Die Breitbandmessung

Auch wenn die Stadtwerke Mühlacker in Zusammenarbeit mit NeckarCom in Lienzingen, Enzberg und Mühlhausen das Bereitbandnetz stark ausgebaut haben, die Telekom die Kernstadt und Großglattbach versorgt, wiederum Kabel-BW den Stadtteil Lomersheim, gibt es gerade in Kernstadt und Lomersheim immer wieder Beschwerden wegen langsamem Internet. Konkret überprüfen lässt sich dies nun mit Hilfe eines Angebots der Bundesnetzagentur: die https://breitbandmessung.de. Die Bundesnetzagentur hat eine Breitbandmessung gestartet, mit der Endkunden schnell und einfach die Geschwindigkeit ihres stationären oder mobilen Internet-Zugangs ermitteln können, heißt es bei com-magazin.de.

Endkunden sollen laut den Transparenzvorgaben des Telekommunikationsgesetzes (§§ 43a, 45n) den Umfang und die Qualität von Telekommunikationsdiensten auf einfache Weise vergleichen können. Die verlässlichsten Ergebnisse liefert das Online-Tool, wenn man es über eine kabelgebundene Netzwerkverbindung aufruft und zuvor alle laufenden Anwendungen auf dem jeweiligen Endgerät schließt.


Dann warten wir mal auf die Beschwerden wegen Schneckentempo bei  der Datenübertragung. Oder auch über Lob!



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Ein halbes WLAN



128 Ballons zum Start - für jeden Tag der Gartenschau Enzgärten einen. Foto: Stadt Mühlacker

Die Stadt Mühlacker zieht eine positive Bilanz des ersten Gartenschau- Wochenendes. Am Samstag und Sonntag besuchten rund 15.000 Menschen das neu gestaltete Areal an den Enz-Ufern in Mühlacker. Die Kennzeichen der Fahrzeuge auf den dicht belegten Parkplätzen und in der Tiefgarage zeigten: Aus halb Baden-Württemberg kamen Besucher. Viele strömten nach der Gartenschau auch in die Innenstadt, belebten den Kelterplatz und die Stadtmitte-Gastronomie. Positive Kommentare fielen ebenfalls über die kleinen Schönheiten am Rande des Wegs, so der satte Blumenschmuck in den Baumscheiben. Ein guter Start! Und wie sieht es nun mit WLAN aus, installiert am Rathaus und im Gartenschaugelände. Im ganzen Gelände? Nein! Ausgerechnet die Veranstaltungshalle und das Gastro-Zelt werden nicht erreicht. Dort, wo Besucher Zeit und Muse haben, ihre Fotos hochzuladen und zu versenden oder die Gartenschau-App durchzuklicken, herrscht Fehlanzeige. Aber das hat sich abgezeichnet. Hier muss rasch nachgebessert werden. „Touristen erwarten inzwischen einen WLAN-Anschluss  als Standardangebot“, erklärte Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad, dieser Tage bei einer Veranstaltung der IHK Nordschwarzwald. Er fügte hinzu: Auch Schülerinnen und Schüler seien auf die digitalen Wissensdatenbanken angewiesen. „Das macht nur Sinn, wenn die Webseiten nicht ewig lang brauchen, um sich aufzubauen.“ Und das gilt ebenso für Gartenschau-Besucher. Allerdings ist die Registrierung via SMS umständlich bei Tablets - man muss sich zuerst mit einem Handy anmelden. Das Pforzheim-WLAN erlaubt auch, sich per Mail-Adresse zu registrieren, aber für jenen Anbieter gab es im Gemeinderat keine Mehrheit. Schade. 

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Zwei Zeitungen, eine Meinung: Der beschlossene Kompromiss zu dem auf ein kleines Gebiet beschränktes freies WLAN ist nichts Halbes und nichts Ganzes, kommentieren übereinstimmend Mühlacker Tagblatt und Pforzheimer Zeitung in ihren Wochenendausgaben. Die teuerste Lösung, die Kosten und das Gebiet ins Verhältnis gesetzt, zudem, füge ich hinzu. Die Entscheidung des Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Technik muss korrigiert werden. 

Freies WLAN kommt in Mühlacker

Das freie Wireless Local Area Network (WLAN) kommt nach mehreren Anläufen: Es wird für das Gartenschaugelände beidseits der Enz (aber ohne den Westbereich, in dem die Veranstaltungshalle und das Gastrozelt stehen) und im Stadtzentrum (Bereich Rathaus/Mühlehof/Kelterplatz) von der Stadt Mühlacker eingerichtet. Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats stimmte heute Abend dieser kleinen Lösung zu. Die CDU-Stadträte sprachen sich für die große Lösung aus, bei der auch die ganze Bahnhofstraße (einschließlich Bahnhofsareal) sowie das Sport- und Freizeitzentrum im Käppele einbezogen worden wären - was auch der vom Gemeinderat 2014 fast einstimmig gebilligten Ausschreibung entsprochen hätte. 

Aber mit sieben (CDU und FW) gegen zehn Stimmen (SPD, LMU und FDP) scheiterte die große Variante, mit zehn gegen sieben Stimmen ging danach die kleine Ausgabe durch - der Vertrag läuft allerdings fünf Jahre, der für die große Lösung war auf drei Jahre angelegt. Die große Variante (61.000 Euro) wäre die wirtschaftlichste Lösung gewesen. Die kleine Lösung und damit für ein wesentlich kleineres Gebiet kostet 39.000 Euro. 
Wenigstens ist nun ein Anfang gemacht, auch wenn es nur eine halbe Lösung ist. Es ist im Vergleich von Fläche und Kosten die teuerste der beiden Lösungen. Da fragt man sich, wie manche rechnen. Doch: Die Vergrößerung des Bereichs mit freiem WLAN wird über die Zeit kommen. Die CDU Mühlacker hatte sich in ihrem Wahlprogramm zur Gemeinderatswahl 2014 für ein freies WLAN in Mühlacker eingesetzt. 
Unsere Argumente heute Abend: 1. Wir wollen einen stabilen Zugang zum Internet auch für Mobilfunk - in der Freizeit, mehr noch, weil das Internet Teil des Alltagslebens ist bis hin zur Nutzung des Angebots der öffentlichen Hand. 2. Ein Beitrag zur kommunalen Infrastruktur, ähnlich der Breitbandversorgung. 4. Als Marketinginstrument für unsere Innenstadt. 5. Wichtig auch als Beitrag zur Senkung der Strahlenbelastung Kein Wunder, dass auch viele vergleichbare Städte freies WLAN einführen - immer alimentiert von der Kommune.

Aber es fehlten heute Abend auch nicht ganz jene, die sich ganz verweigerten und nichts wollten. Sie fühlen sich offenbar wohl in der digitalen Steinzeit.

Hier die Vorlagen der Verwaltung für heute Abend zum Download:

WLAN20150107145948.pdf WLAN.20141219103428.pdf WLAN20150107145955.pdf

WLAN2014-12-18_Nr_002-2015_Vorlage.pdf

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