Nach dem Halleluja nun das Hosianna

(Zu: Fortsetzung Die Kliniken-Entscheidung 4/5)

Sell steht auch in der Focus-Liste 2026

Professor Dr. med. Stefan Sell wird in der aktuellen FOCUS-Ärzteliste 2026 erneut als einer der führenden Experten Deutschlands geführt. Laut der Liste ist in mehreren orthopädischen Kategorien als Top-Mediziner ausgezeichnet worden: Endoprothetik (Gelenkersatz): Er gilt als Spezialist für den künstlichen Ersatz von Hüft- und Kniegelenken. Rheumatologie: Hier wird er insbesondere als Experte für die operative Behandlung rheumatischer Gelenkerkrankungen empfohlen. Er ist an zwei Standorten im Enzkreis tätig und leitet dort spezialisierte Zentren: RKH Krankenhaus Neuenbürg: Dort ist er Ärztlicher Direktor des Zentrums für operative Medizin sowie des Gelenkzentrums Schwarzwald und das RKH Krankenhaus Mühlacker: Auch hier wird er als Ärztlicher Direktor für den Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie genannt. Zudem hält er den Lehrstuhl für Sportorthopädie und Belastungsanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wodurch er modernste Forschungsergebnisse direkt in die Patientenversorgung integrieren könne.

Die Bestätigung von Sell in der Besten-Liste ging vor der aktuellen Debatte um die Zukunft des Hauses weitgehend unter.  Dem Vorgänger des jetzigen RKH-Vorstandes Marc Nickel - Professor Dr. Jörg Martin -  waren die Enzkreis-Politiker außerordentlich dankbar,  ihre Schwarzwaldklinik gerettet zu haben. Denn 2013/14 drohte dem Hospital schon einmal die Schließung, weil es zuwenig gefragt, unterm Strich also zu teuer war. Ein vom Landkreis bei Oberender & Partner 2012 in Auftrag gegebenes Gutachten bot 2013 auch nicht den erhofften Rettungsanker.

Ergebnis der Struktur-Debatte: Der Kreistag bekennt sich zur kommunalen Trägerschaft der Enzkreis-Kliniken. Die kommunale Trägerschaft wird bis 31. Dezember 2018 festgeschrieben. Soweit sich die wirtschaftliche Situation nicht deutlich bessert, entscheidet der Kreistag nach Ablauf dieser Frist erneut über die Trägerschaft der Enzkreis-Kliniken. 

Seinerzeit spekulierte RKH-Chef Martin auf das Ende der Sana-Klinik im benachbarten Bad Wildbad, wodurch die Patientenströme nach Neuenbürg umgeleitet werden und das dortige Krankenhaus des Enzkreises davon finanziell pofitieren würde - vorausgesetzt, Sana-Chefarzt Professor Stefan Sell kündigt und zieht enzabwärts nach Neuenbürg.

Martin und Sell teilten, zumindest damals,  eine Leidenschaft - das Motorradfahren. Sie trafen sich in Stuttgart, angeblich in einem Cafe am Schlossplatz, fuhren  so gesehen wohl auf der gleichen Wellenlänge. Ihr Zeitplan war straff - wenn Sell den Arbeitgeber wechseln wollte, musste er bis 31. Juni gekündigt haben, somit in nicht einmal einer Woche. Das aber erforderte einen vorherigen Beschluss des Kreistags, Sell bei der Enzkreis-Kliniken gGmbH anzustellen. Ihr Pech: Die Ladungsfristen für eine Sitzung des Aufsichtsrates und des Kreistages waren verstrichen.

Gelenkzentrum in Neuenbürg (Fotos; RKH)

Der inzwischen eingeschaltete Enzkreis-Landrat Karl Röckinger fand den Weg, um das Risiko zu minimieren. Er bat seine beiden Stellverreter im Vorsitz des Aufsichtsrates der Kliniken und Duz-Freunde aus gemeinsamen Mühlacker Jugendtagen ür den folgenden Morgen ins Pforzheimer Landratsamt, stellte ihnen zusammen mit Martin den  Überraschungskandidaten vor - sie sagten nach dem Gespräch mit dem Auserkorenen zu, sich bei ihren Fraktionen dafür stark zu machen, für seine Anstellung zu stimmen.  Nachdem der eine Stellvertreter klinikpolitischer Sprecher der Freien Wählervereinigung war und der andere Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, durfte mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der notwendigen Mehrheit in  den Gremien gerehnet werden, was auch letztlich der Fall war. Nennen wir Namen.  Der eine Stellvertreter und FWV-Mann wae mein Kreistags- und Stadtratskollege Rolf Leo aus Dürrmenz, der andere war ein Lienzinger - das war ich. Ende gut, alles gut hieß es allenthalben. Doch das Ausrufe- wandelte sich 2015 in ein Ausrufezeichen.

Der Landrat indessen wollte das nicht tun müssen, was sein Nachfolger Bastian Rosenau jetzt vollzieht - eine Klinik zu schließen. 

Jedenfalls waren die Zeichen mit Sell auf grün gestellt, wie ein Streifzug durch Schlagzeilen  vor allem der Pforzheimer Zeitung beweist genauso wie Auszüge aus Sitzungsvorlagen des Kreistages.

27. Juli 2015 – Sitzung des Kreistages (jeweils Protokoll-Auszug)

Mit Professor Sell und dem Aufbau eines Gelenkzentrums sei eine gute Lösung für Neuenbürg entstanden. Wichtig sei der FWV-Fraktion, dass auch die Grundversorgung für Neuenbürg und die Umgebung gewährleistet ist. Auch in Mühlacker sei die Weiterentwicklung sehr erfreulich, so ihr Kreisrat Leo hervor. (…)  Das Jahresergebnis der Kliniken für das Jahr 2014 sei immer noch ein Defizit von rund 4,5 Millionen Euro, so Kreisrat Bächle. Die Geschäftsführung der Kliniken habe eine Trendwende für die Kliniken angekündigt, die CDU-Fraktion gehe davon aus, dass sich das Ergebnis für das Krankenhaus in Neuenbürg mittelfristig verbessern werde.

(…)  Kreisrat Frank Schneider: Nicht jedes Krankenhaus könne alle Leistungen erbringen, sondern müsse Schwerpunkte setzen.  Daher sei es sehr gut, dass das Krankenhaus in Neuenbürg mit Prof. Sell nun zu einer Spezialklinik entwickelt werde. Die medizinische Versorgung der Kreiseinwohner durch die Krankenhäuser in Mühlacker und Neuenbürg sei gut, daher sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit beide Häuser auch künftig bestehen können.

30. September 2015 - Pforzheimer Zeitung

Neuenbürg/Enzkreis. Professor Sell soll aus der Klinik Neuenbürg eine Erfolgsgeschichte machen. Die PZ hat sich bei einem Vortrag des Arzts angeschaut, warum das so ist. Dass es kein Abend wie jeder andere im Krankenhaus Neuenbürg ist, zeigt sich schon beim Weg zu Professor Stefan Sells Vortrag über „Probleme mit dem Knie und moderne Lösungsmöglichkeiten“. Am Eingang der kleinen Enzkreis-Klinik kommen einem die ersten Menschen entgegen, die keinen Platz im Vortragssaal mehr ergattert haben.

14. Dezember 2015 - Sitzung des Kreistages

Geschäftsführer Prof. Dr. Martin: Im laufenden Jahr sei insbesondere der Start von Prof. Dr. Sell und dem Gelenkzentrum in Neuenbürg ein wichtiger Schritt gewesen. Insgesamt sieht er die Kliniken auf einem guten Weg. Kreistagsvorlage 109/2015: Dieser Mehrmengenabschlag beläuft sich in 2017 auf rund 500.000 Euro, in 2018 auf rund 600.000 Euro und in 2019 auf rund 300.000 Euro - im Unternehmensplan wird vorsichtshalber eine vier jährige Phase angesetzt, um die insgesamt anvisierte Zielgröße (Fallzahl und Auslastung) zu erreichen. Dennoch zeigt sich bereits im Finanzplanungszeitraum, dass die Etablierung des Gelenkzentrums, bei den derzeitig absehbaren Finanzierungsregeln, zur deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses beiträgt. (...) Um die Entwicklung des Standortes zu fördern sollen im Planungszeitraum die Operationssäle auf den baulich und medizintechnisch auf den neuesten Stand gebra

22. Januar 2016 - Pforzheimer Zeitung

Enorm war vor allem die Geschwindigkeit, mit der das neue „Gelenkzentrum Schwarzwald“ in der Neuenbürger Enzkreis-Klinik (EKK) seine Arbeit aufgenommen hat. Am Freitag wurde es von Landrat Karl Röckinger, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der EKK, vor 50 geladenen Gästen zwar erst offiziell eröffnet.  Operiert wird in der neuen Abteilung aber schon seit Anfang September 2015. „Ich bin total überwältigt. Der Andrang der Patienten ist nach wie vor gigantisch. Das übertrifft alle Erwartungen“, sagt Chefarzt Professor Stefan Sell.

Professor Dr. Stefan Sell

Auf seinem Gebiet gilt der Gelenkspezialist deutschlandweit als Kapazität und bewies das bis vor kurzem noch in den Sana Kliniken Bad Wildbad. Seinen Wechsel nach Neuenbürg, wo Sell auch wohnt, empfindet der Orthopäde als große Herausforderung. „Hier kann ich Spitzenmedizin nach meinen eigenen Vorstellungen verwirklichen“, betont er. Dass seine Arbeit gerade auch bei den Patienten ankommt, zeigt allein schon die Tatsache, dass der OP-Plan bis Ende März schon komplett ausgebucht ist. Ab September führte Sell 37 Operationen alleine durch. 

26. Oktober 2017, Sitzung des Kreistages:

(Jörg Martin:) Im Jahr 2015 wurde eine Reorganisation der Enzkreis-Kliniken mit seinen Standorten Mühlacker und Neuenbürg eingeleitet, die dann im Jahre 2016 in die Umsetzung ging. Das Jahresergebnis 2016 zeigte schon erste Erfolge dieser Maßnahmen. Durch die Gewinnung von Prof. Sell als Ärztlicher Direktor des Gelenkzentrums konnte in Neuenbürg eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses erreicht werden. Die medizinische Konzeption sieht vor, dass das Krankenhaus Neuenbürg im Schwerpunkt als Spezialkrankenhaus für Gelenkmedizin unter Leitung von Prof. Sell entwickelt wird. Daneben wird jedoch weiterhin die Grundversorgung der Bevölkerung durch die Innere Medizin gewährleistet. (...)  Durch das schnelle Wachstum des Gelenkzentrums mit einem zunehmenden Anteil an Privatpatienten, wird es zukünftig notwendig sein, eine Privatstation in Neuenbürg zu etablieren.

Außerdem wurden die OP-Kapazitäten für das Gelenkzentrum ausgedehnt. Durch die überplanmäßige Entwicklung des Gelenkzentrums war es hier möglich, die Jahresziele 2017, trotz der Sondersituation zu übertreffen. Allerdings greift bei dieser Entwicklung der Fixkostendegressionsabschlag in einem erheblichen Volumen.

19. April 2018 - Pforzheimer Zeitung

Schon bei der Gründung nach dem Wechsel von Professor Dr. Stefan Sell nach Neuenbürg kündigte sich dieser Erfolg an. Und die Entwicklung ging in Neuenbürg stetig nach oben. Nun vermeldete das Gelenkzentrum, das seit dem Start im September 2016 Arthrosepatienten über 1000 künstliche Knie- und Hüftgelenke implantiert worden sind. Wegen der anhaltend großen Nachfrage und der hohen Zahl an Operationen hatte die Muttergesellschaft Regionale Kliniken Holding (RKH) das Zentrum ins Krankenhaus Mühlacker erweitert. Dort gab es jetzt die erste Gelenkoperation des ausgelagerten Teams unter der Leitung von Dr. Tobias Dorn.

8. November 2019, Pforzheimer Zeitung

In der aktuellen Liste 2020 ist zum ersten Mal auch das RKH Krankenhaus Neuenbürg sowohl als Nationales Krankenhaus Orthopädie als auch als Regionales Krankenhaus Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. „Dies zeigt, dass die Qualität in der Medizin nicht durch pure Größe geschaffen wird, sondern dass sie vor allem von einem hochspezialisierten Team und seinen Operateuren abhängig ist“, sagt RKH-Regionaldirektor Dominik Nusser.

12. Februar 2020 - Pforzheimer Zeitung

Neuenbürg. Losgelegt hat Dr. Nikolaus Miehle mit seinem kleinen Team in Neuenbürg schon zu Jahresbeginn. Und die Anfragen von Rheumapatienten reißen nicht ab. Die Terminbücher sind voll. „Traumstart“, nennt das Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau bei der gestrigen Feier für das neue medizinische Standbein. Überrascht ist er von den ersten Zahlen nicht: „Unsere Kliniken expandieren in einem Bereich, der immer wichtiger wird“, sagt er anschließend im Gespräch. Und das Haus in Neuenbürg – nach bundespolitischen Maßstäben eigentlich viel zu klein – ergänze sehr konsequent das Angebot, das es zu einer Spezialklinik mache.

16. Dezember 2020, Kreistagsvorlage100/2020

Das seit 2017 etablierte „Zentrum für Operative Medizin (ZOM)“ unter die Gesamtleitung des Ärztlichen Direktors des Gelenkzentrums konnte im Geschäftsjahr insbesondere auch durch die Auswirkungen der Pandemie auf hochelektive Bereiche wie die Endoprothetik nur teilweise die Erwartungen erfüllen. Das ZOM vereint unter Gesamtleitung das Gelenkzentrum Schwarzwald und den Schwerpunkt Unfallchirurgie. (…) Positive Effekte auf die Leistungszahlen des Gelenkzentrums werden insbesondere auch durch die enge Kooperation und gegenseitige Ergänzung mit dem seit Jahresanfang 2020 etablierten Süddeutschen Rheumazentrum erwartet. Die Etablierung der Rheumatologie ist jedoch in hohem Maße erschwert und ausgebremst durch die Einschränkungen der Pandemie. Hier wird für 2021 eine Ausweitung des stationären Patientenaufkommens erwartet. Insbesondere im Zusammenspiel mit dem ambulanten rheumatologischen Behandlungsangebot im MVZ wird hier deutliches Potential gesehen. Auch durch die Überführung und Einbringung eines orthopädischen Versorgungsauftrags in das MVZ wird Potential für die Entwicklung und Ausbau der stationären Fallzahlen der Abteilung gesehen.

21. Juli 2021, Schwarzwälder Bote

Bereits 2015 wechselte der bundesweit bekannte Gelenkchirurg Stefan Sell von den Sana-Kliniken in Bad Wildbad nach Neuenbürg. Nun folgt der nächste Paukenschlag: Auch Marc-Alexander Heder, Ärztlicher Direktor und Chefarzt, verlässt die Klinik in Wildbad und wechselt ebenfalls an das RKH-Krankenhaus in Neuenbürg. Ihm folgen zudem zwei Oberärzte enzabwärts.

1. Februar 2022 - Pforzheimer Zeitung

Neuenbürg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein wissenschaftliches Gesamtprojekt von Karlsruher Institut für Technologie, Klinik für Orthopädie (Friedrichsheim) des Universitätsklinikums Frankfurt und Gelenkzentrum Schwarzwald in Neuenbürg zur weiteren Optimierung der Ergebnisse bei künstlichem Hüftgelenk.

8. Juli 2022, Pforzheimer Zeitung

Ein Erweiterungsbau zur Modernisierung stationärer Kernbereiche ist schon länger im Gespräch. Hintergrund sind laut RKH der Ausbau des operativen Spektrums durch weitere Spezialisierung, die positive Entwicklung der Fallzahlen im Gelenkzentrum Schwarzwald und im Zentrum für Operative Medizin, eine Ausweitung der ambulanten und stationären Versorgungsmöglichkeiten im Rheumazentrum sowie die ergänzende ambulante und stationäre Schmerztherapie oder das Angebot der Klinik für Innere Medizin. Die Klinik braucht mehr Platz. Zudem gebe es Anfragen von niedergelassenen Ärzten, Kooperationspartnern und Dienstleistern, die sich am Krankenhaus ansiedeln wollen. „Der Gesundheitsstandort Neuenbürg hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und sich in der Region einen Namen gemacht“, sagt RKH-Regionaldirektor Felix Mayer.

19. Dezember 2022, Kreistagsvorlage 149/2022

Innerhalb des „Zentrums für Operative Medizin (ZOM)“ kann das Gelenkzentrum die hohen Erwartungen für das Jahr 2022 (Stand Ende Oktober 2022) übertreffen. So konnten sowohl die Fallzahlen als auch der effektive Casemix im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gesteigert werden und liegen über dem Planansatz für das Jahr 2022. Insbesondere durch die Etablierung des neuen elektiven und traumatologischen Spektrums an Schulter- und Ellenbogenchirurgie. nnerhalb des „Zentrums für Operative Medizin (ZOM)“ kann das Gelenkzentrum die hohen Erwartungen für das Jahr 2022 (Stand Ende Oktober 2022) übertreffen. Insbesondere durch die Etablierung des neuen elektiven und traumatologischen Spektrums an Schulter- und Ellenbogenchirurgie durch Gewinnung von Dr.  med. Marc-Alexander Heder, einem hoch-spezialisierten Orthopäden mit dem Fokus auf die Gelenkersatztherapie von Schulter- und Ellenbogen, zum Januar 2022 konnten die Leistungszahlen signifikant erhöht werden. Auch im Bereich der Unfallchirurgie konnten die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gesteigert werden und liegen über dem Planansatz für das Jahr 2022.

11. Dezember 2023 - Vorlage146/2023, Kreistagssitzung 

Das Krankenhaus Neuenbürg kann die positive Leistungsentwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen und weist, konträr zum gesamtdeutschen Rückgang der Krankenhausfälle, im Zeitraum Quartal 1 – 3 / 2023 eine Fallzahlsteigerung in Höhe von 21% im Vergleich zu 2019 auf. Innerhalb des „Zentrums für Operative Medizin (ZOM)“ kann das Gelenkzentrum die Erwartungen für den Zeitraum Quartal 1 – 3 / 2023, trotz der massiven Ausfälle im OP, erneut übertreffen. Trotz der positiven Tendenzen beläuft sich die Ergebnisprognose für die RKH Enzkreis-Kliniken für 2023 aktuell auf ein Minus von bis zu 6,8 Mio. €.

Klinik Neuenbürg

19. Juli 2024 - RKH-Mitteilung

Gelenkzentrum Schwarzwald in Neuenbürg erzielt hervorragende Qualitätsdaten. Leistungsausweitung im Bereich der Schulter-, Ellbogen- und Handchirurgie

Das Gelenkzentrum Schwarzwald welches klinikübergreifend im RKH Krankenhaus Neuenbürg und im RKH Krankenhaus Mühlacker tätig ist, zeichnet sich seit mehreren Jahren durch seine hochspezialisierte, medizinische Expertise in der Gelenkchirurgie, insbesondere in der Endoprothetik aus. Inzwischen ist neben der Knie- und Hüft-Endoprothetik, also der Implantation künstlicher Gelenke im Knie und der Hüfte, die Behandlung von Erkrankungen der Schulter, des Ellenbogens und der Hand zu einem weiteren Aushängeschild des Gelenkszentrums geworden. 

16. Dezember 2024 – Vorlage 146/2024 zur Kreistagssitzung

Innerhalb des „Zentrums für Operative Medizin (ZOM)“ kann das Gelenkzentrum die hohen Erwartungen für den Zeitraum Januar bis August 2024 aufgrund der der massiven Ausfälle im OP nicht ganz erreichen. So liegen die Casemixpunkte bisher 7 % unter dem Planansatz. Insbesondere der Bereich der Unfallchirurgie spürt man die Auswirkungen aus der personellen Situation im OP-Bereich unmittelbar, da sich die unzureichende personelle Besetzung im OP insbesondere auf das medizinische Spektrum im Bereich der Notfallmedizin außerhalb der Dienstzeiten ausgewirkt hat bzw. sich weiterhin auswirkt. Stattdessen wurde über das RKH MVZ EKK am Standort Neuenbürg bereits zum September 2023 eine Allgemeinchirurgische Sprechstunde etabliert, um die Raumschaft weiterhin adäquat mit allgemeinchirurgischen Leistungen versorgen zu können. In Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung in Mühlacker ist zudem gewährleistet, dass jeder ambulante Patient in Neuenbürg bei Bedarf kurzfristig einen Operationstermin in Mühlacker erhält.

Januar 2026 - Der neue RKH-Vorstand und die Kehrtwende

„Das Gelenkzentrum konnte sich nicht etablieren" heißt es völlig überraschend in einer Vorlage für den Aufsichtsrat.

Nach der Vorgeschichte: Zweifel müssen an diesem Urteil erlaubt sein.

Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Nach Jahren des  Halleluja nun das Hosianna. Durch die Beendigung des stationären Betriebs in Neuenbürg entfallen ab 2027 der dortige Defizitausgleich sowie der investive Ertüchtigungsbedarf für Altbau und technische Infrastruktur. Unter Berücksichtigung der notwendigen Stillstands- und Schließungskosten (Sozialplan, Freiwilligenprogramm, Rückbau, Zwischenbetriebskosten bis zur Nachnutzung) ergibt sich für die Jahre 2027 bis 2030 eine Risikoreduktion von rund 100 Mio. Euro; im Vergleich zur Fortführung der Zwei-Standort-Strategie reduziert sich der kumulierte Finanzbedarf im Zeitraum 2026 bis 2030 um etwa 50 Mio. Euro., so der RKH-Vorstand.

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