Zur Ehrlichkeit in der Politik gehört, seine Entscheidungen zu begründen, zu ihnen zu stehen, sich nichtg wegzuducken, nicht mit gespaltener Zuge zu reden. Demokratie und Offenheit bedingen sich.
Wir leben in einem repräsentativen System - die Bürgerschaft wählt ihre Vertreter und die entscheiden - es sei denn, der Wähler als Souverän zieht die Sache zur Entscheidung an sich (Bürgerbegehren). Dazu sind Fristen einzuhalten.
In den vergangenen Tagen erreichten mich Mails, in denen ich aufgefordert werde, im Regionalparlament gegen ein Vorranggebiet Windkraft in Großglattbach zu stimmen. Es ist das Areal WE 11.
Eigentlich sollte die Regionalverbandsversammlung am vergangenen Mittwoch den Teilregionalplan Windkraft in Freudenstadt beschließen - doch nachgeschobene Anträge aus den Fraktionen waren nichtg mehr rechtzeitig öffentlich anzukündigen. Um einen Verfahrensfehler zu vermeiden, verschoben wir die entscheidende Verbandsversammlung auf 11. März 2026 um 10 UJhr im Rathaus Mühlacker.
Was stand nun in den Mails? Ich habe keine Probleme, diese im Origial zu veröffentlichen, gebe die Schreiber/innen aber nur mit den Namenskürzeln an. Im nächsten Blog-Beitrag folgen meine Antworten an die besorgten Bürgerinnen und Bürger aus Großglattach und Serres. Ich nehme die Sorgen ernst, hoffe durch Argumente den enschen die Angat zu nehmen:
Bin ein langjähriger CDU Wähler und wohne in Großglattbach , wenn die Entscheidung am Mittwoch für pro Windkraft in Großglattbach gefällt wird, werde ich mit Sicherheit nicht mehr CDU wählen, zumindest solange nicht bis ihr diese unwirtschaftliche grüne Ideologie weiter verfolgt. Um ein Desaster bei der BW Wahl zu vermeiden geht bitte nochmal in euch.
Seit Monaten hängen solche Plakate im Wald bei Großglattbach, in dem vier Windrädergebaut werden sollen (Fotos: Günter Bächle)
Herr Gunzelmann betreibt aktuell einen sehr aktiven und ansprechenden Wahlkampf wie ich finde. Und bis vor Kurzem hätte er auch meine Unterstützung sicher gehabt. Jedoch durch die Pro-Windkraft-Entscheidung von Herrn Bächle geht meine Stimme leider nicht an ihn. Und ich bin mir sicher auch die anderen 120 Mitglieder in der "Vernunftenergie Gruppe", die von der BI gegründet wurde, werden ihre Stimme nun anderweitig vergeben. Herr Bächle sorgt leider dafür, dass der Unmut und das Gefühl des "Nicht-gesehen-werdens" der Serremer und Glabbicher Bewohner wächst. Es ist erschreckend wie ignorant man sein kann, wenn man selbst nicht von diesem Projekt betroffen ist. Und auch erschreckend zu beobachten, wie ein eigenes Parteimitglied, dem anderen, das Wahlkampf betreibt, so derart in den Rücken fallen und ihn verraten kann.
Als längjähriger überzeugter CDU Wähler und Grossglattbacher möchte ich Sie eindringlich bitten nicht für die 4 Windräder am Mittwoch zu stimmen.Ich muss 3x am Tag mit dem Hund dort laufen und kann Ihnen (auch als Christ der bekanntlich nicht lügen darf) versichern,das der Wind kaum noch weht in diesem Gebiet.Selten das überhaupt einmal ein Zweig wackelt und wenn dann meist minimal,auch haben wir seit 2 oder 3 Jahren nicht mal mehr den üblichen Januarsturm gehabt wie sonst üblich ein paar Tage lang.Ich weiss das die Subventionen für den Investor und die Pachterträge für die Stadt natürlich attraktiv sind aber das Projekt ist ökonomisch und ökologisch ein Frevel in diesem Schwachwindgebiet und ich glaube immer noch an das C in Ihrem Parteinamen. C heisst das sich der Profit nicht durchsetzen darf wenn andere dadurch zu Schaden kommen. Wenn diese Ideologie der Grünen hier in Grossglattbach durchgesetzt wird werde ich nie mehr wieder CDU wählen,und ich weiss von vielen Leuten-nicht nur in Grossglattbach,das die eben so denken. Bitte setzen Sie sich am Mittwoch nicht für dieses unsinnige Projekt ein,die Räder werden sich aus Windmangel fast nie drehen,dieses Projekt hier wäre - auch aus gesundheitlicher Sicht,eine wahre Katastrophe für die Bürger aus Grossglattbach,Serres und Iptingen.
WE 11 im Plan
Sie spreche ich mit dieser Email ganz persönlich an, die in Kopie angeführten Vertreter der Partei, der ich seit meiner Wahlberechtigung die Treue halte (Frau Bundesministerin Katharina Reiche (Wirtschaft & Energie), den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU, Herrn Steffen Bilger und Nico Gunzelmann, unserem Landtagskandidaten), zur Kenntnis, um auch überregional aufzuzeigen, wie mit Vorgaben der Bundespolitik auf der lokalen Ebene umgegangen wird. Es ist traurig, dass sich die Lokalpolitik in Sachen Energie nicht an der Vernunftpolitik des Bundes orientiert! Die letzten Verlautbarungen von Frau Ministerin Reiche sind ihnen sicherlich bekannt und brauche ich hiermit nicht anführen. Nun weiss man ja zwischenzeitlich , dass die Windhöffigkeit im WE11 in Mühlacker-Großglattbach nicht gegeben ist und sich nur durch die Bundesförderung „wirtschaftlich trägt“. Der Steuerzahler bezahlt die „Auskömmlichkeit des Projektes“, damit ein für die Betreiber positives Ergebnis unter dem Strich herauskommt. Anders ist ja das Schweigen um die nunmehr vorliegenden Messergebnisse, auf das hin man die kritischen Begleiter des Projektes immer vertröstet hat, nicht zu bewerten. Warum sonst werden die Ergebnisse nicht wenigstens dem Sinn nach kommuniziert, ohne in Details gehen zu müssen. Noch NICHT EINMAL wurde gesagt: Das Projekt ist aufgrund der Windhöffigkeit ein sinnvolles Projekt. Niemand traut sich dies zusagen. Warum wohl? Aber, lieber Herr Bächle, sie trauen sich, heute im Mühlacker Tagblatt den betroffenen Großglattbachern ein quasi „Entschädigungsangebot“ zu machen. Sie nennen es zwar einen finanziellen Bonus oder ein „Bürger-Windrad“, letztendlich scheint es aber eher Ausdruck eines schlechten Gewissens zu sein oder zumindest die Erkenntnis, dass hier zum Nachteil von Bürgern einseitig monetäre Gewinnmaximierungs-Ziele mit einem Trostpflaster versehen werden sollen. Das finde ich, gelinde gesagt, mehr als schade. Morgen Abend sollen nun in der Abstimmung des Regionalverbandes über den Teilregionalplan Windenergie die Windvorranggebiete in Freudenstadt bei ihrer Verbandsversammlung festgestellt werden, somit auch von WE11. Darum appelliere ich an Sie, lieber Herr Bächle, der sie Teil dieser Versammlung sind und aktiv an der Abstimmung teilnehmen, dass sie als gewählter Kommunalvertreter Mühlackers ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern in Großglattbach gerecht werden und gegen eine Ausweisung von WE11 als Vorranggebiet argumentieren und stimmen. Obwohl sie alleine nicht das Zünglein an der Waage sind, hat ihr Wort dort Gewicht. An die Regional- und Bundespolitik appelliere ich, einem für Bürger und Staat wirtschaftlich unsinnigen Treiben Einhalt zu gebieten. In der Hoffnung, dass sich die Erkenntnis der Vernunft doch noch durchsetzt, verbleibe ich mit erwartungsvollen Grüßen.
Als Bürger von Großglattbach und unmittelbar von der geplanten Windkraftanlage betroffen, wenden wir uns heute mit großer Sorge an Sie. Grundsätzlich befürworten wir den Ausbau erneuerbarer Energien. Dennoch halten wir es für unerlässlich, dass ein solches Projekt von erheblicher Tragweite verantwortungsvoll und unter sorgfältiger Abwägung aller Folgen umgesetzt wird. In der vorliegenden Planung sehen wir diese Voraussetzungen nicht erfüllt. Besonders kritisch erscheint uns die geringe Distanz der Anlagen zur bestehenden Wohnbebauung. Viele Bewohnerinnen und Bewohner befürchten dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen, etwa durch dauerhafte Lärmemissionen, Infraschall sowie Schattenwurf. Auch wenn die Studienlage hierzu unterschiedlich bewertet wird, halten wir es für geboten, mögliche Risiken für die Bevölkerung ernst zu nehmen und ihre Bedenken nicht als "Blödsinn" abzutun. Wir verstehen nicht, dass Sie und der gesamte Gemeinderat es billigend in Kauf nehmen - noch dazu bei einem so zweifelhaft erfolgreichen Projekt -, dass die Lebensqualität und die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner beeinträchtigt werden. Nicht zuletzt stellt der geplante Bau einen erheblichen Eingriff in das bestehende Landschaftsbild dar. Die betroffene Region ist geprägt von ihrer natürlichen Umgebung und dient vielen Menschen als Erholungsraum. Durch den Bau der Windkraftanlagen würden wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dauerhaft beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Wir bitten Sie daher eindringlich, die aktuellen Planungen kritisch zu überprüfen, alternative Standorte mit größerem Abstand zur Wohnbebauung in Betracht zu ziehen und den Dialog mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe zu führen. Für eine Stellungnahme Ihrerseits sowie Informationen zum weiteren Vorgehen wären wir sehr dankbar.
Durch die Pro Windrad Entscheidung von Ihnen Herr Bächle werden die lieber Nico vermutlich einige Wählerstimmen verloren gehen.
(...) Hier stand auch ein Text gegen die WE 11-Pläne. Der Verfasser, obwohl nicht namentlich gezeichnet, wollte die Löschung. Hat vielleicht inzwischen eine andre Meinung. Oder? Wie heißt das so schön? Ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung. Was blieb, ist die Überschrift respektive die letzte Zeile seiner Mail (...) Besten Dank für Ihr aller Gehör!
Im Sommer im geplanten Windkraft-Wald: Warten auf die Planung für Baustelle und Zuwege.
Möchte Ihnen vor der entscheidenden Sitzung des Regionalverbandes in Freudenstadt noch die Frage stellen, sind Ihnen die Einnahmen der Stadtwerke bei denen Sie im Aufsichtsrat sind wichtiger als die vielen Menschen, die Tiere und die Natur die unter den 4 Windrädern leiden und leben müssen ?Man hatte an diesem Abend den Eindruck, dass Sie stur bei der Befürwortung der Windräder bleiben und die Entscheidung dafür längst gefällt haben. Noch könnten Sie, wenn Sie es nur wollten erreichen, daß vor allem die Wirtschaftlichkeit und die Umweltverträglichkeit überprüft werden und die finale Abstimmung vertagt wird. Von Herrn Jung MdB haben wir ja gehört, daß im Bundestag in Berlin die CDU inzwischen anders denkt und plant. Herrn Nico Gunzelmann habe ich an diesem Abend sehr schätzen gelernt. Er ist sehr sympathisch und hat trotz seines jungen Alters ein prima Wissen und eine positive Ausstrahlung. Dieser junge begabte Mann kämpft um Wählerstimmen und man muss ihm eine Chance geben. An diesem Abend waren Sie Herr Bächle - leider kein Wahlhelfer für ihn. Mit dieser Sturheit verlieren Sie alte CDU Wähler und gewinnen keine neuen CDU Wähler dazu. Lassen Sie Herrn Gunzelmann freie Hand, damit er Wahlveranstaltungen mit jungen Leuten gestalten kann. Er gibt sich Mühe und Sie sollten das nicht kaputt machen. Ich plane am Mittwoch in Freudenstadt als Öffentlichkeit dabei zu sein.
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