Ein See, der wieder See werden muss

Bei konkreten Anliegen vor Ort möchte ich weiterhin Unterstützung geben, sagt der Bundestagsabgeordnete des Enzkreises, Gunther Krichbaum, und nennt dabei als Beispiel den Bau eines Brunnens am Wullesee, um künftig zu verhindern, dass der See in Dürrmenz im Sommer austrocknet. Jetzt informiert sich der CDU-Politiker wieder einmal vor Ort über den Stand des Projektes des Angelsportvereins Mühlacker. Sein Ziel sei, das schon weit gediehene, aber noch nicht fertige Vorhaben erfolgreich abzuschließen: Dafür engagiere ich mich nochmals. Gunther Krichbaum will sich auch um weitere finanzielle Hilfen für den Angelsportverein Mühlacker kümmern. Dessen Ehrenvorsitzender Hermann Fasching schildert auf der Terrasse des Vereinsheimes mit einem Blick zum Wullesee die immer noch unbefriedigende Lage. Mit dabei sind auch Bürgermeister Winfried Abicht, ich als Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, Kreisrat Dr. Peter Napiwotzky als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und Johannes Bächle, jüngstes Mitglied des Mühlacker Gemeinderats.

 

Lokaltermin am Wullesee (im Hintergrund). Von rechts Kreisrat Dr. Peter Napiwotzky, Fraktionsvorsitzender Günter Bächle, Ehrenvorsitzender Hermann Fasching, Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum, Bürgermeister Winfried Abicht und Stadtrat Johannes Bächle.

Im Juli 2019 wurde mit der Bohrung eines Brunnens begonnen. Schon kurz danach machte Krichbaum eine Stippvisite bei der Baustelle nahe Dürrmenz.

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Karl-Adolf Deubler: Lienzinger einst Präsident des VfB Stuttgart

Auf Spurensuche. Ein Lienzinger als Präsident des Vereins für Bewegungsspiele (VfB) Stuttgart? Den gab es tatsächlich:  Karl-Adolf Deubler (1888 – 1961). Sein Name steht auf dem vierten Platz der Liste von 16 Männern, von denen jeder einmal die Nummer eins des jetzigen Fußball-Erstligisten war (oder wie Claus Vogt derzeit noch ist).

In Lienzingen geboren, in Köln gestorben: Karl-Adolf Deubler. Auf dieser Lebensstrecke lag Stuttgart und in dieser Stadt der VfB, dessen vierter Präsident nach 1912 er war (Foto: VfB Stuttgart)

Der promovierte Jurist Deubler stand von 1923 bis 1931 an der Spitze des 1912 aus der Fusion zweier Cannstatter Vereine hervorgegangenen VfB 1893 e. V.:  Aus dem Fußballverein Stuttgart, 1893 gegründet, und aus dem Kronenklub, zu dem sich 1897 ehemalige Mitglieder des Cannstatter Fußballclubs zusammenfanden.

Mit seiner achtjährigen Amtszeit liegt der gebürtige Lienzinger in der 109-jährigen VfB-Geschichte auf Rang 3, den er mit Erwin Staudt (2003-2011) teilt, vor ihnen nur Gerhard Mayer-Vorfelder (1975 bis 2000) und Fritz Walter (1944 bis 1968). In den 1920ern, und damit in Deublers Amtszeit, stieg die Mitgliederzahl schnell über 1000 – vor allem Jugendliche waren im Verein aktiv.

Spurensuche nach Deublers in Lienzingen, im Stadtarchiv Mühlacker sowie in den Ortsbüchern, erschienen 1970 (Friedrich Wißmann, Walter-Verlag) und 2016 (Konrad Dussel, Verlag Regionalkultur). Karl-Adolf Deubler erblickte am 26. Februar 1888 in Lienzingen das Licht der Welt. Aus dem im Stadtarchiv Mühlacker aufbewahrten Familienregister Lienzingen Band 1, Blatt 74 geht hervor, dass Karl-Adolf Deublers Eltern der Landwirt und Metzger Christian Jakob Deubler (geboren am 1. November 1857 in Lienzingen) und Julie, geborene Zaiser (geboren am 19. Dezember 1865 in Schwieberdingen) waren. Sie heirateten am 11. Juni 1887 in Schwieberdingen. Karl-Adolf, der Erstgeborene, hatte mit Karl Gustav, Karl, Anna Maria und Elsa vier Geschwister, von denen Bruder Karl Gustav (geboren 20. März 1891 in Lienzingen) im Alter von fünf Monaten an Brechruhr starb. Die Jüngste – Elsa – kam am 8. Oktober 1897 in Lienzingen zur Welt. Die Familie zog 1904 nach Stuttgart.

Der im Fundus des Hauptstaatsarchivs Stuttgart liegende Personalbogen Nummer 8195 des Soldaten und Offiziers Karl-Adolf (Adolf als Rufname) Deubler listet ergänzend die Schul- und Studienstationen in der Rubrik Erziehung auf: Elementarschule Lienzingen, Realschule Dürrmenz, 1906 Abitur an der Oberrealschule Stuttgart, Nachreifeprüfung am Oberrealgymnasium Tübingen, Jura-Studium in Tübingen und Leipzig, erstes juristisches Staatsexamen, Gerichtsreferendar, Promotion, schließlich Anwalt.

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Herzenssache: Unstrukturiert und doch ganz schön mit gewachsenen Strukturen

Jetzt durften sich die Lienzinger, die sich für die Anti-Corona-Impfterminaktion für die Ü80 sowohl beim Terminieren als auch beim Fahren engagierten, über ein kleines Präsent an Backwaren zum Kaffee freuen. Ein herzliches Dankeschön an die Lienzinger Senioren, denen wir Impftermine und teilweise auch einen Fahrdienst vermitteln konnten, für die Spenden, die wir Organisatoren des Seniorenclubs, des Arbeitskreises Herzenssache Lienzingen und HELLO e.V. Lomersheim erhalten haben.

Ein herzliches Dankeschön für die Helfer der Impfterminaktion aus Lienzingen

Alles begann mit einer Mail des HELLO-Vorsitzenden Georg Henle unter anderem an Herzenssache Lienzingen, das im Handumdrehen nicht alltägliche Aktivitäten auslöste. Natürlich würden die Lienzinger sich daran beteiligen, Impftermine für die über 80-Jährigen zu vereinbaren und ihnen damit eine große Hürde wegzuräumen. Eine ähnliche Nachricht schrieben Aktive des Bürgertreffs alte Schreinerei in Mühlhausen. Daraus entstand über Nacht eine Hilfsaktion, die zeigt, wie ausgeprägt das Wir-Gefühl in den einzelnen Stadtteilen ist.

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Hello, Herzenssache: Bürger präsentieren ihre Zukunftsprojekte

Tee für alle, die eines der Bürgerprojekte vorgestellt haben

Der Name hört sich zwar schrecklich fachchinesisch an, doch in der Sache taugt das, was er bezeichnen will, als Anstoß für lokale Mitmach-Aktionen: Das integrierte kommunale Managementverfahren „Familienfreundliche, bürgeraktive & demografiesensible Kommune“. Ein Landesprojekt, gemeinsam von FaFo (Familienforschung) Baden-Württemberg sowie dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) auf den Markt der Möglichkeiten gebracht, 2016/17 von der Stadt Mühlacker genutzt. Klar ist: Die Sache klappte. Das zeigte sich heute bei der Bürgerprojektbörse der Stadt.Flyer-Buergerprojektboerse.pdf

Managementverfahren: Umgesetzt in sieben Zukunftswerkstätten in allen Stadtteilen, in Dürrmenz und der Kernstadt Ende 2016/Anfang 2017. Manchen Leuten war das seinerzeit ein ganzer Samstag wert. Es waren unterschiedlich stark nachgefragte, moderierte Workshops mit dem ausdrücklichen Wunsch, auch das Undenkbare denkbar zu machen und möglichst über den Tag hinaus am Ball zu bleiben. Also bürgerschaftliches Engagement zu zeigen. Das oberste Ziel kristallisierte sich allen Ortes schnell heraus, ähnelte sich zudem:  Treffpunkte zu schaffen, um die Kommunikation zu stärken. Kurzum: mehr miteinander zu schwätzen und gemeinsam zuzupacken, dafür einen auch räumlichen Rahmen zu schaffen. Und der Gemeinderat lockte mit finanzieller Hilfestellung, stellte in zwei Haushaltsjahren je 100.000 Euro bereit.  Seit April 2018 gibt es Fördersteckbriefe für Stadtteil-Treffpunkte und Bürgerprojekte zur Umsetzung aus den Zukunftswerkstätten, im Dezember 2019 leicht verändert.

Erfolgsgaranten und Nichterreichtes

Aktive Zukunftsgestaltung: Was sich seit 2017 daraus entwickelte, zeigte sich eindrucksvoll heute im Saal der Musikschule Gutmann bei einer Ideenbörse, gleichzeitig Forum für einen Erfahrungsaustausch. Der Einlader: die Stadtverwaltung, die als Folge daraus einen Leitfaden veröffentlichen will. Vorgestellt wurden Bürgerprojekte, die so vielfältig sind wie unsere Stadtteile. Sie pflegen das Wir-Gefühl.

Doch ein weißer Fleck blieb bis jetzt auf dem Stadtplan. Denn leider entwickelte sich kein einziges  Projekt in Dürrmenz oder in der Kernstadt, dort fiel auch die Beteiligung an den Zukunftswerkstätten, gemessen an der Einwohnerzahl, geringer aus. Möglicherweise zündete es bei dem/der einen oder anderen aus Kern-Mühlacker, wo einige interessierte Zuhörer wohnen, die sich heute die Präsentationen anschauten und Lust auf mehr bekamen.

Die Initiativen sollten sich näher kennenlernen, sich über Fördermöglichkeiten informieren, neue Anregungen für eigene Projekte holen und mögliche Projektpartner finden.

Nur die  Initiatoren des Projekts in Enzberg - Spielgeräte auf dem Rathausplatz - hatten keinen Beitrag zum Programm angemeldet, dafür alle anderen - Lomersheim, Mühlhausen und Großglattbach, Lienzingen gar zweimal: mit der Herzenssache sowie mit dem Bierkeller- und Kulturverein e.V., dessen Gründung sich aus Treffen der Herzenssache entwickelte. Auch ein positiver Nebeneffekt. Etwa 50 Zuhörer, darunter OB Frank Schneider und vier Stadträte (davon zwei Projektbeteiligte),  hörten zweieinhalb Stunden lang interessante Berichte, daneben bestand die Möglichkeit zu Gesprächen bei Sprudel, Limo und belegten Wecken.

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Hallen-Stadtpokal oder Am Ende ein Fußball-Krimi

Da herrschte Leben in der Enztalsporthalle: Die aktiven Fußball-Mannschaften aus Mühlacker und Ötisheim lieferten sich heute schöne Duelle beim Hallen-Stadtpokal. Doch das Endspiel hatte es erst recht in sich: Ein emotionsgeladener Fußball-Krimi zwischen dem Vorjahressieger FC Anadolu Mühlacker und dem Vorjahres-Zweiten TSV Phönix Lomersheim. Nach der regulären Spielzeit stand es Unentschieden, nach einer Fünf-Minuten-Verlängerung wieder, doch dann brachte das Elfmeterschiessen die Entscheidung: TSV Phönix Lomersheim lag mit einem erfolgreichen Schuss vorne, Anadolu musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.
Da gleichzeitig im Mühlehof das Neujahrskonzert mit der Ansprache des OB auf dem Programm stand, überreichte ich als Stadtrat und ehrenamtlicher Stellvertreter des OB in der Enztalsporthalle die Pokale an die teilnehmenden Mannschaften. Zum Trost für alle, die nach diesem Turnier nicht die Nummer eins waren: Im Fußball gibt es die Möglichkeit zur Revanche schneller als in der Politik. Die schönste Nebensache der Welt ist oft auch die spannendste. Das macht das Rennen nach dem Ball so schön. Für unsere Stadt - entstanden aus Mühlacker und fünf einstmals selbstständigen Gemeinden rundum - bringen solche gemeinsamen Turniere zusätzliches Gemeinschafts- und Wir-Gefühl. Überhaupt leistet Fußball praktische Integrationsarbeit. Auch was unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund - wie das inzwischen so schön heißt - angeht. Anadolu richtete heute erstmals dieses Turnier aus.

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