Heute schöne Stunden im OGV-Himmel
Politik bedeutet für mich, nah bei den Menschen zu sein. Wenn dann auch noch eine traumhafte Kulisse, blauer Himmel, die Sonne in erträglicher Dosierung, nette Leute und hervorragendes Essen dazukommen, lässt es sich gerne verweilen. So erging es mir heute beim Besuch des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Enzberg. In der benachbarten Obstanlage sah man rotbackige Äpfel an den Zweigen reifen, eine Blumenwiese mit ein paar Sonnenblumen, die ihren Namen verdient, und viele fleißige Mitglieder, deren Einsatz unerlässlich ist.
Der OGV (1920 gegründet, aktuell 100 Mitglieder) hat sich positiv entwickelt und dient als Beispiel dafür, wie baurechtliche Entscheidungen eine positive Wirkung für die Gemeinschaft haben können. Ich freue mich immer noch darüber, dass es vor neun Jahren durch meine Initiative und überzeugendes Argumentieren gelang, nach einem Lokaltermin des Gemeinderates die baurechtlichen Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Man muss als Verwaltung nicht auf jedes Detail akribisch achten.
Gesunder Menschenverstand und weniger Bürokratie haben sich bewährt, ohne den rechtlichen Weg zu verlassen - das wurde mir heute beim Besuch des OGV-Festes auf den grünen Wiesen in der Nachbarschaft des Weilers Sengach deutlich.
Dabei war auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt für Europa, unser Bundestagsabgeordneter Wahlkreis Pforzheim/Enzkreis, Gunther Krichbaum, anwesend. Auf direktem Weg lassen sich auch städtische Anliegen besprechen. Ein gutes Netzwerk ist es wert, gepflegt zu werden. Der Auftakt war ein Gottesdienst mit Pfarrerin Gabriele Sauer, die es versteht, die Menschen einzubeziehen. Auch gehört dazu, ihre Anliegen anzuhören und zu berücksichtigen. Der Tag verlief sehr gut. Sozusagen Stunden im OGV-Himmel.
Deutlich war in den Gesprächen am Biertisch (aber ohne Alkohol) auch die Frustration über die Tatsache zu spüren, dass die Machbarkeitsstudie für einen Ersatz des maroden Enz-Steges, der ersetzt werden muss, bisher nicht dem Gemeinderat vorgelegt wurde, obwohl sie seit mindestens einem halben Jahr im Rathaus liege.
Ein weiterer Punkt: Mit Birgit Ella Siewert sprach ich über ihr von mir sehr geschätztes Film- und Geschichtsprojekt mit der talentierten Filmemacherin Sara Cevik: Wir waren Kinder Enzbergs. Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen von der Endphase des Krieges 1945 bis zur Währungsreform. Ein Projekt, das von der Stadt Mühlacker unterstützt und von der Arbeitsgemeinschaft Enzberger Vereine organisiert wird (Film und Ausstellung am 24. – 26. Oktober in der Festhalle Enzberg). Ich bin gespannt!
Ein immer wiederkehrendes Gesprächsthema war auch die bevorstehende OB-Wahl und die Hoffnung vieler Bürgerinnen und Bürger, dass sich das Kandidierendenfeld bis zum Bewerbungsschluss am 23. September sowohl qualitativ als auch quantitativ erweitern wird. Es wurde gehofft, dass die CDU noch eine Bewerberin oder einen Bewerber präsentieren wird - ich konnte nur darauf hinweisen, dass wir noch daran arbeiten. Es ist keine einfache Aufgabe.



Kommentare
Noch keine Kommentare