E-Mobilität im Enzkreis: In Trippelschritten vorwärts

Wie entwickelt sich lokal die Elektromobilität? Seit knapp vier Jahren frage ich in Abständen die jeweiligen Zahlen für den Enzkreis beim Landratsamt ab und blogge darüber. Der Beginn meiner Zeitrechnung ist - wie das so schön heißt - persönliche Betroffenheit, denn seit 2016 fahre ich selbst einen reinen Stromer. Seitdem explodierte im Enzkreis die Zahl der echten E-Mobile um 310 Prozent, bundesweit gar um etwa 500 Prozent. Hört sich zwar gewaltig an, doch es ist weiterhin die Welt der kleinen Zahlen: von 25.502 auf 136.617 bundesweit, im Enzkreis von 149 auf 463. Vorwärts in Trippelschritten.

 

 

Mühlacker ist wieder die Nummer 1, hat von allen 28 Kommunen des Enzkreises die meisten zugelassenen E-Fahrzeuge. Im Sommer 2018 hatte Birkenfeld die Senderstadt vom ersten auf den zweiten Rang verdrängt. Dass Mühlacker nun stärker aufholte, hängt sicherlich mit der Anschaffung von Stromautos durch die Stadt zusammen im Rahmen des staatlichen Zuschussprogrammes "Saubere Luft" für Kommunen mit Umweltzonen.

 

 

Wachstum auf niedrigem Niveau. Geht es mit höheren staatlichen Zuschüssen schneller? Für die verlängerte Förderung stellt der Bund 2,09 Milliarden Euro bereit – der Umweltbonus wird bis Ende 2025 gezahlt oder wenn das Budget aufgebraucht ist. Jetzt erhalten auch junge gebrauchte Elektrofahrzeuge, die weder als Firmenwagen noch als Dienstwagen des Ersterwerbers eine staatliche Förderung bekommen haben, bei der Zweitveräußerung eine Umweltprämie.

Mühlacker: Mit der mobility+ von EnBW

Ladestationen in Mühlacker. Mehrmals schon kritiserte ich im Blog, dass an den drei Schnellladestationen der Stadtwerke Mühlacker nur gegen ein Pauschalbetrag getankt werden kann (sechs beziehungsweise zwölf Euro pro Laden) und nicht nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet wird. Ein Tipp: Mit einer an diesen Stationen einsetzbaren Ladekarte der EnBW lässt sich das umgehen. Denn EnBW mobility+ verlangt pro Kilowattstunde. Mein Test: Sofern weniger als 24,5 kWh getankt werden sollen, lohnt sich die EnBW-Karte. Sofern Batterie und Zeit es zulassen darüber hinaus zu tanken, dann rechnet sich die Zahlung der 12 Euro Pauschale der SWM.

Übrigens hier die Liste der aktuellen Ladestationen in Mühlacker. 2020-01-07_E-Tankstellen_Muehlacker.pdf

Dazu passt diese Meldung: Deutschland braucht mehr Ladesäulen für Elektrofahrzeug. Denn nur mit mehr Elektrofahrzeugen werden wir unser Ziel erreichen, die Verkehrsemissionen bis 2030 deutlich zu verringern. Wie wir das schaffen, erklärt der baupolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Kai Wegner, im Video.

"Wir brauchen mehr Tempo!"

“Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist 2019 deutlich vorangekommen. Dazu haben vor allem kommunale Unternehmen einen erheblichen Beitrag geleistet. Gegenwärtig befinden sich in Deutschland über als 11.500 Ladepunkte in kommunaler Hand. Das sind mehr als die Hälfte der Ladepunkte im Land. Diesen Weg werden und wollen die Stadtwerke fortsetzen und dürfen dabei nicht ausgebremst werden, erklärte der Verband Kommunaler Unternehmen. Der Masterplan Ladeinfrastruktur sei eine gute Grundlage. Klar ist aber auch:  Wir brauchen mehr Tempo! Das bedeutet konkret, das Miet- und Wohneigentumsrecht und das Eichrecht zügig anzupassen, die Förderung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Bereich auszubauen und in den halböffentlichen Bereich zu erweitern.  

Die Forschung will E-Tanken beschleunigen

Immer wieder ein Thema: Die Zeit fürs Aufladen. Kaum langsamer als Tanken: Forscher haben eine Technik entwickelt, die das Laden von Elektroautos rapide beschleunigen könnte. In nur zehn Minuten können Lithium-Ionen-Akkus dadurch genug Strom für bis zu 480 Kilometer Reichweite laden. Möglich wird dies durch ein schnelles, kurzzeitiges Aufheizen der Batterie beim Schnellladen. Dies verhindert die Bildung hemmender Lithiumablagerungen im Akku und erhält so die Leistung, wie die Wissenschaftler berichten.

 

Gründe der Nein-Sager

LeasePlan, ein Spezialist für Autoleasing und Fuhrparkmanagement, hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos das erste Schwerpunktthema „Elektrofahrzeuge und Nachhaltigkeit“ aus seinem jährlichen MobilitätsMonitor veröffentlicht. Ein Detail: Insgesamt 80 Prozent derjenigen, die nicht auf ein Elektroauto umsteigen möchten, gaben den Mangel an öffentlichen Lademöglichkeiten als Begründung an. Die deutschen Befragten hingegen betrachten sowohl die Möglichkeiten für das Laden zuhause (71 Prozent) als auch im öffentlichen Raum (75 Prozent) als unzureichend. Beim Laden am Arbeitsplatz sehen alle Befragten die wenigsten Probleme.

Fünf Elektroautos im ADAC-Test: Wie schnell ist Schnellladen wirklich?

VW: Autonome Stromroboter

Keineswegs am Ende der Entwicklung bei den E-Tankstellen - die Entwicklung ist dynamisch. Dünnes Ladenetz, besetzte Säulen, lange Wartezeiten: Das „Auftanken“ des eigenen Elektroautos kann ziemlich nerven. Auf großen Parkplätzen wäre es leichter möglich, aber auch dort drohen Engpässe. Volkswagen entwickelt jetzt einen neuen Ansatz - mit autonomen Stromrobotern.

Forscher korrigieren sich

Elektroautos sind viel umweltfreundlicher als angenommen - Eine Studie von schwedischen Forschern wird seit Jahren von E-Auto-Gegnern zitiert. Jetzt haben die Forscher aus Stockholm nochmal nachgerechnet und korrigieren sich.

Noch eine Studie: In einer Studie hat das Berliner Forum FÖS festgestellt, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Anschaffung zwar billiger sind, Elektrofahrzeuge durch die günstigen Betriebskosten aber jetzt schon günstiger sind. Elektroautos zu fahren bringt zudem eine ganze Menge Spaß. Damit das auch auf Dauer so bleibt, gibt es ein paar Tipps, die jeder E-Auto-Fahrer kennen sollte. Hier sind die Wichtigsten – so steht einer guten Fahrt nichts mehr im Weg!

Der Marktüberblick

Der ZOE 2019 war erneut Deutschlands meistgekauftes Elektroauto, teilte Renault mit. Mit insgesamt 9431 Einheiten habe das Unternehmen zudem von Januar bis Dezember so viele ZOE wie nie zuvor abgesetzt. Im Vergleich zum Jahr 2018 stiegen die Zulassungen auf dem deutschen Markt demnach um über 48 Prozent. Was gibt's sonst noch auf dem Markt? E-Autos: Diese Modelle sind dieses Jahr auf dem Markt erhältlich.

Kürzlich hat das Konsortium TOGG den ersehnten Prototyp des türkischen Elektroautos vorgestellt. Am Lenkrad steuerte Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdo?an das Elektro-SUV höchstpersönlich. Irgendwie wirkte die Vorstellung auf die Zuschauer als eine Art Fortsetzung der unvollendeten türkischen Automobilgeschichte. Vor gut 60 Jahren hatte das erste türkische Automobil – genannt "Devrim" – ein unwürdiges Ende gefunden.

Ein bisschen Geschichte Elektroautos und alternative Antriebe sind derzeit in aller Munde. So wirklich neu sind aber all diese Dinge nicht. Denn ein Blick in die Geschichtsbücher belegt: Bereits 1821 hat man sich mit dem Elektroantrieb, der für die Anfänge des Elektroautos eine wesentliche Rolle spielt, beschäftigt.

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