Auf Persönlicher-Eindruck-wirkt-schwerer-Tour

Windräder I:

Bäume im Straubenhardter Wald umwelt- und nicht windradgeschädigt

Mein Kreistagskollege Professor Dr. Erik Schweickert und ich sind sich in puncto Windkraft-Anlagen in unserer Region des Öfteren nicht einig. Doch in einem stimmen wir voll überein: Forst-BW, ein Tochterunternehmen des Landes Baden-Württemberg, muss die Vermarktung von Staatswaldflächen für Windenergie außerhalb der von den Regionalverbänden ausgewiesenen Vorranggebiete umgehend stoppen. Im Enzkreis betrifft dies auch eine Fläche südlich und südwestlich von Mühlacker, die seitens der staatlichen Forstverwaltung Forst BW bereits im Jahr 2022 ausgeschrieben wurden.

Von bis zu 13 Anlagen war die Rede, die im Plattenwald über Dürrmenz und Lomersheim hätten entstehen können; bis der Regionalverband Nordschwarzwald – was manche auf der Platte gerne ausblenden - die Flächen mit Rücksicht auf die FFH-Gebiete, wo gemäß der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie Tiere und Pflanzen besonderen Schutz genießen, aus dem Teilregionalplan Windkraft strich. Im Nachgang hatte die Forstbehörde des Landes ausdrücklich erklärt, auf die Regionalplanung Rücksicht zu nehmen. Auch wenn das Windparkprojekt im Plattenwald vom Betreiber VSB Deutschland wegen der fehlenden planungsrechtlichen Grundlage derzeit nicht weiterverfolgt wird, muss die Behörde Forst-BW das Thema endgültig zu den Akten legen.

Windräder II
Laut  Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker vom 15. April 2026) wollen die Gemeinden Eberdingen und Wiernsheim gemeinsam eine schriftliche Demarche auf den Weg nach Stuttgart bringen, um doch noch das Vorranggebiet Windkraft WE 11 auszuhebeln. Auf vier Seiten fassen sie ihre Bedenken gegen diese Fläche im Wald an der Grenze zwischen Großglattbach und Serres zusammen - wohltuend: gänzlich ohne Schärfe.

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Wie bisher schon die Schillerschule: Hartfeldschule und UvD-Schule in den Ganztagesbetrieb

Lembergschule in Nagold als Vorbild - eine Grundschule im Ganztagesbetrieb. Die Stadtverwaltung Mühlacker informierte heute über deren Arbeitsweise und Konzept

Mühlacker soll drei Ganztages-Grundschulen bekommen, damit zwei mehr als bisher – neben der Schillerschule (bisher schon), beide  neue die Hartfeldschule und die Ulrich-von-Dürrmenz-Schule. Damit will sie den Rechtsanspruch auf einen Ganztagesplatz erfüllen. Darauf verständigte sich der Gemeinderat heute in einer rund sechsstündigen Klausursitzung in der neuen Feuerwache am Senderhang. Zwar tagten wir, wie es so schön heißt, hinunter verschlossenen Türen. Doch über die Ergebnisse informierte  die Stadtverwaltung auch heute noch die Öffentlichkeit via Pressemitteilung, auf die ich mich hier stütze.

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Für 8500 Gulden eine Stadt, ein Kloster, zwei Schlösser und mehr als eine Handvoll Dörfer gekauft - Schnäppchen für die Herren von Enzberg

Die Freiherren von Enzberg verabschiedeten sich vor mehr als 600 Jahren von Enzberg - die Familie lebt seitdem an der oberen Donau. Eine Familienhistorie als Geschichten mit Geschichte, gebunden. Macht was her, auch optisch: In Mühlacker und Enzberg aber eher unberkannt. Dabei kam der Band schon vor 17 Jahren auf den Buchmarkt. 272 Seiten nicht nur für Lokalpatrioten. Lesenswert schon der Einstiegstext von Konradin Huber, Chef des Enzkreis-Archivs,  über die Ritterfamilie von niedrigem Adel:  Aufstieg und Niedergang in Konkurrenz zur Reichsabtei Maulbronn.

 Die Herren von Enzberg verstrickten sich als Schutzherren des Klosters Maulbronn ganz ordentlich. Dann brannte auch noch ihr Familienheim, ihre Burg hoch über der Enz, ab. Das Geschäftsmodell als Raubritter brachte nicht mehr die erhofften Erträge. Nichts hielt die Angehörigen des niedrigen Landadels in ihrem angestammten Gebiet.

Als die Ritter von Weitingen Abnehmer für ihre Güter suchten, griffen zwei Vettern zu: Friedrich VI. und Engelhard von Enzberg kauften die Herrschaft Mühlheim von ihren Neffen Konrad und Volz von Weitingen ab, der mit Beatrix von Enzberg verheiratet war. Laut einer Urkunde vom 23. September 1409 erwarben sie die Herrschaft Mühlheim an der Donau, die Burg Bronnen, die Vogtei über sechs Ortschaften, sowie Königsheim, Böttingen, Mahlstetten, Stetten, Kloster Beuron, Nettingen und einen Teil von Worndorf für 8500 Gulden. Damit wurde Mühlheim über Jahrhunderte hinweg zum Zentrum der Familiengeschichte und politischen Einflussnahme der Enzberger.

Die Herren von Enzberg verlagerten somit ihren Herrschaftsmittelpunkt von ihrem alten Stammsitz an der Enz an die obere Donau in ein Konglomerat verschiedener Besitzgruppen, die untereinander nur lose verbunden waren. Dies wird in dem Beitrag Die Herrschaft Mühlheim von 1409 bis zum Ende des Alten Rechts von Karl Augustin Frech ausführlich beschrieben. Dieser Beitrag ist Teil eines Sammelbandes, der 2009 vom Geschichtsverein, Landkreis Tuttlingen und Kreisarchiv Tuttlingen herausgegeben wurde. Das adelige Haus Enzberg blickte dabei auf 600 Jahre Tradition in Mühlheim und der Region um Tuttlingen zurück.

Namhafte Autoren – darunter Landeshistoriker, Archivare und Kunsthistoriker – behandeln verschiedene Facetten der Geschichte des Adelshauses und der Herrschaft Enzberg. Der Sammelband bietet Einblicke in die Herrschaftsgeschichte, Familienhistorie, Beziehungen des Hauses Enzberg zur Hegau-Ritterschaft sowie zu den Städten Rottweil und Mühlheim. Auch neueste Erkenntnisse zur Architektur und Geschichte der enzbergischen Schlösser in Mühlheim sowie zur Geschichte des Familienarchivs sind enthalten.

Zudem werden die Beziehungen des Hauses zu Institutionen wie der Hegau-Ritterschaft, zur freien Reichsstadt Rottweil und zu umliegenden Adelsfamilien beleuchtet. Neue Erkenntnisse zur Architektur und Geschichte der enzbergischen Schlösser in Mühlheim finden sich in dem Buch.

Das Familienarchiv der Enzberger wird als exzellent dargestellt und es wird die wechselvolle Geschichte dieses archivierten Quellen- und Dokumentbestandes beleuchtet. Dieser wurde unter anderem im 20. Jahrhundert vom NS-Regime konfisziert und später zurückgegeben.

Zum Abschluss werden Texte präsentiert, die über die Stellung eines alten Adelsgeschlechts an der Schwelle zum 21. Jahrhundert nachdenken. Heinrich von Enzberg beispielsweise war nach dem Zweiten Weltkrieg Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Mühlheim. Nikolaus Freiherr von Enzberg, Jurist, amtierte 20 Jahre lang als Landrat des Landkreises Rottweil.

Der wissenschaftliche Sammelband bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Hauses Enzberg aus verschiedenen Perspektiven, darunter politische, soziale, kunst- und baugeschichtliche Aspekte sowie regionalhistorische Forschung. Er beleuchtet die Bedeutung dieses alten schwäbischen Adelsgeschlechts und seiner Herrschaft im oberen Donautal über sechs Jahrhunderte.

Der Band ist auch 17 Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage noch beim Verlag erhältlich. (bä)

600 Jahre Haus Enzberg im Raum Mühlheim/Tuttlingen 1409-2009. Jan Thorbecke Verlag.  Hardcover, etwa 100 zum Teil farbige Abbildungen, 272 Seiten, 17 auf 24 Zentimeter. ISBN: 978-3-7995-0841-4. 24,90 Euro.

   

Der Zehnte: Stephan Retter - jetzt vereidigt und verpflichtet als Mühlacker OB

Der neue OB - Meine Rede als Erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters, zur Verpflichtung und Vereidigung von Stephan Retter als Oberbürgermeister der Stadt in der Gemeinderatssitzung am 13. Januar 2026

Keine Angst, meine Damen und Herrn, Sie sind nicht im falschen Film –

Auch wenn ich nun bitte:

Film ab (kurzer Film von der Bauarbeiten am Sender in Mühlacker 1930)

Das Anlegen der Amtskette will gelernt sein (Fotos: Sascha Werner)

Am Anfang war der Sender, ohne ihn gäbe es womöglich kein Stadtrecht für Mühlacker und somit auch keinen Oberbürgermeister. Irgendwie hängt alles zusammen. Entflechten wir:

So wie die Vaihinger das Jahr einteilen in vor und in nach dem Maientag, so kann Mühlacker, der alte Rivale im mittleren Enztal, zeitrechnungsmäßig durchaus mithalten.

Die Mühlacker Zeitrechnung beginnt jedoch weitaus später als die Vaihinger, nämlich im Jahr 1930. Eben mit dem Bau des Großsenders Mühlacker. Und deshalb darf sich Mühlacker - auch auf den Ortsschildern - Senderstadt nennen. Hoffentlich immer mit Sender.

Sie wissen es sicherlich, und wenn Sie es noch nicht wissen, sei es Ihnen gesagt:

Nach dem Bau des ersten Großsenders Mühlacker im Jahr 1930 bekam die Landgemeinde Dürrmenz-Mühlacker - im Oberamt Maulbronn gelegen - durch Entscheidung des Staatsministeriums die Eigenschaft einer Stadt verliehen - unter Kürzung ihres Doppelnamens in Mühlacker. So steht es geschrieben in einem Fünf-Zeiler auf der Titelseite der Ausgabe vom 20. November 1930 des Staatsanzeigers für Württemberg.

Die (Ober-)Bürgermeister Galerie (Zusammengestellt und gestaltet Stadtverwaltung Mühlacker, Stadtarchiv und Bürgermeister Armin Dauner)

Mühlacker, die heutige Kernstadt, zählte vor nun 96 Jahren zirka 6000 Einwohner, heute sind es etwa 15.500, gesamtstädtisch deutlich mehr als 26.000. Und die haben einen neuen Chef im Rathaus. Streng genommen ist die Vereidigung und Verpflichtung eines Bürgermeisters nur ein kurzer formaler Akt – Gelöbnis und Handschlag. Doch ein OB-Wechsel nach 16 Jahren ist mehr als eine Formsache, sie ist Wegmarke in der Geschichte einer Kommune – sie hat Aufmerksamkeit und Einordnung verdient. Was war, was wird?

Das Video über Rundfunk Mühlacker soll hinführen auf diese Mühlacker Zeitrechnung:

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Auf Sparkurs bringen

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat von Mühlacker kurz vor Weihnachten den Haushaltsplan für 2026.

Schon der legendäre Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel wies auf den Unterschied hin:  Sparen heißt, Geld, das man hat, nicht auszugeben. Bei uns geht es aber darum, Geld, das wir nicht haben, nicht auszugeben, und das nennt man Realismus. Der Gemeinderat von Mühlacker ist also realistisch eingestellt.

Wir tun beides nicht. Dies belegen die Entscheidungen über die Fraktionsanträge zum Haushaltsplan 2026 – wir geben 700.000 Euro zusätzlich zu den Positionen der Stadtverwaltung aus. Um ein Haar wäre es rund eine Million Euro geworden. Nichts gestrichen, nur die Ausgaben erhöht, und das trotz unerwartet kritischer Finanzlage. Die Folge: 10 Millionen Euro neuer Kredite. Das sind nach Abzug der 2026 fällig werden Tilgungen von 1,87 Millionen Euro netto 8,12 Millionen Euro, um den unser Schuldenberg nächstes Jahr wächst auf 40,5 Millionen Euro, was 1513 Euro pro Einwohner entspricht.   Wahrlich kein Meisterstück, wobei ich niemanden ausnehme.

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16 Jahre OB - eine Bilanz

Auf der Bühne mit den Aktiven des Musikvereines Enzberg. (Fotos: Stadt Mühlacker, Philipp Schad)

16 Jahre Oberbürgermeister Frank Schneider. Eine Ära geht zu Ende, in der Mühlackers Gesicht sich sichtbar verändert hat – und zwar positiv.

Dafür stehen zunächst, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Familie Schneider, meine Damen und Herrn jedweder Ehre

drei Beispiele:

Die Gartenschau 2015 mit der Renaturierung der Enz: Die ganze Stadt ist mit Herzblut dabei, an der Spitze ihr OB. Die Gartenschau gelingt rundum, Mühlacker ist zurecht stolz, Aufbruchstimmung herrscht. Ein Meisterstück! Von den Daueranlagen in den Enzgärten profitieren noch Generationen. Nachhaltigkeit zählt. Gartenschau-Feeling bleibt. Dass das alles knapp zehn Millionen Euro kostete, war (fast) vergessen. Die Gartenschau, das war sein und der ganzen Bürgerschaft Erfolg.

Genauso wie das zweite Jahrhundert-Projekt: Das neue Stadtquartier Ziegelhöhe – Wohnraum, auch öffentlich geförderter, für 1400 Menschen, dazu Einkaufsmärkte, die Mühlackers Stellung als Einkaufsstadt stärken. Meisterlich – auf dem Gelände der früheren Ziegelwerke Mühlacker. Sozusagen auf leisen Sohlen brachte unser OB mit der Hofkammer des Hauses Württemberg den richtigen, landsmannschaftlich passenden, soliden und vor allem solventen Investor nach Mühlacker, zuvor geschickt vermeidend, dass die Fläche europaweit ausgeschrieben werden muss.  Nicht allein für Letzteres sind wir ihm noch ungemein dankbar.

Das dritte Beispiel: Die Ortskerne von Dürrmenz, Mühlhausen, Lienzingen und Lomersheim sind wieder vital geworden. Sanierungsgebiete – ein Erfolgsrezept von Stadt und Land. Sie stärken die Wohn-, Aufenthalts- und Freizeitqualität unserer gewachsenen Zentren, stärken somit auch das Wir-Gefühl. Denken Sie daran, wie das frühere Kanne-Areal in Dürrmenz umgestaltet wurde zum Wohn-Quartier. Oder schauen wir nach Lienzingen zu dem bei der Kelter entstandenen Dorfplatz als neuem und auch angenommenen Treffpunkt der Menschen.  Oder verharren wir auf dem früheren Keefer-Gelände in der Innenstadt mit seinem durch den Abbruch des Gebäudes möglich gewordenen Freizeit-Areal für Jung und Alt.

Doch auch das Bewahrende gehört zur Ära Schneider (nein! Ich meine nicht die Verkehrsregelung in der Bahnhofstraße!), sondern diese beiden Beispiele:

  • Lienzingen erhielt die Zusatzbezeichnung Etterdorf, der gut erhaltene mittelalterliche Ortskern wurde gänzlich unter Schutz gestellt – das wohl erste Dorf im Land mit einem solchen Gütestempel
  • Und – auch das gehört gottseidank dazu – der Sender blieb doch stehen!
  • mittelalterliche Ortskern wurde gänzlich unter Schutz gestellt – das wohl erste Dorf im Land mit einem solchen Gütestempel
  • Und – auch das gehört gottseidank dazu – der Sender blieb nicht nur stehen, Mühlacker heißt nun auch ganz offiziell Senderstadt!

16 Jahre Frank Schneider. Was erwarten die Menschen von einem OB? Zügig, kostengünstig, unkompliziert die Aufgaben zu lösen. Schon vor gut fünfhundert Jahren meinte der italienische Diplomat, Polit-Stratege, Dichter und Philosoph Machiavelli, dass Politiker Probleme bloß aufschieben, sich nicht eifrig genug um eine Lösung kümmern. Ein guter Fürst müsse sich seinen Bürgern verpflichtet fühlen.

Im Jahr 2025 ist das immer noch aktuell: «Gute Regierungsführung besteht nicht in der Verwaltung von Problemen, sondern in ihrer Lösung.» Das sagte die neue demokratische Gouverneurin des US-Bundesstaats New Jersey, Mikie Sherill – und besiegte den Trump-Kandidaten.

Oder, um an die Rede von Bürgermeister Dauner anzuknüpfen, nein, nicht Bruno Pressack oder Bibi Blocksberg war es, sondern Bob, der Baumeister, ebenfalls aus diesem Genre. Bob, der Baumeister ist klug. Der beantwortet sich seine selbst gestellte Frage „Können wir das Schaffen?“ immer lautstark und mit viel Optimismus selbst mit einem entschiedenen und überzeugenden „Ja, wir schaffen das!“   Ach, da fällt mir unsere Alt-Kanzlerin ein – aber das ist eine andere Geschichte.

Frank Schneider, der Gemeinderat und die Verwaltung jedenfalls schafften das.  Drei Zahlen, die die Stadtkämmerei auf meine Bitte hin zusammenstellte, belegen dies: In seiner 16-jährigen Amtszeit wurden

   191.455.036,39 €

Für Investitionen der Stadt ausgegeben,

     21.770.802,57 €

In die Unterhaltung der Grundstücke und bauliche Anlagen gesteckt sowie

     24.153.714,68 €

In die Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens gesteckt, also unter anderem zum Abbau des Sanierungsstaus an Schulen, Kindergärten etc.

 

  • Summa summarum also 237.379.553, 64 Euro allein für Investitionen, Sanierungen und Unterhaltungsarbeiten.

Ist das nichts?

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Heute schöne Stunden im OGV-Himmel

Natürlich bunt - Blumenwiese und Obstplantage des OGV Enzberg

Politik bedeutet für mich, nah bei den Menschen zu sein. Wenn dann auch noch eine traumhafte Kulisse, blauer Himmel, die Sonne in erträglicher Dosierung, nette Leute und hervorragendes Essen dazukommen, lässt es sich gerne verweilen. So erging es mir heute beim Besuch des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Enzberg. In der benachbarten Obstanlage sah man rotbackige Äpfel an den Zweigen reifen, eine Blumenwiese mit ein paar Sonnenblumen, die ihren Namen verdient, und viele fleißige Mitglieder, deren Einsatz unerlässlich ist.

Der OGV (1920 gegründet, aktuell 100 Mitglieder) hat sich positiv entwickelt und dient als Beispiel dafür, wie baurechtliche Entscheidungen eine positive Wirkung für die Gemeinschaft haben können. Ich freue mich immer noch darüber, dass es vor neun Jahren durch meine Initiative und überzeugendes Argumentieren gelang, nach einem Lokaltermin des Gemeinderates die baurechtlichen Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Man muss als Verwaltung nicht auf jedes Detail akribisch achten.

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Auf Sicht fahren, aber nicht den Weitblick verlieren

Gedanken zum Haushaltsplan der Stadt Mühlacker für 2025:

Wir fahren derzeit finanziell auf Sicht. Aber nicht nur die Stadt Mühlacker, sondern viele andere Kommunen in Deutschland auch. Städte und Gemeinden klagen über finanzielle Probleme bei gleichzeitig immer noch vorhandenem Rückstand bei der Aufgabenerfüllung. Wir in Mühlacker taten viel für den Abbau des Sanierungsstaus, doch die To-Do-Liste ist längst nicht abgearbeitet.

Gelungenes Beispiel einer Sanierung: die Wendlerschule in Lomersheim (Foto: Günter Bächle)

Die Sanierung von Wendlerschule und Mehrzweckhalle in Lomersheim kosteten jüngst zusammen an die elf Millionen Euro in kurzer Zeit. Auch Folge stark gestiegener Baupreise. Aber die Halle in Lienzingen, die in Enzberg, ebenfalls die Gemeinschaftsschule und Realschule im Lindach, das Theodor- Heuss-Gymnasium und die UvD-Schule warten schon.

Und zwischendurch wurde auch noch die Sanierung der Halle in Mühlhausen kurz mal kräftig teurer, weil sich in den Fugen Giftstoffe eingenistet hatten.

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Überlassen wir das Jammern doch den anderen

  • Der auf drei Säulen stehende „Konzern Stadt Mühlacker“ stärkt die öffentliche Infrastruktur 2024 mit Investitionen von zusammen rund 48 Millionen Euro
  • Erst in dieser Gesamtschau wird klar, was in Mühlacker läuft. 2024 weitaus mehr als ein Blick in das gelbe Zahlenbuch mit dem Titel „Haushalt der Stadt Mühlacker 2024“ vermuten lässt.

Rätselfrage: Wieviel Millionen investiert 2024 die Stadt Mühlacker ohne den normalen Unterhaltungsaufwand?

Stolze 19,79 Millionen Euro laut erster Kurzinformation der Verwaltung bei der Einbringung des Etatentwurfes Anfang Dezember 2023. Als da vorgesehen sind:  Zuschuss für den Ausbau des Gruppenraums Kindergarten St. Andreas in Dürrmenz, Sanierung der Wendler-Grundschule in Lomersheim, Fahrzeuge für Bauhof und Feuerwehr, Löschwasser-Zisternen, Ortskernsanierungen Mühlhausen, Quartier Enzstraße/Waldenserstraße und Lomersheim, letztere verbunden mit der grundlegenden Sanierung der Mehrzweckhalle Lomersheim, Ausbau und Erneuerung von Gemeindestraßen, Hochwasserschutz, Erwerb von Grundstücken. Von den 19,7 Millionen Euro fließen 3,5 Millionen als Kapitaleinlage an die Stadtwerke Mühlacker GmbH und die Stadtbau GmbH – doch dem geneigten Leser erschließt sich der Zweck auf den ersten Blick nicht.

Macht netto 16,79 Millionen „echter“ städtischer Investitionen, von der Verwaltung zu verschaffen.

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Zaun- und Mauereidechsen sind denn schon mal umgezogen

Was gibt es Neues von den Pferchäckern, Lienzingens künftigem Wohngebiet, Dauerbrenner und Hoffnung potenzieller Bauherren-/-frauen seit 2016 in einem? Steigende Zinsen, steigende Preise – durchs lange Warten zahlen die Bauwilligen drauf. 

Pferchäcker links, Amphibienschutzzaun rechts. Fotos: Günter Bächle

Immerhin, die Reptilien sind schon mal umgezogen. Lässt auf Fortschritte hoffen. Die Stadt hat einen Zaun zum Schutz von Reptilien auf zirka 100 Meter Länge entlang des Schützinger Weges auf Höhe des zukünftigen Baugebietes aufstellen lassen, der auch nach mehr als acht Wochen noch vorhanden und mindestens fünf Jahre lang stehen bleiben wird.

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