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    <title>Günter Bächles Weblog - Am Rande notiert</title>
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    <description>Gemeinderat Mühlacker - Kreisrat Enzkreis - Regionalrat Nordschwarzwald - Journalist</description>
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    <pubDate>Sat, 21 Feb 2026 13:20:08 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Günter Bächles Weblog - Am Rande notiert - Gemeinderat Mühlacker - Kreisrat Enzkreis - Regionalrat Nordschwarzwald - Journalist</title>
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    <title>Für 8500 Gulden eine Stadt, ein Kloster, zwei Schlösser und mehr als eine Handvoll Dörfer gekauft - Schnäppchen für die Herren von Enzberg</title>
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            <category>Am Rande notiert</category>
            <category>Bücher-Szene</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/978-3-7995-0841-4.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5245 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_center&quot; height=&quot;800&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/978-3-7995-0841-4.jpg&quot; width=&quot;548&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Die Freiherren von Enzberg verabschiedeten sich vor mehr als 600 Jahren von Enzberg - die Familie lebt seitdem an der oberen Donau. Eine Familienhistorie als&amp;#160;Geschichten mit Geschichte, gebunden. Macht was her, auch optisch: In M&amp;uuml;hlacker und Enzberg aber eher unberkannt. Dabei kam der Band&amp;#160;schon vor 17 Jahren auf den Buchmarkt. 272 Seiten nicht&amp;#160;nur f&amp;uuml;r Lokalpatrioten. Lesenswert schon der Einstiegstext von&amp;#160;Konradin Huber, Chef des Enzkreis-Archivs,&amp;#160; &amp;uuml;ber die&amp;#160;Ritterfamilie von&amp;#160;niedrigem&amp;#160;Adel:&amp;#160;&amp;#160;A&lt;em&gt;ufstieg und Niedergang in Konkurrenz zur Reichsabtei Maulbronn.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&amp;#160;Die &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Enzberg_(Adelsgeschlecht)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Herren von Enzberg&lt;/a&gt; verstrickten sich als Schutzherren des Klosters Maulbronn ganz ordentlich. Dann brannte auch noch ihr Familienheim, ihre Burg hoch &amp;uuml;ber der Enz, ab. Das Gesch&amp;auml;ftsmodell als Raubritter brachte nicht mehr die erhofften Ertr&amp;auml;ge. Nichts hielt die Angeh&amp;ouml;rigen des niedrigen Landadels in ihrem angestammten Gebiet. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Als die Ritter von Weitingen Abnehmer f&amp;uuml;r ihre G&amp;uuml;ter suchten, griffen zwei Vettern zu: Friedrich VI. und Engelhard von Enzberg kauften die Herrschaft M&amp;uuml;hlheim von ihren Neffen Konrad und Volz von Weitingen ab, der mit Beatrix von Enzberg verheiratet war. Laut einer Urkunde vom 23. September 1409 erwarben sie die Herrschaft M&amp;uuml;hlheim an der Donau, die Burg Bronnen, die Vogtei &amp;uuml;ber sechs Ortschaften, sowie K&amp;ouml;nigsheim, B&amp;ouml;ttingen, Mahlstetten, Stetten, Kloster Beuron, Nettingen und einen Teil von Worndorf f&amp;uuml;r 8500 Gulden. Damit wurde M&amp;uuml;hlheim &amp;uuml;ber Jahrhunderte hinweg zum Zentrum der Familiengeschichte und politischen Einflussnahme der Enzberger.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Die Herren von Enzberg verlagerten somit ihren Herrschaftsmittelpunkt von ihrem alten Stammsitz an der Enz an die obere Donau in ein Konglomerat verschiedener Besitzgruppen, die untereinander nur lose verbunden waren. Dies wird in dem Beitrag &lt;i&gt;Die Herrschaft M&amp;uuml;hlheim von 1409 bis zum Ende des Alten Rechts&lt;/i&gt; von Karl Augustin Frech ausf&amp;uuml;hrlich beschrieben. Dieser Beitrag ist Teil eines Sammelbandes, der 2009 vom Geschichtsverein, Landkreis Tuttlingen und Kreisarchiv Tuttlingen herausgegeben wurde. Das adelige Haus Enzberg blickte dabei auf 600 Jahre Tradition in M&amp;uuml;hlheim und der Region um Tuttlingen zur&amp;uuml;ck.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Namhafte Autoren &amp;ndash; darunter Landeshistoriker, Archivare und Kunsthistoriker &amp;ndash; behandeln verschiedene Facetten der Geschichte des Adelshauses und der Herrschaft Enzberg. Der Sammelband bietet Einblicke in die Herrschaftsgeschichte, Familienhistorie, Beziehungen des Hauses Enzberg zur Hegau-Ritterschaft sowie zu den St&amp;auml;dten Rottweil und M&amp;uuml;hlheim. Auch neueste Erkenntnisse zur Architektur und Geschichte der enzbergischen Schl&amp;ouml;sser in M&amp;uuml;hlheim sowie zur Geschichte des Familienarchivs sind enthalten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Zudem werden die Beziehungen des Hauses zu Institutionen wie der Hegau-Ritterschaft, zur freien Reichsstadt Rottweil und zu umliegenden Adelsfamilien beleuchtet. Neue Erkenntnisse zur Architektur und Geschichte der enzbergischen Schl&amp;ouml;sser in M&amp;uuml;hlheim finden sich in dem Buch.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Das Familienarchiv der Enzberger wird als exzellent dargestellt und es wird die wechselvolle Geschichte dieses archivierten Quellen- und Dokumentbestandes beleuchtet. Dieser wurde unter anderem im 20. Jahrhundert vom NS-Regime konfisziert und sp&amp;auml;ter zur&amp;uuml;ckgegeben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Zum Abschluss werden Texte pr&amp;auml;sentiert, die &amp;uuml;ber die Stellung eines alten Adelsgeschlechts an der Schwelle zum 21. Jahrhundert nachdenken. Heinrich von Enzberg beispielsweise war nach dem Zweiten Weltkrieg Gemeinderat und stellvertretender B&amp;uuml;rgermeister der Stadt M&amp;uuml;hlheim. Nikolaus Freiherr von Enzberg, Jurist, amtierte 20 Jahre lang als Landrat des Landkreises Rottweil.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Der wissenschaftliche Sammelband bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Hauses Enzberg aus verschiedenen Perspektiven, darunter politische, soziale, kunst- und baugeschichtliche Aspekte sowie regionalhistorische Forschung. Er beleuchtet die Bedeutung dieses alten schw&amp;auml;bischen Adelsgeschlechts und seiner Herrschaft im oberen Donautal &amp;uuml;ber sechs Jahrhunderte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Der Band ist auch 17 Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage noch beim Verlag erh&amp;auml;ltlich. (b&amp;auml;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;600 Jahre Haus Enzberg im Raum M&amp;uuml;hlheim/Tuttlingen 1409-2009&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;. &lt;/i&gt;&lt;i&gt;Jan Thorbecke Verlag.&amp;#160; Hardcover, etwa 100 zum Teil farbige Abbildungen, 272 Seiten, 17 auf 24 Zentimeter. ISBN: 978-3-7995-0841-4. 24,90 Euro.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;table class=&quot;Table&quot; style=&quot;width:390px; background:white; border-collapse:collapse&quot; width=&quot;390&quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td style=&quot;padding:6px 30px 10px 0cm; background-color:white&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;
			&lt;td style=&quot;padding:6px 5px 10px 5px; background-color:white&quot; valign=&quot;top&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/03a3b70c9c2b455798ad67db76f38123&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Sun, 01 Feb 2026 22:05:00 +0100</pubDate>
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<category>Heimatgeschichte</category>
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    <title>Ihre Heimat im Kontext von Massenmord </title>
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/csm_gedenken-neu-denken-isbn-978-3-492-06545-0_ba3d6561a1.webp&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5212 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;957&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/csm_gedenken-neu-denken-isbn-978-3-492-06545-0_ba3d6561a1.webp&quot; width=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.piper.de/autoren/veranstaltungen/detail/susanne-siegert-spricht-ueber-gedenken-neu-denken-in-stuttgart-ort-stuttgart-lokalitaet-im-wizemann-plz-70376-datum-2026-01-08-uhrzeit-2000&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;Gedenken&amp;#160;neu&amp;#160;denken&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&amp;#160;zeigt:&amp;#160;Die&amp;#160;Shoah&amp;#160;ist&amp;#160;kein&amp;#160;abgeschlossenes&amp;#160;Kapitel,&amp;#160;sondern&amp;#160;ein&amp;#160;fortlaufender&amp;#160;Lernprozess,&amp;#160;der&amp;#160;Vielfalt,&amp;#160;Verantwortung&amp;#160;und&amp;#160;digitale&amp;#160;Sorgfalt&amp;#160;braucht. Davon ist Susanne Siegert zutiefst &amp;uuml;berzeugt: Beim offiziellen Gedenken an die Opfer der Judenverfolgung und -ermordung durch die Nazis gehe es viel zu oft nicht wirklich um die Opfer und ihre Nachkommen, &lt;i&gt;sondern um uns, um das eigene gute Gewissen der ehemaligen T&amp;auml;tergesellschaft, die sich selbst als aufgekl&amp;auml;rt und moralisch gel&amp;auml;utert inszenieren will. &lt;/i&gt;Die, an die erinnert werden solle, w&amp;uuml;rden wieder an den Rand gedr&amp;auml;ngt. Und die Journalistin belegt die Richtigkeit dieser Kritik mit Beispielen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Sie pl&amp;auml;diert f&amp;uuml;r eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der T&amp;auml;tergeneration anstelle unserer &lt;i&gt;einstudierten &lt;/i&gt;gemeinsamen R&amp;uuml;ckschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachl&amp;auml;ssigte Opfergruppen wie Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, . Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielf&amp;auml;ltigere Gedenkkultur ist, um k&amp;uuml;nftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte&amp;hellip; &lt;i&gt;Genug Erinnerung f&amp;uuml;r alle&lt;/i&gt;, lautet einer der Zwischentitel in dem lesenswerten Buch. Klingt flapsig, trifft damit aber den Punkt: Die Juden sprechen von der &lt;i&gt;Shoah&lt;/i&gt;, Sinti und Roma von &lt;i&gt;Porajmos&lt;/i&gt;. Beide Bezeichnungen meinen den V&amp;ouml;lkermord durch die Nazis. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://www.piper.de/autoren/veranstaltungen/detail/susanne-siegert-spricht-ueber-gedenken-neu-denken-in-stuttgart-ort-stuttgart-lokalitaet-im-wizemann-plz-70376-datum-2026-01-08-uhrzeit-2000&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lesung: 0&lt;/a&gt;8. Januar 2026. Um 20:00 Uhr Im Wizemann, Quellenstra&amp;szlig;e 7, Stuttgart. Autorin Susanne Siegert spricht &amp;uuml;ber &amp;bdquo;Gedenken neu denken&amp;ldquo;&amp;#160;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;i&gt;Gedenken neu denken&lt;/i&gt; &amp;ndash; der Titel des im Piper-Verlag ver&amp;ouml;ffentlichten 237-seitigen Buchs l&amp;auml;sst im ersten Moment&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt; zur&amp;uuml;ckschrecken. Schon wieder die Kritiker von der falschen, rechten Seite?! Nein, der Autorin ist es ernst mit dem Nicht-Nichtvergessen, mit dem Erinnern und Gedenken der Verbrechen in der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft von 1933 bis 1945. Susanne Siegert scheut auch nicht, das Reizthema, die Beteiligung und Mitschuld der deutschen Wehrmacht an den Verbrechen,&amp;#160;aufzugreifen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Mit 27 Jahren f&amp;auml;ngt sie die Recherche in der eigenen Familie an. &amp;#160;&amp;#160;Ur-Opas, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs auf der Seite der Nazis gek&amp;auml;mpft haben &amp;ndash; was taten sie, was wussten sie? &amp;#160;&amp;#160;Da besuchte sie auch erstmals das ehemalige Lagergel&amp;auml;nde in M&amp;uuml;hldorf. Tatorte waren eben nicht nur weit entfernt von ihrer oberbayrischen Heimat: Ausschwitz, Treblinka, Dachau, Bergen-Belsen. &amp;#160;Orte des Terrors lagen auch ganz in der N&amp;auml;he, zum Beispiel das KZ-Au&amp;szlig;enlager M&amp;uuml;hldorfer Hart &amp;ndash; ein Au&amp;szlig;enlager des KZ Dachau. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Pl&amp;ouml;tzlich lernte sie ihre Heimat im &lt;i&gt;Kontext von Massenmord&lt;/i&gt; kennen. Sie recherchierte, empfiehlt dies auch generell jungen Menschen. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges gab es 23 Stammlager und 1154 KZ-Au&amp;szlig;enlager. Ihre Schlussfolgerung: Dadurch sei die Wahrscheinlichkeit gro&amp;szlig;, dass es &lt;i&gt;in Deiner Umgebung Tatorte von Naziverbrechen gab. &lt;/i&gt;Sie liefert Adressen f&amp;uuml;r die Recherche, so f&amp;uuml;r die Online-Best&amp;auml;nden des &lt;a href=&quot;https://arolsen-archives.org/archiv/online-suche/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Arolsen-Archivs&lt;/a&gt;, beim &lt;a href=&quot;https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bundesarchiv&lt;/a&gt;.&lt;i&gt;Alles, was du in der Schule garantiert NICHT &amp;uuml;ber Naziverbrechen lernst &lt;/i&gt;&amp;ndash; das wurde zum Slogan ihres &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/keine.erinnerungskultur/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Instagram&lt;/a&gt;- und Tik-Tok&amp;ndash;Kanals @keine.erinnerungskultur, f&amp;uuml;r den sie mit dem Grimme&amp;#160;Online Award ausgezeichnet. Zurecht! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Susanne Siegert, geboren 1992, ist Journalistin und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie kl&amp;auml;rt auf Instagram und TikTok &amp;uuml;ber den Holocaust auf. F&amp;uuml;r ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme&amp;#160;Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedl&amp;auml;nder Preis. Siegert lebt in Leipzig&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull; Siegert argumentiert, dass das kollektive Erinnern an den Holocaust kein starres Monunent, sondern ein dynamischer, politisch verflochtener Prozess ist. Erinnerungspraktiken m&amp;uuml;ssten heute multiperspektivisch, dekonstruktiv und sensibel gegen&amp;uuml;ber Fragen von Antisemitismus, Kolonialismus (so die Ermordung von 100.000 Herero und Nama in den Jahren 1904 bis 1908 im heutigen Namibia durch deutsch-kaiserliche Truppen), Migration und Ungleichheit gedacht werden. Dabei bleibt die zentrale moralische Verantwortung unbestritten: Die W&amp;uuml;rde der &amp;Uuml;berlebenden, die Anerkennung der Leidensgeschichten und die Verpflichtung zur Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Diskriminierung h&amp;auml;lt die Autorin f&amp;uuml;r weiterhin notwendig. Traditionelle Narrative k&amp;ouml;nnten&amp;#160;hilfreich sein, doch sie reichten meist nicht aus, um die Vielstimmigkeit der Erfahrungen abzubilden. Siegert pl&amp;auml;diert f&amp;uuml;r die systematische Einbeziehung von Stimmen Betroffener, Nachfahren und marginalisierter Gruppen.Wer erinnert wen, wer erz&amp;auml;hlt, wer wird ausgeschlossen?&amp;#160;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;bull;&amp;#160;Digitale Formate, Datenbanken und Algorithmen er&amp;ouml;ffnen, so ihr Fazit, neue Zug&amp;auml;nge, bergen aber die Gefahr der Fragmentierung.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/susanne-siegert-7903.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5211 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;267&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/susanne-siegert-7903.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&amp;copy; Foto: Ina Lebedjew&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Das Buch hat einen klaren Bezug zur Gegenwart: Siegert verortet Gedenken in aktuellen Debatten zu Kolonialismus, Trauma- und Erinnerungskritik. Susanne Siegert wirft die richtigen Fragen auf, liefert auch die Antworten dazu. Das Buch hat mich auf keiner Lese-Strecke gelangweilt. Auch nicht die Passagen &amp;uuml;ber die Debatten um den richtigen Holocaust-Gedenktag.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die&amp;#160;Mischung macht das Buch sowohl anspruchsvoll als auch zug&amp;auml;nglich f&amp;uuml;r ein breites Publikum.Theoretische Tiefgang bei gleichzeitig lesbarer Sprache: Trotz komplexer Konzepte gelingt es, eine Verst&amp;auml;ndlichkeit zu wahren, sodass auch Leserinnen und Leser ohne Vorwissen der Ged&amp;auml;chtnisstudien mitgenommen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein brisantes Thema, ein St&amp;uuml;ck Vergangenheit, das die Deutschen nicht einfach abstreifen k&amp;ouml;nnen. Und viele wollen es auch nicht abtreifen. Erinnerungsarbeit lokal &amp;ndash; ein Beispiel aus unserer Nachbarschaft, die &lt;a href=&quot;https://gedenkstaette-vaihingen.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;KZ-Gedenkst&amp;auml;tte in Vaihingen an der Enz&lt;/a&gt;. (b&amp;auml;)&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;b&gt;Susanne Siegert: Gedenken neu denken&lt;/b&gt; &amp;ndash; Wie sich unsere Erinnerung an den Holocaust ver&amp;auml;ndern muss. Piper-Verlag. 240 Seiten, Klappenbroschur. 13,6 cm x 21,5 cm. 18.00 Euro. Mit umfangreichem Daten- und Adressenmaterial im Anhang. EAN&lt;b&gt; &lt;/b&gt;978-3-492-06545-0&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/bc442d2375ee4e599732a0cdd2711a2d&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 18:10:00 +0100</pubDate>
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    <title>Der Russland-Politik auf der Spur</title>
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/getimage_002.jpeg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5213 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/getimage_002.serendipityThumb.jpeg&quot; width=&quot;260&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Gut 720 Seiten Buch &amp;ndash; um das zu lesen, braucht&amp;rsquo;s Geduld und Ausdauer. Oder einen Reha-Aufenthalt nach einer Knie-OP. Oder einfach hohes Interesse an dem Thema: &lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.chbeck.de/scianna-sonderzug-moskau/product/36959132&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Geschichte der deutschen Russlandpolitik&lt;/a&gt; seit 1990&lt;/i&gt; bietet eine umfassende Analyse der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland seit dem Ende des Kalten Krieges. Es beleuchtet die verschiedenen Phasen dieser Beziehungen, angefangen von der Euphorie der Wiedervereinigung bis hin zu den aktuellen Spannungen und Herausforderungen. Autor Bastian Matteo Scianna ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl f&amp;uuml;r Milit&amp;auml;rgeschichte und Kulturgeschichte der Gewalt an der Universit&amp;auml;t Potsdam. Er untersucht die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte dieser bilateralen Beziehungen und zeigt auf, wie sich die deutsche Russlandpolitik im Laufe der Jahre entwickelt hat. Dabei werden sowohl die Erfolge als auch die Misserfolge dieser Politik kritisch hinterfragt und analysiert. Das Buch ist eine wertvolle Ressource f&amp;uuml;r alle, die sich f&amp;uuml;r die deutsch-russischen Beziehungen und die europ&amp;auml;ische Au&amp;szlig;enpolitik interessieren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Seit dem &amp;Uuml;berfall von Russland auf Ungarn steht die deutsche Russlandpolitik vor einem Scherbenhaufen. Ihre Strategien sind gescheitert. Ihre Grund&amp;uuml;berzeugungen ersch&amp;uuml;ttert. In Deutschland und international wird heftig &amp;uuml;ber sie gestritten. War sie von Anfang an verfehlt? Wie weit reichte der Einfluss Russlands und seiner Netzwerke? Befand sich die Bundesrepublik auf einem Sonderweg? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Bastian Matteo Scianna hat bislang unzug&amp;auml;ngliche Archivbest&amp;auml;nde ausgewertet und legt die erste wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung zu einem der umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte vor. Er tut dies ausgesprochen penibel. Der Autor hatte Zugang zu unbekanntem Archivmaterial aus dem In- und Ausland, unter anderem zu den Akten des Kanzleramts unter Helmut Kohl, zu den Protokollen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion oder Gespr&amp;auml;chsmitschriften aus britischen und amerikanischen Quellen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Seine grundlegende Analyse zeigt, dass die Geschichte viel komplexer ist als manchmal dargestellt. Die deutsch-russischen Beziehungen waren besonders und genossen einen hohen Stellenwert. Es fuhr daher ein Sonderzug nach Moskau. Doch stand die Bundesrepublik in Europa keineswegs allein und war nicht nur &lt;i&gt;blind und naiv&lt;/i&gt;, wie manche Kritiker behaupten. Andere L&amp;auml;nder glaubten ebenfalls an &lt;i&gt;Wandel durch Handel&lt;/i&gt; und wollten mit Russland zusammenarbeiten: Die &lt;i&gt;Utopie der Verflechtung&lt;/i&gt; war keinesfalls ausschlie&amp;szlig;lich Made in Germany, zumal dies &amp;ndash; wie der Verfasser aufzeigt mit den unterschiedlichen Personen und Charaktere zusammenhing. Kohl verstand sich gut mit Gorbatschow und Jelzin. Der Kanzler wusste, genauso wie Merkel, um die Empfindlichkeit der russischen Seele. Aber er warf sich den russischen Pr&amp;auml;sidenten nicht an den Hals wie Politiker von SPD und Gr&amp;uuml;ne, Gerhard Schr&amp;ouml;der und Joschka Fischer. &amp;#160;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Die Beziehungen zwischen der SPD und Russland sowie der CDU und Russland haben sich im Laufe der Jahre unterschiedlich entwickelt und waren von verschiedenen politischen Ans&amp;auml;tzen und historischen Kontexten gepr&amp;auml;gt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Die SPD hat traditionell eine eher dialogorientierte und kooperative Haltung gegen&amp;uuml;ber Russland eingenommen. Diese Politik geht auf die Ostpolitik von Willy Brandt in den 1970er Jahren zur&amp;uuml;ck, die darauf abzielte, die Beziehungen zu den osteurop&amp;auml;ischen Staaten, einschlie&amp;szlig;lich der Sowjetunion, zu verbessern. Auch nach dem Ende des Kalten Krieges setzte die SPD auf eine Politik des Dialogs und der Zusammenarbeit mit Russland, um Stabilit&amp;auml;t und Sicherheit in Europa zu f&amp;ouml;rdern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Im Gegensatz dazu hat die CDU eine eher kritischere und zur&amp;uuml;ckhaltendere Haltung gegen&amp;uuml;ber Russland eingenommen. Besonders in den letzten Jahren, angesichts der Annexion der Krim und des Konflikts in der Ukraine, hat die CDU eine h&amp;auml;rtere Linie verfolgt und sich f&amp;uuml;r Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Die CDU betont die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen und die Zusammenarbeit mit den westlichen Verb&amp;uuml;ndeten, insbesondere den USA, in der Russlandpolitik.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Diese unterschiedlichen Ans&amp;auml;tze spiegeln sich auch in den politischen Ma&amp;szlig;nahmen und Initiativen wider, die von den jeweiligen Parteien ergriffen wurden, um die Beziehungen zu Russland zu gestalten. W&amp;auml;hrend die SPD auf Dialog und Kooperation setzt, verfolgt die CDU eine Politik der Abschreckung und Sanktionen, um russische Aggressionen einzud&amp;auml;mmen. Der &lt;i&gt;Sonderzug nach Moskau &lt;/i&gt;wurde 2024 aufs Gleis gesetzt, soll hei&amp;szlig;en: Die Politik hat sich seit dem Erscheinen des Buches weiter ver&amp;auml;ndert &amp;ndash; Trump II, Vance&amp;hellip;&amp;#160; (b&amp;auml;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:10.5pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Consolas&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Scianna, Bastian Matteo: &lt;a href=&quot;https://www.beck-shop.de/scianna-sonderzug-moskau/product/36959132&quot; style=&quot;color:#467886; text-decoration:underline&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-decoration:none&quot;&gt;&lt;span style=&quot;text-underline:none&quot;&gt;Sonderzug nach Moskau&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=&quot;font-family:&amp;quot;Courier New&amp;quot;&quot;&gt;Geschichte der deutschen Russlandpolitik seit 1990&lt;b&gt;. &lt;/b&gt;Monografie, 720 Seiten. C.H.Beck, ISBN 978-3-406-82210-0. Preis: 34,00 Euro&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoPlainText&quot;&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/addfcc8ea8064974a8d1676dfc60d9bc&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 00:27:00 +0100</pubDate>
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    <title>Der lange Kampf der Nervensäge</title>
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Buchcover_-_Ich_bin_Giorgia.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5210 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Buchcover_-_Ich_bin_Giorgia.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;251&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;383 Seiten &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Giorgia_Meloni&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Giorgia Meloni&lt;/a&gt;, das Lese-Pensum f&amp;uuml;r die Weihnachtstage. Auf der 379. Seite des Buches &lt;i&gt;Ich bin Giorgia &lt;/i&gt;die Botschaft ihres 2021 in Mailand erstmals verlegten Buches, das Konzentrat:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;i&gt;Erstens habe ich von nichts und niemandem Angst, das Einzige, wovor ich mich f&amp;uuml;rchte, ist, dass ich, wie aus diesem Buch zu erfahren ist, mich selbst und die, die an mich glauben, entt&amp;auml;usche. Zweitens bin ich nicht erpressbar, denn ich tue nichts, wof&amp;uuml;r ich mich sch&amp;auml;men m&amp;uuml;sste, und ich nehme keine Hilfe an von Leuten, die eine Gegenleistung von mit verlangen k&amp;ouml;nnten. Drittens bin ich nicht allein, und diejenigen, die sich entschieden haben, mich in diesem Kampf zu begleiten, sind mir sehr &amp;auml;hnlich. Viertens und letztens bin ich immer untersch&amp;auml;tzt worden, und das ist unterm Strich ein gro&amp;szlig;er Vorteil.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Diese Punkte variiert sie in der gedruckten Selbstdarstellung, in der im Europaverlag M&amp;uuml;nchen 2025 erschienenen deutschen Ausgabe, geschickt und durchaus glaubw&amp;uuml;rdig. Zwischen den beiden Ausgaben liegt der entscheidende Karriereschritt: Seit 2022 ist sie Ministerpr&amp;auml;sidentin Italiens. Die erste Frau in dieser Funktion. Eine, die sich selbst als Rechte bezeichnet. Ihre Regierung hat eine f&amp;uuml;r italienische Verh&amp;auml;ltnisse ausgesprochen lange Haltbarkeitsdauer. Indessen: Die deutschsprachige Ausgabe leidet darunter, dass sie auf dem Stand von 2021 blieb und nicht aktualisiert wurde. Das erinnert an die &amp;auml;hnliche Kernaussage der Christdemokraten: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Schnittmengen gibt es. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;i&gt;Die Linke will eine Welt ohne Grenzen und Unterschiede schaffen und diese Vision allen aufzwingen&lt;/i&gt;. Die Rechte dagegen stelle den Menschen in den Mittelpunkt - und seine Einzigartigkeit - schreibt die jetzt 48-J&amp;auml;hrige, gro&amp;szlig; geworden in Rom. Dort begann sie mit 15 Jahren ihr parteipolitisches Engagement bei der &lt;i&gt;Jugendfront &lt;/i&gt;des &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fratelli_d%E2%80%99Italia_(Partei)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;Movimento Sociale Italiano&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;: &lt;i&gt;Sich als Teil von etwas Wichtigem zu f&amp;uuml;hlen, gibt Selbstsicherheit. Das war es, was viele dieser jungen Leute suchten, und so war es auch bei mir&lt;/i&gt;. Im Sommer1992 habe der Kampf begonnen, den sie noch heute f&amp;uuml;hre, schreibt Meloni 30 Jahre sp&amp;auml;ter. &amp;#160;&amp;#160;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Giorgia Meloni erz&amp;auml;hlt zum ersten Mal &amp;uuml;ber ihre Kindheit, &amp;uuml;ber ihre Beziehung zur Mama Anna, die &amp;auml;ltere Schwester Arianna, die Gro&amp;szlig;eltern Maria und Gianni und &amp;uuml;ber den Schmerz dar&amp;uuml;ber, dass sie keinen Vater hatte. &amp;uuml;ber die unb&amp;auml;ndige Leidenschaft f&amp;uuml;r die Politik, die sie aus &lt;i&gt;ihrem&lt;/i&gt; r&amp;ouml;mischen Stadtviertel Garbatella zuerst 31j&amp;auml;hrig als &amp;ndash; bis dato in der Geschichte der Republik j&amp;uuml;ngste - Ministerin in die Regierung des Landes und dann an die Spitze von&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Fratelli_d%E2%80%99Italia_(Partei)&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; &lt;i&gt;Fratelli d&amp;rsquo;Italia&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Konservative_und_Reformer&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;europ&amp;auml;ischen Konservativen&lt;/a&gt; gef&amp;uuml;hrt hat. Mit 19 im Regionalparlament der Provinz Rom, mit 28 Jahren Abgeordnete und gleich Vizepr&amp;auml;sidentin des italienischen Parlamentes. &amp;#160;H&amp;auml;ufig sei sie die Nervens&amp;auml;ge gewesen &amp;ndash; in der Schule, sp&amp;auml;ter in der Politik, bekennt sie ganz offen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Sie schreibt auch &amp;uuml;ber die Freude, Mutter der kleinen Ginevra zu sein, und &amp;uuml;ber die Liebesgeschichte mit Andrea; &amp;uuml;ber ihre Tr&amp;auml;ume und &amp;uuml;ber die Zukunft, die sie sich f&amp;uuml;r Italien und f&amp;uuml;r Europa w&amp;uuml;nscht. &amp;#160;Die Autobiografie beginnt mit einem unerwarteten Bekenntnis: Mutter Anna war schon auf dem Weg, das Baby abtreiben zu lassen, doch &amp;auml;nderte im letzten Moment ihre Meinung und entschied sich, es doch auszutragen - das M&amp;auml;dchen, das sie auf den Name Giorgia taufen lie&amp;szlig;. Und Giorgia gesteht sp&amp;auml;ter in dem Buch, dass sie gern mehrere Kinder gehabt h&amp;auml;tte &amp;ndash; sie habe das Gl&amp;uuml;ck, Mutter zu sein, zu sp&amp;auml;t begriffen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Mit Klarheit und aus &amp;Uuml;berzeugung packt die Politikerin auch komplexe Themen wie die Mutterschaft, die Identit&amp;auml;t und den Glauben an, w&amp;uuml;rdigt die P&amp;auml;pste Johannes Paul II und Benedikt XVI. Leidenschaftlich spricht sie sich gegen Abtreibung aus, sieht bei der Politik die Verpflichtung, der materiellen F&amp;ouml;rderung der Familien und Alleinerziehenden h&amp;ouml;chste Priorit&amp;auml;t einzur&amp;auml;umen. &amp;Uuml;berhaupt: Sie polemisiert nicht, sondern argumentiert etwa zur Migrationspolitik, zu den Linken in den Medien, zum Nationalverst&amp;auml;ndnis der Italiener (die Linken werden das anders empfinden). &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;i&gt;Die teils r&amp;uuml;hrenden privaten Einblicke erhalten eine klare politische Bedeutung. [...] Ihre Agenda, das wird deutlich, ist eine Politik der R&amp;uuml;ckkehr - zu Grenzen, zu Gegens&amp;auml;tzen, zu alten Ordnungen,&lt;/i&gt; schreibt die &lt;i&gt;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&lt;/i&gt;. R&amp;uuml;ckkehr? Konservative wollen nach ihrem Verst&amp;auml;ndnis bewahren, was wert ist, bewahrt zu werden. Und lehnen auch deshalb das Gendern ab, pflegen das traditionelle Familienbild vom Vater, der auch Vater hei&amp;szlig;t, und der Mutter, die auch Mutter hei&amp;szlig;t &amp;ndash; im Einklang mit der Mehrheit der Menschen. Gerade das in der Biografie von ihr geschilderte Familienleben von Meloni zeigt, dass Familie nicht automatisch Idylle bedeutet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Ein lesenswertes und auch spannendes Buch, die &amp;Uuml;berschriften wie skandierte Ohrw&amp;uuml;rmer, urspr&amp;uuml;nglich ironisch gemeint, dann aber zu einem Manifest ihrer Identit&amp;auml;t geworden. Ich bin Giorgia, Ich bin eine Frau, Ich bin eine Mutter, Ich bin rechts, Ich bin Christin, Ich bin eine Italienerin. Wie Paukenschl&amp;auml;ge, und eines ist mal klar, schreibt die &lt;i&gt;Weltwoche&lt;/i&gt;: &lt;i&gt;So unverbl&amp;uuml;mt, ja stolz, ist die rechte Gegenkultur lange nicht gefeiert worden. Dieses Buch atmet Freiheit in alle Richtungen, es zitiert Tolkien ebenso wie Ernst J&amp;uuml;nger oder den gel&amp;auml;uterten Pier Paolo Pasolini.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der politischen F&amp;uuml;hrungsfigur, auf die die Augen vieler gerichtet sind, in Italien und nicht nur da, hei&amp;szlig;t es im Verlagstext. Zuerst strauchelte ich, ob sich der Kauf lohnt. Sollte ein Christdemokrat das lesen? Er muss es tun!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;Meloni rechtsextrem? Ich meine: Rechts Ja, extrem nein. Ein bisschen erinnert mich die Auseinandersetzung von Meloni mit der Linken an den Wahlslogan der CDU&amp;#160; 1972 bei der baden-w&amp;uuml;rttembergischen Landtagswahl unter Hans Filbinger: &lt;i&gt;Freiheit statt Sozialismus&lt;/i&gt;. Da war die Zeit, als eine CDU noch absolute Mehrheiten einfuhr. (b&amp;auml;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p style=&quot;margin-bottom:11px&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height:115%&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-family:Aptos,sans-serif&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Giorgia Meloni: Ich bin Giorgia - Meine Wurzeln, meine Vorstellungen. &lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;Gebunden mit Schutzumschlag. 383 Seiten. 13,5 x 21,5 cm. Europaverlag. 26,00 Euro. ISBN&amp;#160;978-3-95890-654-9&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/5573f4fb14cc4bb2bcdd785dbaa225b3&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Sat, 27 Dec 2025 16:08:00 +0100</pubDate>
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    <title>Weimar - Die unglaubliche Karriere eines Provinzstädtchens</title>
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    <author>nospam@example.com (Günter Bächle)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Hesse-Weimar-Buch.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5179 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Hesse-Weimar-Buch.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;261&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;177 Jahre auf 283 Seiten, lebendig ge- und beschrieben, spannend, sozusagen mit Goethe, Schiller und anderen Geistesgr&amp;ouml;&amp;szlig;en unterwegs: Helge Hesse l&amp;ouml;st &lt;em&gt;ein deutsches Versprechen&lt;/em&gt; auf seine Weise ein: Der&amp;#160;kleinen deutsche Kulturhauptstadt Weimar&amp;#160; und ihrer so reichen Geschichte sp&amp;uuml;rt der Autor nach. Weimar 1756 bis 1933.&amp;#160; Da war etwas los im fast winzigen (Gro&amp;szlig;-)F&amp;uuml;rstentum. Die unglaubliche Karriere eines Provinzst&amp;auml;dtchens &lt;a href=&quot;https://www.reclam.de/produktdetail/ein-deutsches-versprechen-weimar-1756-1933-die-bedeutung-weimars-fuer-die-weltweite-kunst-und-kultur-9783150114360&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dieses Buch beleuchtet das kulturelle Erbe Weimars&lt;/a&gt; und vermittelt anschaulich die Bedeutung dieser Stadt f&amp;uuml;r die deutsche Kunst und Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Denn 1756 begann Herzogin Anna Amalia in der kleinen Stadt Weimar, Politik und Kultur zu verbinden. Goethe und Schiller schufen dort Meilensteine der Literatur&amp;#160;und des Denkens. Franz Liszt gab der Musik wichtige Erneuerungsimpulse, Harry Graf Kessler sowie Henry van de Velde brachten die moderne Kunst und Architektur voran. &amp;#160;In Weimar entstand die Verfassung der ersten deutschen Republik. Und Walter Gropius gr&amp;uuml;ndete das Bauhaus, das alle Gebiete der Gestaltung bis heute beeinflusst. Helge Hesse begleitet die pr&amp;auml;genden Pers&amp;ouml;nlichkeiten jener Epoche, in der Weimar ein Ort deutscher Versprechen f&amp;uuml;r eine bessere Welt war &amp;ndash; bis 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Eine mitrei&amp;szlig;ende Lekt&amp;uuml;re, die &amp;uuml;ber blo&amp;szlig;e Geschichte hinausgeht.&amp;#160;Helge Hesse, geboren 1963, studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften. Er verfasste zahlreiche erfolgreiche Sachb&amp;uuml;cher zu kulturellen, historischen und philosophischen Themen. Hesse lebt als freier Autor und Publizist in D&amp;uuml;sseldorf. F&amp;uuml;r sein Buch &lt;em&gt;Die Welt neu beginnen&lt;/em&gt;&amp;#160;erhielt er 2021 den Bayerischen Buchpreis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Helge Hesse: Ein deutsches Versprechen, Weimar 1756-1933.&amp;#160;&amp;#160;&lt;/strong&gt;283 Seiten. Reclam. 2023. ISBN:&amp;#160;978-3-15-011436-0&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Weimar_Denkmal_Schiller_Goethe.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5174 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;300&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Weimar_Denkmal_Schiller_Goethe.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p&gt;Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Nationaltheater&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 300px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Haus-hohe-Pappeln-Weimar-de-Velde.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5178 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Haus-hohe-Pappeln-Weimar-de-Velde.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Haus an den hohen Pappeln - van de Velde und seiner Familie Domizil
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 400px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Weimar_Haus_an_den_Pappeln.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5175 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;300&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Weimar_Haus_an_den_Pappeln.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;400&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;
&lt;p&gt;Ungew&amp;ouml;hnliche Architektur - Haus an den hohen Pappeln&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 300px&quot;&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a  class=&quot;serendipity_image_link&quot;  rel=&quot;lightbox[]&quot; href=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Russischer-Hof-Weimar.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:5176 --&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; height=&quot;400&quot; loading=&quot;lazy&quot; src=&quot;https://www.guenter-baechle.de/blog/uploads/Russischer-Hof-Weimar.serendipityThumb.jpg&quot; width=&quot;300&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auch K&amp;uuml;nstler-Treff: das Hotel Russischer Hof (Fotos: G&amp;uuml;nter B&amp;auml;chle)&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/42ae10baeea5466e86d4d35dee514215&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 09:22:00 +0100</pubDate>
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