Er verstand meine Absage, nahm es mir nicht übel, dass ich ablehnte, denn diese Aufgabe hätte sich mit dem Ehrenamt als Stadtrat nicht vereinbaren lassen. Ludwigsburg dagegen war ausreichend entfernt, Verbreitungsgebiet und politisches Tätigkeitfeldließen sich schön trennen.   Eugen Händle lebte für sein Tagblättle. Der Diplom-Kaufmann - mit Verlag und Buchhandlung in der Bahnhofstraße - war ein Menschenfreund, Für ihn zählte eine Austrägerin so viel wie ein Redakteur, denn ohne Träger bekäme niemand die Zeitung und die Artikel fänden keine Leser. Meine Mutter trug in einem Teil von Lienzingen, obwohl behindert, täglich MT, PZ und – wenn auch in einstelliger Stückzahl - die Stuttgarter aus.  So stockte sie ihre schmale Rente auf. Und ich übernahm dann, als im Dorf ein Bezirk frei wurde, diesen, quälte mich morgens so um Dreiviertelfünf aus dem Bett, belud mein Wägele, zog meine Bahnen, legte mich nach eineinhalb bis zwei Stunden nochmals hin, fuhr nach einem Nickerchen zur Arbeit nach Ludwigsburg. Eugen Händle importierte dies. Und als ihm einmal vor der Buchhandlung in die Hände lief, sagte er:  Gehen Sie mal rein, suchen sich etwas für sich aus und sagen Sie, ich hätte es gesagt.“ Als ich dann 1990 die Leitung der Landkreisredaktion übernahm, somit Chef des größten Ressorts der Ludwigsburger Kreiszeitung, gab ich nach geraumer Zeit den Nebenjob als Zeitungsausträger ab. Denn regelmäßig etwa eine halbe Stunde vor sechs Uhr abends drohten mir die Augen zuzufallen. Das konnte auf Dauer nicht gutgehen.  Diese Geschichten verdeutlichen:  An Namen von Verlegern, die sich noch als solche verstanden und verstehen, die ihren publizistischen Auftrag ernst nahmen und nehmen, gleichzeitig mit der Zeit gehen, die sich verbunden fühlen und fühlten mit ihrer Stadt und ihrer Region, die dort leben und lebten, wirken und wirkten, die nicht ans Verkaufen ihres Verlags mitsamt Zeitungstitel dachten und denken, fehlte und fehlen nicht. Eugen Händle, Konrad Ulmer (LKZ), Albert Kiefer-Esslinger (PZ) fallen mir in unserem Bereich ein. Von den Jüngeren Gerhard Ulmer (LKZ). Was ist mit Ulrich Wetzel, der seinen Verleger-Stand an Ulm verkauft hat. Letztlich gab er den Schalmeien-Klängen der Südwest-Presse nach statt an einer, wenn es schon wirtschaftlich und sonst wie notwendig ist, nach einer regionalen Lösung zu suchen, auf dass diese nicht im großen Medien-See ersäuft.  Aus höchst zuverlässiger Quelle ist anzumerken: Es gab wohl ein Angebot der Pforzheimer Zeitung, die Vertragsentwürfe lagen wohl nach einem halben Jahr des Verhandelns unterschriftsreif vor – der Händle-Enkel unterschrieb aber bei den Einkäufern aus Ulm – die Infos gab es erst auf Nachfrage. Da war die Tinte unter dem Vertrag mit der Südwest-Presse schon trocken. Diese Unterschriften wurden, so die Erzählung, schon einen Tag zuvor geleistet.  Dass die heimischen Heuschrecken gerne auch noch die familiengeführten. selbstständigen Verlage in Pforzheim, Ludwigsburg, Reutlingen sturmreif schießen wollen, ist ein offenes Geheimnis. Wer den Einheitsbrei fürchtet, muss diese Leuchttürme in der Medienlandschaft stärken.  Lokalteile im Wandel. Was liebt der lokale Leser? Angeblich wünscht sich das Publikum mehr Unterhaltung, Emotion, Inspiration und Lebenshilfe. Klassischer Politikjournalismus (Der hat gesagt, die hat gesagt) interessiere wie Ostereier im Advent, zitiert Josef-Otto Freudenreich Stimmen aus der Branche. Ein Ergebnis seien leere Pressebänke in den Kommunal- und Regionalparlamenten, wovor immer gewarnt werde, weil das Lokale doch als Kern der Demokratie gelte. Was nicht berichtet wird, fand nicht statt. So einfach ist das…  Oder die Themen finden als Satz-Fetzen der Verwaltung Niederschlag auf Posts bei Instagram – der User könnte dabei meinen, kommunale Demokratie bestehe als Handelnde und Entscheider nur aus den (Ober-)Bürgermeister. Soweit Zeit, Kraft, Wissen, Können und Kennen vorhanden, schicken auch die Rathausfraktionen oder Parteien ihre Meinungshäppchen. Natürlich nicht alle und nicht zu allen Punkten, auch nicht zeitgleich – keine Zusammenfassung einer Beratung, kein Einordnen eines Themas, dann auch noch ohne Kommentar.  (Noch?) sind wir nicht so weit. In Mühlacker, Vaihingen und Bietigheim-Bissingen sind gestandene Journalistinnen und Journalisten. Kollegen und Kolleginnen, die ihr Handwerk gelernt haben und die dies täglich beweisen- Denen wohl niemand aus Ulm ins tägliche Geschäft des Zeitungsmachens hineinredet. Von einem der Geschäftsführer der NPG wird der Satz kolportiert, Ulm befinde sich auf Einkaufstour. Sie wollen möglichst alle Lokalblätter im Sack, die zwar ihren Mantel von Südwest Presse oder Stuttgarter Nachrichten beziehen und dafür bezahlen, die aber bisher noch ihrem jeweiligen Verleger gehörten. Mühlacker Tagblatt, Vaihinger Kreiszeitung und Bietigheimer Zeitung sind inzwischen an die NPG verkauft. Heuschrecken verspüren großen Hunger. Zudem ist die wirtschaftliche Lage von Verlagen alles andere als rosig. Der lokale Anzeigenmarkt schrumpft genauso wie die Leserzahl. Den wegsterbenden Abonnementen kommen nicht genügend Junge nach. Zu allem Übel noch:  Google bietet kostenlos lokale Nachrichten – manchen Usern reichen fünf oder sechs Zeilen – scheuen selbst die paar Cent Einsatz, um die Bezahlschranke heben zu lassen. Was sind denn die Ergebnisse geistiger Arbeit wert? Der Lese-Stoff für Zeitungen, Bücher etc.   Wenn Einnahmen schrumpfen, Ausgaben aber steigen? Dann wird mit Sparprozessen reagiert. Ergebnis: Die Verlage, Redaktionen schrumpfen personell weiter (sie sind schon jetzt selten auskömmlich genug besetzt). Kosten zu senken, bedeutet: weniger fest angestellte Redakteure (m/w), dafür mehr (günstigere) freie Mitarbeiter oder/und mehr kostenlose Pressemitteilungen im Blatt. Wenn nun die Einkäufer von Ulm antreten, werden sie mit dem Rotstift hantieren. Nicht immer gleich, aber bald, darf vermutet werden. Die Übernahmen durch Ulm zeigen, zuerst werden Stellen gestrichen im Verlag in Buchhaltung, Vertrieb, Anzeigen etc., wenn noch Kapazitäten in anderes Verklagen vorhanden sind, die auch zur Südwest Presse gehören.  Und die Redaktionen? Es gehört wenig Fantasie dazu, dass es mittelfristig im Enztal nur noch eine oder eineinhalb Redaktionen geben wird. Eine in Bietigheim und/oder mit kleinem Ableger in Vaihingen oder Mühlacker. Oder?  Im Moment gehören Mühlacker und der östliche Enzkreis, aber auch die Räume Pforzheim und Ludwigsburg zu den Glücklichen, die – hier bei uns - mit dem Mühlacker Tagblatt und der Pforzheimer Zeitung noch zwei Lokal- und Regionalzeitungen haben. Zwei gleichzeitig sind fast schon wie medialer Luxus. Wir sollten uns engagieren, dass es dabei bleibt. Die Realität im Ländle: Zur Überraschung der gesamten Branche war es der Neuen Pressegesellschaft (NPG), hinter der die Verlegerfamilie Ebner (Südwest Presse) steckt, gelungen, geräuschlos zum Monopolisten in Baden-Württemberg aufzusteigen. Zu ihrem hauseigenen Erzeugnis, der Südwest Presse, waren vor etwa acht Monaten noch die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten, die Eßlinger Zeitung, die Kreiszeitung Böblinger Bote sowie der Schwarzwälder Bote gekommen. Angestrebte Gesamtauflage: eine Million. Öffentliche Proteste: null. Was das Publikum jetzt hat, sind rund 30 Titel, unter denen dieselben Autor:innen, dieselben Themen, dieselben Layouts auftauchen, ausgenommen die Lokalteile, die sich noch der örtlichen Gegebenheiten widmen. (Josef-Otto Freudenreich in Kontext, 31. Dezember 2025). Dem Namen nach gab es Mitte 2025 es in Baden-Württemberg gut fünf Dutzend Tageszeitungen (inzwischen werden es einige weniger geben). Doch die allermeisten sind unter dem Dach der Südwest-Presse, der Stuttgarter Zeitung/Nachrichten oder der Schwäbischen Zeitung. In der landespolitischen Berichterstattung gehen die Fusionen sogar noch weiter. Johanna Henkel-Waidhofer weiß es genau:  Schon jetzt sind die Korrespondent:innen renommierter Landesblätter – von den Badischen Neuesten Nachrichten (Karlsruhe) über die Badische Zeitung (Freiburg), den Südkurier (Konstanz) und die Südwest Presse (Ulm) bis hin zur Heilbronner Stimme und den schon übernommenen Zeitungen wie dem Badischen Tagblatt (Baden-Baden) durch die Badischen Neusten Nachrichten (BNN) – in einem einzigen Büro in der Landeshauptstadt versammelt. Von vier Redakteur:innen geht in der Regel eine:r zum Termin oder in den Landtag, berichtet und kommentiert gegebenenfalls. Damit stehen dieselben Artikel in allen kooperierenden Zeitungen. Oder eben gar keiner. Wie erreichen Politiker dann die Wähler? Die Abgeordneten im Landtag die Unbeobachteten geworden, wird Alexander Salomon (Grüne) von Henkel-Waidhofer zitiert. Der Karlsruher Landtagsabgeordnete war Vorsitzender der Enquête-Kommission zur Krisenfesten Gesellschaft, die in 22 öffentlichen Sitzungen unter Anhörung von nicht weniger als 136 zum Teil höchst renommierten Fachleuten auf relevanten Feldern Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen sollte. Mit magerem medialem Echo, gemessen an den fast 900 Seiten Abschlussbericht und seinen Dutzenden Handlungsempfehlungen, so das Fazit von Henkel-Waidhofer. Viele Kommunalpolitiker – sicherlich nicht alle – wissen um die ganzen entscheidenden Vorteile, die eine ordentliche Lokalberichterstattung für die Kommunen bringt, sagt der Medienforscher Röber im Kontex-Interview. Und wir wissen vor allem aus Studien aus den USA, dass mit dem Sterben von Lokaljournalismus viele andere Vorgänge verbunden sind, auf die man nicht gleich kommt: Beispielsweise nimmt die Korruption zu, und zwar jegliche Art von Korruption. Auch die Verschuldungsneigung in den Gebietskörperschaften nimmt zu. Also es geht um mehr als den Verlust von Information für den mündigen Bürger. (…) Auf der Ebene des Lokalen kennen wir jn Deutschland kaum noch Orte oder Landkreise, wo es noch ein vielfältiges Erscheinungsbild gibt, also mehrere Zeitungen, die auch Lokales berichten. Das ist heute die große Ausnahme, das gibt es ja selbst in Stuttgart nicht mehr, da hat man auch einen Einheitsbrei. Wenn es überhaupt noch zwei Zeitungen gibt, dann sind sie oft in Kooperation miteinander verbunden und bringen eben dann häufig identische Sichtweisen, identische Texte. Soweit Röber in dem Interview (25.6.2025) Einheitsbrei auch bald im mittleren Enztal. Mir graut davor. Den alten Verlegern wäre dies nicht passiert. Die Amtsblatt-Debatten werden in den Gemeinderäten an Fahrt gewinnen. Auf Ulm muss niemand Rücksicht nehmen.&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Deutsche Journalistenverband (DJV)&lt;/a&gt; berichtet, Axel Springer stelle den Hamburg-Teil der&lt;a href=&quot;https://www.lesershop24.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&amp;#160;&lt;i&gt;Welt am Sonntag&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zum Jahresende ein. Er bezieht sich auf das &lt;a href=&quot;https://www.abendblatt.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;Hamburger Abendblatt&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Zudem sei die Ausgabe aus NRW betroffen. Das Ende der Welt-Lokalredaktionen w&amp;auml;re, so der DJV, ein &lt;i&gt;weiteres Ausd&amp;uuml;nnen des publizistischen Angebotes&lt;/i&gt;.&amp;#160; Nun, Hamburg ist weit, NRW auch, und &lt;i&gt;Welt am Sonntag &lt;/i&gt;ist nicht gerade das typische Lokalblatt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;Wir brauchen aber gar nicht so weit gehen, um beobachten zu k&amp;ouml;nnen, wie der Kozentrationsprozess bei den Tageszeitungen abl&amp;auml;uft.&lt;a href=&quot;https://www.muehlacker-tagblatt.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; &lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.muehlacker-tagblatt.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;M&amp;uuml;hlacker&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://www.vkz.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Vaihingen an der Enz,&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://www.bietigheimerzeitung.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bietigheim-Bissingen&lt;/a&gt; &amp;ndash; sie fielen&amp;#160; in kurzer Zeit reihenweise in den Warenkorb der Ulmer &lt;a href=&quot;https://www.swp.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;S&amp;uuml;dwest-Presse&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;. &amp;#160;Die &lt;a href=&quot;https://www.verdi.de/medien/startseite&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gewerkschaft Verdi &lt;/a&gt;schimpft, deren Eigent&amp;uuml;mer, die &lt;a href=&quot;https://neue-pressegesellschaft.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Neue Presse-Gesellschaft&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; (NPG), sei eine als Familienunternehmen getarnte Heuschrecke. Die NP-Gesellschaft ist auf Einkaufstour.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 800px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5449 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; height=&quot;600&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/IMG_20180702_124123.jpg&quot; width=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Vor acht Jahren: Der damalige Ministerpr&amp;auml;sident Winfried Kretschmann im Ludwigsburger Forum mit seinem Bekenntnis zu Lokalzeitung und Pressefreiheit. Die LKZ feierte ihr 200-Jahr-Jubil&amp;auml;um - mein altes, mir liebgewordenes&amp;#160; Blatt. (Archiv-Foto: G&amp;uuml;nter B&amp;auml;chle)&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;Aktuelle Frage, die mich umtreibt: Wo sitzen die Gefahren f&amp;uuml;r die &lt;a href=&quot;https://demokratiebrauchtvielestimmen.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pressefreiheit&lt;/a&gt;? Artikel&amp;#160; 5 unseres &lt;a href=&quot;https://www.nachrichtenleicht.de/das-grundgesetz-artikel-5-einfach-erklaert-100.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Grundgesetzes&lt;/a&gt; garantiert ihn. Lassen wir nicht zu, dass an ihm ges&amp;auml;gt wird. Zur Pressefreiheit geh&amp;ouml;rt die Vielfalt und nicht die Einfalt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Aptos&amp;quot;,sans-serif&quot;&gt;Bleiben wir beim Mittelzentrum &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlacker&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;M&amp;uuml;hlacker &lt;/a&gt;und seinem Mittelbereich, dem &amp;ouml;stlichen Enzkreis. Nie h&amp;auml;tte ich mit dem&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlacker_Tagblatt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; Verkauf unserer Heimatpostille&lt;/a&gt; gerechnet. Aber dann geschah das Undenkbare doch. Ungl&amp;auml;ubig las ich im Juni im Urlaub in Sassnitz auf R&amp;uuml;gen die Schreckensnachricht. Und dann auch noch an die S&amp;uuml;dwest-Presse im fernen Ulm. Droht dem Lokalen der Ausverkauf?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/index.php?/archives/2763-Auf-Einkaufstour.html#extended&quot;&gt;&quot;Auf Einkaufstour&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 02 Sep 2026 21:03:00 +0200</pubDate>
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    <category>Kommunalpolitik</category>
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    <title>Ein Bürgermeister, der kein Wieler ist</title>
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            <category>Am Rande notiert</category>
            <category>Bücher-Szene</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Urlaubslekt&amp;uuml;re. Die acht B&amp;uuml;cher im Gep&amp;auml;ck waren dann doch zu viel f&amp;uuml;r zwei Wochen R&amp;uuml;gen trotz gleichzeitigem TV-Verzicht. &amp;#160;Dann aber in Sassnitz&amp;lsquo; Ostsee-Buchhandlung noch neuen Lesestoff zu erstehen, f&amp;uuml;r den die Verk&amp;auml;uferin gleich zwei gro&amp;szlig;e Papiertaschen zwecks sicheren Transportes her&amp;uuml;ber reicht, l&amp;auml;sst einen selbst &amp;uuml;berrascht zur&amp;uuml;ck. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;!-- s9ymdb:5357 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Buecher.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Lesen im Akkord? Manchmal ist dies aber Pflicht&amp;uuml;bung f&amp;uuml;r einen Schwaben. Was zahlt isch, mua&amp;szlig; au g&amp;rsquo;lesa werda. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Wie &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.molino-verlag.de/product-page/der-beamte-wieler-protokoll-einer-karriere&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der Beamte Wieler&lt;/a&gt;, &lt;/i&gt;ein 302-Seiten-Roman &amp;uuml;ber einen Karrieristen in der Land(tags)Verwaltung, der sich seinen sp&amp;auml;ter geplanten Wechsel nach Berlin selbst zerredet in der Nominierungsversammlung der Bundestagskandidaten seiner Partei und zudem die als sicher geglaubte Unterst&amp;uuml;tzung seiner Chefin nicht erhielt. Bis die geneigte Leserschaft diesen Schlusspunkt erreicht, muss sie zuerst die ersten uns&amp;auml;glichen hundert Seiten durchstehen &amp;ndash; dann beginnt der Anflug von Spannung. Wer so weit vorgedrungen ist, der will das Ende auch wissen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Ich halte durch, erlese mir das Schicksal des Beamten &amp;ndash; hinter dem eine starke Frau steht, die die Aufstiegsstrategie nach dem Studium einschl&amp;auml;giger, sich auf dem Nachttisch stapelnder Ratgeber entwirft. F&amp;uuml;r Sex ist da keine Zeit. Autorin Gabriele Renz gelingen immer wieder nette Wortsch&amp;ouml;pfungen und Beschreibungen, so als sie den Beamten Wieler als &lt;i&gt;gebogen,&lt;/i&gt; &lt;i&gt;wie ein Kleiderb&amp;uuml;gel&lt;/i&gt; bezeichnet, der hinter der Chefin des Hohen Hauses steht. Ein &lt;a href=&quot;https://blog.till-westermayer.de/ueber-dieses-blog/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Schl&amp;uuml;sselroman? &lt;/a&gt;Jedenfalls spielt sich die Karriere-Geschichte des m&amp;auml;&amp;szlig;ig begabten Juristen in und um den baden-w&amp;uuml;rttembergischen Landtag ab.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Gabriele Renz saugt Honig aus vielen Jahre als landespolitische Korrespondentin des &lt;i&gt;S&amp;uuml;dkurier, &lt;/i&gt;zeitweise auch der &lt;i&gt;Ludwigsburger Kreiszeitung &lt;/i&gt;&amp;ndash; mit leichter und erkennbarer Neigung zu den Gr&amp;uuml;nen. &amp;#160;Unter der Gr&amp;uuml;nen-Politikerin und neuen Landtagspr&amp;auml;sidentin Muhterem Aras wechselte sie als Sprecherin in die Landtagsverwaltung. Doch Aras &amp;ndash; 2021 ins Amt gekommen - und Renz hatten dann doch wohl Probleme miteinander. Inzwischen arbeitet sie als Pressesprecherin f&amp;uuml;r die Architektenkammer Baden-W&amp;uuml;rttemberg, Sie soll In ihrem Buch &lt;i&gt;Der Beamte Wieler&lt;/i&gt; ihre Erfahrungen mit Aras verarbeitet haben &amp;ndash; eine Abrechnung, erg&amp;auml;nzt mit vielen anderen Eindr&amp;uuml;cken und Kenntnissen aus Einblicken in die Ministerien und das Parlament. &lt;i&gt;Und auch wenn es f&amp;uuml;r die handelnden Figuren offiziell keine realen Vorbilder gibt, gew&amp;auml;hrt das Buch Einblicke in die Mechanismen der Macht, &lt;/i&gt;notiert die Wochenzeitung &lt;i&gt;Kontext.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;!--{C}%3C!%2D%2D%20s9ymdb%3A5362%20%2D%2D%3E--&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;1095&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/1fbd21_38b8f33e5f524c698742fd8796daa33bmv2.avif&quot; width=&quot;912&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Alle &amp;Auml;hnlichkeiten mit lebenden Personen seine reine Zuf&amp;auml;lligkeit, schreibt Renz auf Seite 300. Immerhin wird deutlich, dass sich die Geschichte in der Zeit des Wechsels von der Baden-W&amp;uuml;rttemberg-Partei CDU zu den Gr&amp;uuml;nen abspielt &amp;ndash; zu Gr&amp;uuml;nen, die sich rasch zur staatstragenden Staatspartei entwickeln und Gefallen an den &amp;Auml;mtern finden. &lt;a href=&quot;https://www.google.com/search?q=Heidanei&amp;amp;rlz=1C1YTUH_deDE1136DE1137&amp;amp;oq=Heidanei&amp;amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOdIBCzYxMjE3ODJqMGo0qAIAsAIA&amp;amp;sourceid=chrome&amp;amp;ie=UTF-8&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Heidanei!&lt;/a&gt; Immerhin, das verr&amp;auml;t sie: Die Gr&amp;uuml;nen sind in dem Roman die &lt;i&gt;Siegerstra&amp;szlig;enparte&lt;/i&gt;i und die CDU wird als &lt;i&gt;Ancien Regime&lt;/i&gt; bezeichnet. &amp;#160;Ergo; Die einen werden so wie die anderen schon sind. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Protokoll einer Karriere? Wirklich? Das Muster ist denkbar einfach. Niemand kennt ihn. Keiner wei&amp;szlig; etwas. Die Spekulationen &amp;uuml;ber den Neuen schie&amp;szlig;en ins Kraut. Als Wielers Blitzbef&amp;ouml;rderung unter der Regie seiner Chefin bekannt wird, wird der biegsame Verwaltungskarrierist zum rundum beobachteten und beargw&amp;ouml;hnten Objekt. Der Apparat schl&amp;auml;gt zur&amp;uuml;ck. &lt;i&gt;Ein Roman &amp;uuml;ber opportunistische Postenj&amp;auml;ger, &amp;uuml;ber Mobbing, Intrigen und die Verf&amp;uuml;hrung von Macht und Geld. Die Gr&amp;uuml;nen, aber auch die Union als gef&amp;uuml;hlte Staatspartei geben die Folien ab.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Postenschacher als Romanstoff. Oder: Wer ist Mappus, wer Aras, wer Kretschmann. Wer &amp;hellip;? Politikerraten als Romanstoff. Ja, allerdings fehlt die Stelle mit der Aufkl&amp;auml;rung. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;b&gt;Gabriele Renz: Der Beamte Wieler &amp;ndash; Protokoll einer Karriere&amp;quot;, Molino-Verlag, ISBN &amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160;&amp;#160; 3948696721, 9783948696726, Broschur, 302 Seiten 20 cm x 13 cm, Preis: 18:00 Euro&lt;/b&gt;&lt;i&gt;. &lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;M&amp;ouml;glichst viele Leser zu w&amp;uuml;nschen ist dem &lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/ryyan-alshebl-flucht-nach-vorn-9783426566985&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;pers&amp;ouml;nlich gehaltenen Buch &lt;/a&gt;von Ryyan Alshebl: &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.droemer-knaur.de/buch/ryyan-alshebl-flucht-nach-vorn-9783426566985&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flucht nach vorn&lt;/a&gt;. &lt;/i&gt;Der Untertitel verr&amp;auml;t: &lt;i&gt;Ein syrischer B&amp;uuml;rgermeister in Schwaben zeigt, wie gut Politik gehen kann. &lt;/i&gt;Ich las es mit wachsender Begeisterung, aber es l&amp;ouml;st auch viel Nachdenklichkeit, Mitgef&amp;uuml;hl und Empathie aus f&amp;uuml;r einen Menschen, der sein Heimatland verlie&amp;szlig;, &amp;uuml;ber das Mittelmeer mit einem &amp;uuml;berladenen Boot Griechenland erreichte und nun in Freiheit war. Er lernte den Wert von Freiheit, Frieden und Demokratie. Zur Flucht zwang ihn der B&amp;uuml;rgerkrieg in Syrien, ausgel&amp;ouml;st von einem Diktator, der Bomben auf seine Bev&amp;ouml;lkerung werfen lie&amp;szlig; &amp;ndash; unterst&amp;uuml;tzt vom AfD-Freund Putin.&amp;#160; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;!--{C}%3C!%2D%2D%20s9ymdb%3A5360%20%2D%2D%3E--&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/U1_978-3-426-56698-5.serendipityThumb.png&quot; width=&quot;245&quot; /&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Im Jahr 1994 in Suweida in Syrien geboren, hat er noch starke Verbindungen in seine alte Heimat &amp;ndash; aber sein Herz schl&amp;auml;gt inzwischen stark auch f&amp;uuml;r Ostelsheim, denn die 2600 Einwohner z&amp;auml;hlende Gemeinde Ostelsheim w&amp;auml;hlten acht Jahre nach seiner Flucht mit 54 Prozent und im ersten Wahlgang ihn zum B&amp;uuml;rgermeister. Diese Erfolgsgeschichte ber&amp;uuml;hrt mich. Ryyan Alshebl hatte in der Nachbargemeinde Althengstett vom seinerzeitigen B&amp;uuml;rgermeister Clemens G&amp;ouml;tz, einem Sozialdemokraten, promovierter katholischer Theologie und einer meiner Kollegen in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Nordschwarzwald, seine Chance erhalten &amp;ndash; Alshebl lernte Deutsch und dann das Fach Verwaltung. Verwaltungsfachangestellter. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;i&gt;Anpacken statt abwarten &amp;ndash; &lt;/i&gt;das Motto des B&amp;uuml;rgermeisters, der inzwischen auch im Calwer Kreistag sitzt und seit acht Jahren Mitglied der Gr&amp;uuml;nen ist. Er reiht sich nicht ein in die Schar kommunaler Jammerer, sondern ist K&amp;uuml;mmerer. &amp;#160;Seine Erkenntnis: Politik ist langsam, b&amp;uuml;rokratisch und geht am Leben der Menschen vorbei. Sein Buch gilt als der optimistische Gegenentwurf zu Politikverdrossenheit und Populismus. Zugleich erz&amp;auml;hlt er von seinem t&amp;auml;glichen Kampf mit&amp;#160;B&amp;uuml;rokratie und Befindlichkeiten: Was haben Flederm&amp;auml;use mit der deutschen Bahn oder dem Bau von Gefl&amp;uuml;chteten Unterk&amp;uuml;nften zu tun? Wie kann es sein, dass ein Windpark einen ganzen Ort spaltet? Alshebl schildert bemerkenswerte Begegnungen, seine t&amp;auml;glichen Auseinandersetzungen mit der Regelungswut und erl&amp;auml;utert, warum er trotz aller Widerst&amp;auml;nde nie den Mut verliert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Einfach lesen!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Ryyan Alshebl. Flucht nach vorn. Verlag Droemer. 224 Seiten.&amp;#160;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;ISBN: 978-3-426-56698-5. Preis: 23:00.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/e5070fa3247140b184a801fb90670aca&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Sun, 14 Jun 2026 21:46:00 +0200</pubDate>
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    <category>Am Rande notiert</category>
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<category>Grüne</category>
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<category>Region Nordschwarzwald</category>

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