Online und live: Quer durch den Enzkreis und die Zeitepochen - Zwei Stunden mit Jeff Klotz auf digitaler Tour

Fotoschau: Jeff Klotz mit einem Foto der Liebfrauenkirche in Lienzingen

Und immer wieder Lienzingen bei der heutigen virtuellen Denkmalfahrt kreuz und quer durch die Zeitepochen und den Enzkreis. Online und live mit dem Publikum auf Reise. Da ist die hübsche Geschichte vom Ablass der Sünden für alle, die im August zu jener, der Gottesmutter Maria geweihten wunderbaren Liebfrauenkirche in Lienzingen pilgerten, eine von den Mönchen des Klosters Maulbronn errichtete Wallfahrtskirche. Wenn heutzutage das Stadtmarketing so etwas anzubieten hätte – Erfolg wäre ihm garantiert. Außergewöhnlich auch die zu den bundesweit 100 schönsten Kirchenburgen zählende Anlage rund um die Lienzinger Dorfkirche mit ihren Gaden, der Brücke und den hohen Mauern. Einmalig gut der  Zustand des mittelalterlichen Ortskerns. Bauteile original aus dem 15. Jahrhundert schmücken einzelne Gebäude. Bei der digitalen Tour wird der Nachtwächter, Restaurant und Hotel in der Knittlinger Straße, zum quasi rhetorischen Haltepunkt. Für den realen Fahrtenleitet vor der Kamera im Bauschlotter Schloss steht fest: Lienzingen ist das schönste Fachwerkdorf im Enzkreis und eine Sensation. Er schreibt gerade an einem Ortsführer über diese Perle des Unterlandes.

Er, das ist Jeff Klotz, mit dem heute 140 Zuschauer auf eine virtuelle Denkmalfahrt gingen.

Virtuelle Denkmalfahrt druch den Enzkreis.mp4 from Jeff Klotz on Vimeo.

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Neubau, Umbau, Umzug? Lienzinger Rathaus-Debatte drehte sich mehr als zehn Jahre im Kreis

Nach der Sanierung: Das Lienzinger Rathaus als Museum (2020, Foto: G. Bächle)

Neubau, Umbau, Umzug? Fast ein Jahrzehnt lang tauchte der Punkt immer wieder auf den Tagesordnungen des Lienzinger Gemeinderats auf. Kontrovers diskutierten seit 1961 die Bürgervertreter die Frage: Wie viel Rathaus braucht die knapp 1600 Einwohner zählende Kommune? Ein klarer Kurs war nicht zu erkennen. Mit Ausnahme bei Richard Allmendinger, Chef der sechsköpfigen Verwaltung des Dorfes. Aber der beklagte schon in der Gemeinderatssitzung am 28. April 1948 unter § 8, Büromöbel für die Kanzlei des Rathauses, gerade fünf Monate im Amt: Die Einrichtung der Rathauskanzlei sei im Gegensatz zu anderen Behördenbüros sehr primitiv und die zweckmäßige Unterbringung der Akten mache oft Schwierigkeiten, was sich auf ein fortschrittliches Arbeiten benachteiligend auswirke.

Die Nürtinger Firma Linder habe angeboten, zwei Reihenschränke zu liefern - eine Art Tauschgeschäft, denn die Hälfte der Kosten bezahlte die Gemeinde in Form von Schnittholz aus Tanne. Mit der Bereitstellung des Holzes wird der Bürgermeister beauftragt, beschlossen die Räte. Preise werden zwar nicht genannt, aber zumindest ein Teil der anderen Hälfte, in Reichsmark zu bezahlen, entnahm die Gemeinde einer Stiftung des Mühlacker Fabrikanten Friedrich Münch (Stadtarchiv Mühlacker, STAM, Li B 323, S. 86). Bald darauf war eine neue Treppe notwendig. Der örtliche Zimmermann Kälber wollte sie für 650 Mark einbauen. Weil aber für das in den ersten Überlegungen als notwendig erachtete Podest der Platz fehlte, legte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 2. Oktober 1950 fest, darauf zu verzichten. Der Schultes solle mit Kälber über eine Reduzierung der Kosten verhandeln (STAM, Li B 324, S. 44).


Lienzinger Geschichte(n) oder: Als Richard Allmendinger noch im Lienzinger Rathaus regierte. Den Verwaltungssitz zu renovieren oder ein neues Domizil für die sechsköpfige Verwaltungsmannschaft zu bauen? Der Gemeinderat widersprach sich bei diesem Thema mit seinen Beschlüssen, wie die Sitzungsprotokolle verraten. Ein Streifzug für diese Blog-Serie


Bürgermeister Richard Allmendinger witterte seine Chance, als zu Beginn des Jahres 1961 der damalige Eigentümer des Wohnhauses zwischen Hauptstraße, Schmiebach und Wetteweg - heute Friedenstraße 26, mit der Bushaltestelle davor - sein Anwesen verkaufen wollte, um für seine wachsende Familie neu und größer zu bauen. So interessierte sich die Gemeinde für den Erwerb.

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Städtischer Weihnachtsbaum erstmals bunt – Lienzinger gegen Eintönigkeit

Buntes im Lichterglanz: Lienzingens Weihnachtsbaum (Fotos: Antonia Bächle)

Auf ihre beliebten Weihnachtsgaden in der historischen Kirchenburg mussten die Lienzinger diesmal zum größten Bedauern verzichten. Und die Christbaumständer-Ausstellung im Museum altes Rathaus bleibt zunächst noch geschlossen. Ganz so wie es die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg fordert. Aber dann wollten sie wenigstens dem von der Stadt auf dem Dorfplatz vor der Kelter aufgestellten Weihnachtsbaum eine besondere, weil bunte Note bescheren. Sozusagen mehr als die sonst übliche Kombination aus Baum und elektrischem Licht. Ein Blickpunkt für die Passanten.

Die Idee entstand bei einem voradventlichen virtuellen Treffen der Herzenssache Lienzingen. Rasch entwickelte sich eine Gemeinschaftsaktion mit Grundschule und Kidsclub, die nicht minder rasch ein Konzept präsentierten: Von den Grundschülern selbst gemachte Kugeln  sollen den Baum schmücken und dabei so leichtgewichtig sein, dass kein Schaden entsteht, wenn sich mal eine Kugel löst und zu Boden geht. Dies garantieren die verwendeten Kunststoffkugeln, jeweils Halbschalen, innen mit buntem Papier beklebt.

Farbtupfer durch Kunststoffkugeln

Angefragt: die Stadtverwaltung. Zum Glück entschärften die vorgesehenen Leichtgewichte an den Zweigen die Haftungsfrage. Ein Bürgermeister und ein Amtsleiter prüften, duchaus angetan, fragten  wegen Details zurück, machten aber dann das Schmücken des Baumes und somit eine Premiere in der Stadt doch möglich. Zuerst plagte sie jedoch die grundsätzliche Frage nach dem Präzedenzfall. Was ist, wenn das auch andere Stadtteile abschauen? Bis jetzt stellt der Bauhof die Weihnachtsbäume immer rechtzeitig vor dem ersten Advent auf, hängt die Lichterketten dran, sorgt für Strom. So auch diesmal in Lienzingen. Ob es Nachahmer gibt? Lassen wir uns doch überraschen und freuen uns über aktive Gruppen.

In der Lienzinger Grundschule gingen nach dem Ja aus Mühlacker die Kinder mit Begeisterung zur Sache, bastelten und bemalten die runden Dinger, in Privatinitiative wurden die Kugeln dann auf Kordeln in eine feste Beziehung zueinander gebracht. Dank der Unterstützung durch die Firma Wiltschek hängen seit vorgestern die Kordeln mit etwa 200 roten Kugeln am Baum. Es entstand ein Schmuckstück als Zeichen der Gemeinsamkeit für alle Lienzinger. Der jüngste Stadtteil Mühlackers – seit 1975 - lenkt mit solch außergewöhnlichen Aktionen inzwischen die Blicke auf sich, gilt als ausgewiesen aktive Ortschaft.

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Die Träume von einem Freibad im Scherbental und andere Lienzinger Geschichten

Das Gemeindebackhaus war im Erdgeschoss des Wohngebäudes Zaisersweiherstraße 3 untergebracht, in dem bis zum Abbruch 2020 - wegen des neuen Dorfplatzes vor der Kelter - ausschließlich noch die Feuerwehr logierte

Ein Freibad für Lienzingen? Wer hätte das gedacht! Solche Pläne entdeckt, wer in den Protokollbüchern des Gemeinderates von Lienzingen blättert. Und staunt gewaltig. Manche(r) mag auch denken, schade, dass daraus nichts geworden ist. Wäre das auch ein Beitrag gewesen zur kommunalen Daseinsvorsorge? Ein  Gemeindebackhaus war dies in früheren Jahren schon. Ebenso die Versorgung der Menschen mit Brennholz, als weder Öl-, Gas-, Elektro- noch Pelletsheizungen üblich waren. In den Aufzeichnungen von Bürgermeister Richard Allmendinger stecken auch hinter kurzen Einträgen in die Protokollbücher manche, seinerzeit brisante Nachrichten. Heute dazu eine kleine Sammlung. Überraschendes,  gelesen in den Niederschriften - schöner amtlicher Begriff - aus dem Lienzinger Rathaus.


Lienzinger Geschichte(n) heute zu seiner, wie es so hübsch heißt, kommunalen Daseinsvorsorge. Der Bürgermeister, der nach Wasser bohren lässt, einen Gemeinderatsbeschluss torpediert und den Gemeindepfleger beim Reisiglos in die Ecke stellt. Kommunale Einrichtungen, wobei das Kapitel Trinkwasserversorgung noch in einem weiteren Beitrag aufbereitet wird - es würde hier den Rahmen sprengen. Dazu in Akten und Ratsprotokollen geblättert (Serie in meinem Blog)


  • Gemeinderat will Schulden als Mitgift für Mühlacker

Vorweg: Aus den Plänen für ein Freibad wurde nichts. Ratsmitglied Fritz Geißler regte den Bau in einer Sitzung im Jahr 1973 an. Das passte in die Bemühungen der Kommune, vor der befürchteten Eingemeindung nach Mühlacker größere Projekte über Darlehen zu finanzieren und die vorhandenen Mittel für den Feldwegebau auszugeben. Hintergrund des Vorschlags: Lienzingen war weitgehend schuldenfrei – auch ein Argument für die Leistungsfähigkeit der Kommune, mit der sie die Forderung nach Selbstständigkeit immer wieder begründete. Wenn Lienzingen schon nach Mühlacker müsse, nehme man wenigstens auch Schulden mit (STAM, LI B 328, S. 283). Das bekräftigten die Bürgervertreter in der Sitzung vom 17. August 1973, als sie meinten, den Bau des geplanten Wasserhochbehälters solle die Kommune mit Krediten bezahlen - jedoch Kosten anderer Projekte wie zum Beispiel ein Freibad oder den Ausbau von Feldwegen mit Eigenmitteln bestreiten. Im Falle der Eingemeindung nach Mühlacker könne man im Bereich von Lienzingen wohl kaum mit weniger dringenden, aber dem Wohl der Allgemeinheit dienenden Einrichtungen rechnen.

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„Unmögliche Geschichte" und die Sicht darauf

"Mühlacker" gleich unter "Straßburg" - seltene Skala mit dem Namen Mühlacker.
Der Deutschen Presseagentur war er immerhin eine längere Meldung wert: der gerettete Mühlacker Sender. Zudem gibt es freundliche Grüße und Glückwünsche aus Sachsen - mit dem Foto eines Körting R110 WL, welcher von 1933 an verkauft wurde. Wer genau hinschaut, entdeckt "Mühlacker" auf der schmalen Skala, gleich unter "Straßburg". Eine Rarität nicht nur für Lokalpatrioten. Und die Radio-Kenner aus dem Freistaat wissen, dass nach der Frequenzumstellung Anfang 1935 nicht mehr  üblich war, Mühlacker auf die Skalen zu schreiben,  sondern Stuttgart. Wolfgang Lill aus Pirna in Sachsen ist Redakteur bei www.radiomuseum.org und verfolgte in meinem Blog die Geschichte des stillgelegten Mittelwellen-Senders Mühlacker: Fällt er oder fällt er nicht? Auf der Internetseite meldete er dann gestern: Sprengung Sendemast Mühlacker verhindert und ergänzte mit meinem Blog-Beitrag zum Meinungsumschwung beim SWR.

Sender Mühlacker bleibt erhalten, titelt Lill in einem weiteren Beitrag und steigt so ein, wie es nur Radio-Kenner tun können: Am 21.November 1930 wurde der erste deutsche Großsender mit einer Sendeleistung von 60KW in Mühlacker in Probebetrieb genommen. Um diese Leistung zu erreichen, mussten nach damaligem Stand der Technik bei dem Telefunken-Sender 18 wassergekühlte 20-KW Röhren der Type RS255 eingesetzt werden. Ein interessanter Beitrag.

Die Nachrichten aus der schwäbischen Senderstadt gab Auftrieb jenen, die den sächsischen Sender retten wollen. Endlich mal eine positive Nachricht.  Diese Meldung mal an den Innenminister, den Landrat und den Bürgermeister geschickt, wäre doch eine echte Nachdenkhilfe, mailte ihm ein Mitstreiter für den Erhalt des Senders Wilsdruff.

Er ist zwar nicht so hoch wie die lange Nadel in Mühlacker, aber zumindest farblich ist er dem ehemaligen MW-Sender des SWR ähnlich. Er soll abgerissen werden. Auch sonst gibt es Ähnlichkeiten: 2019 gründete sich ein  Förderverein " Funkturm Wilsdruff", der sich dafür einsetzt, das noch unter Denkmalschutz stehende Gesamtensemble einschließlich dem aus dem Denkmalschutz  herausgelösten Funkturm zu erhalten. Der Eigentümer die Media Broadcast ist im Besitz einer Zusage des Denkmalschutzamtes des Landkreises "Sächsische Schweiz". - Ja, das kennen wir doch auch...

Inzwischen organisiert sich zunehmend Widerstand gegen diese Entscheidung, nicht nur die Petition mit  4323 Unterschriften sondern auch  nach wenigen Tagen hatte der Verein schon 26 Mitglieder. Es gibt nicht nur eine Konzeption zum Aufbau eines Mittelwellenschülerrundfunks auf der historischen Frequenz 1044 KHz sondern auch weitere Überlegungen.

Der Standort: A4 in Richtung Dresden, das Dreieck Nossen hinter sich lassend oder von Dresden in westlicher Richtung, sieht man unweit der Autobahn schon von Weitem den 153 Meter hohen, rot-weißen Rohrmast, der zum Sender Wilsdruff gehört. Errichtet wurde hier in den Jahren 1952/53 vom Funkwerk Köpenick ein frei durchstimmbarer 250KW MW-Sender des Typs SM4. Nach Aussagen kompetenter Fachleute handelt es sich heute bei diesem Sender um den Einzigen, welcher noch an seinem Originalstandort erhalten ist. 1954 ging er mit dem Programm des Landesstudios Dresden auf 1043KHz in Betrieb.

Doch ihnen fehle die politische Unterstützung, aber auch die des amtlichen Denkmalschutzes, beklagt Wolfgang Lill. So schauen sie etwas neidisch nach Mühlacker und hoffen auf den Erhalt. Nicht anders war es bei uns. Bleiben wir  in Kontakt.

Radiomuseum.org (RMorg) wird von einer Stiftung getragen. Übrigens: Auch eine interessante Adresse für alle, die sich für Radio-Geschichte interessieren, aber auch für Radio-Sammler.

Schnitt!

Jan Büttner ist Verwaltungsdirektor des SWR und als solcher schrieb er jetzt dem Verwaltungsrat der öffentlich-rechtlichen Anstalt über den Verkauf des Mittelwellensenders Mühlacker an fünf Bürger der Stadt um Thomas Knapp. Schön formulierte Spitzen in aller Offenheit:

Im jahrelangen Hin- und Her um die Zukunft des Senderareals in Mühlacker gibt es endlich eine glückliche Wendung. Gestern Abend konnte ich bereits den SWR Verwaltungsrat darüber informieren, dass wir das Gelände mit dem seit acht Jahren nicht mehr genutzten Sendemast nun doch verkaufen werden. Nicht wie ursprünglich einmal angedacht an die Stadt Mühlacker, sondern an eine Gruppe privater Investoren aus Mühlacker. Ein Abriss des Masts kann somit in letzter Minute verhindert werden.

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Gedächtnis Mühlackers logiert im Rathaus-Untergeschoss

Einer von fünf Kartons: der CDU-Fundus

Besuch im Archiv. Erstes Untergeschoss, Rathaus, Mühlacker. Auf dem Weg zum Geschichtsbuch der Stadt. Oder - um ein anderes Bild zu wählen: Das Gedächtnis Mühlackers logiert im Keller. In eher beengten Räumen, mit personeller Minimalbesetzung, teilweise mit ehrenamtlichen Kräften. Manchmal unterschätzt, gelegentlich verkannt, weil Informationen fehlen, welchen Fundus diese kleine kommunale Einrichtung zu bieten hat.  Die Infos auf der städtischen Webseite ist kärglich.

Derzeit sitze ich öfters im Archiv und stöbere für meine Blog-Serie Lienzinger Geschichte(n) in Akten der Verwaltung und Protokollen des Gemeinderats der bis 1975 selbstständigen Gemeinde Lienzingen. Für ein anderes Projekt gab Archivleiterin Marlis Lippik indirekt den Anstoß, weil sie bei jeder Wahl die Parteien und Wählervereinigungen Mühlackers bittet, dem Archiv eine Sammlung  Kandidatenprospekte, andere Flyer und Plakate als zeitgeschichtliche Dokumente zu überlassen. Daraus entwickelte sich, dass vor drei Jahren ein Stoß Aktenordner von  Stadtverband und Gemeinderatsfraktion der CDU Mühlacker ins Archiv wanderte, das auch die Arbeit politischer Parteien auf lokaler Ebene dokumentieren will. Nach der SPD gibt es nun ebenfalls Bestände der örtlichen Christdemokraten, strukturiert gelagert in fünf grauen Kartons.

Von 1956 bis 2004

Jetzt informierten sich Vertreter der Union bei Archivleiterin Marlis Lippik über die Aufarbeitung der Bestände. Sie umfassen die Zeitspanne von 1956 bis 2004. Darunter sind unter anderem Briefe, Wahlprospekte und -ergebnisse, Protokolle, Anfragen an die Verwaltung, aber auch ein Schriftverkehr mit dem damaligen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Lothar Späth, von 1974 zur Gemeindereform oder mit dem Bundestagsabgeordneten Lutz Stavenhagen 1982 wegen Tieffluglärm.

„Wesentliche Teile der kommunalpolitischen Arbeit von Mühlacker Parteien und Fraktionen zu dokumentieren, ist auch Aufgabe des Stadtarchivs“, sagte Lippik, die die erste, von Archivmitarbeiterin Sandra  Schuster gefertigte Inventarliste der CDU-Bestände überreichte. Verbunden war dies mit einer zweistündigen Inforunde: lesen, schauen, hören. über das Gedächtnis der Stadt, das für künftige Generationen in Mühlacker wertvoll ist.

 

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