Sie blieben der Traum des Lienzinger Schultes: Industriegebiet und Flurbereinigung

Im hinteren Brühl 1960 gebaut: Lienzinger Werk des Mühlacker Unternehmens Geissel, Präzisionsdrehteile, Fertigungshalle in der Brühlstraße. Da standen noch keine Wohnhäuser gegenüber (STAM, 07-148 [1960] Li Smlg Fa Geissel).

Immer wieder unternahm der Bürgermeister neue Anläufe, um steuerzahlendes Gewerbe ins Dorf zu holen. So klammerte er sich an jeden Strohhalm. Das zeigte sich in der Sitzung am 9. November 1951. Da informierte Allmendinger den Gemeinderat über einen Vorstoß das Landesplanungsamtes via Landratsamt Vaihingen. Der westlich von Stuttgart liegende Landkreis Vaihingen solle Gelände fürs Wohnen, aber auch fürs Arbeiten suchen. Diese Behörde des damaligen Landes Württemberg-Baden bot an, Möglichkeiten mit den einzelnen Kommunen zu sondieren und sie in puncto Erschließung zu beraten. Lienzingen erhoffte sich davon wertvolle, für die Kommune förderliche Maßnahmen. Denn der Schultes verwies auf die Schwierigkeiten bei der Standortsuche, aber auch bei der Planung insbesondere eines Industriegebietes, das Ortsbild nicht zu stören. Geprägt werde dieses Ortsbild von  der unter Denkmalschutz stehenden Frauenkirche und durch gleichermaßen geschützte alte Fachwerkhäuser, die ein Ensemble bilden. Hier eine Lösung zu finden, sei nicht einfach (STAM Li B 324, S. 103).


Lienzinger Geschichte(n), aus der  Zeit, als das Dorf noch selbstständig war (und auch mal daüber hinaus). Heute wüber eine Kommune, die auf ansiedlungswillige Betriebe setzte. Ein Schultes, der um die Konflikte mit dem historischen Ortsbild wusste. Und die Landwirtschschaft? Sie wollten partout keine Flurbereinigung. Und dann bringt sie ein bayerischer Käfer um mehrere Hektar. In Protokollen des Gemeinderats von Lienzingen geblättert. Fortsetzungsgeschichten.


Bei einer Ortsbesichtigung legten Vertreter des Landesplanungsamtes ihre Ideen für eine Industrieansiedlung vor. Am 4. August 1952 informierte darüber der Schultes in der Ratssitzung die acht Bürgervertreter. Der  Inhalt der Vorschläge wird in der achtzeiligen Protokollnotiz nicht  erwähnt. Sie endet mit dem lapidaren Satz: Diese Vorschläge fanden allerdings nicht die

Das wusste der Lienzinger Bürgermeister Richard Allmendinger genau: Das Ortsbild - unter anderem mit der Frauenkirche - darf durch ein Industriegebiet nicht gestört werden. Das erschwerte die Suche nach einem Standort.

Zustimmmung des Gemeinderates (STAM, Li B 324, S. 130). In den Gemeindeakten findet sich ein Schreiben des Landratsamtes Vaihingen an das Bürgermeisteramt Lienzingen. Streng auf dem Dienstweg übermittelte das Landesplanungsamt in einem Aktenvermerk seine Vorschläge am 14. Juli und somit eine Woche nach dem Lokaltermin. Zu teuer in der Erschließung und deshalb nicht mehr weiterzuverfolgen sei die Idee des Bürgermeisters, zwischen Brühl und Dauerwiesen beidseits der Bundesstraße 35 ein Industriegebiet zu schaffen. Statt im Westen der Gemeinde empfehle des Landesplanungsamt einen Standort im Südosten, und zwar in den neuen Wiesen auf einem Areal, das die Kommune schon für Festveranstaltungen gepachtet habe. Dort würden sich die Gebäude gut in die Landschaft eingliedern, während dies beim westlichen Standort nicht der Fall wäre. In den neuen Wiesen wurde tatsächlich gebaut - mehr als 20 Jahre später, jedoch Wohnhäuser (STAM, Li A 72).

  • Lienzingen schaltet Werbeanzeige in Stuttgart

Schon im Herbst 1948 warb die Gemeinde um ansiedlungswillige Betriebe. Sie schaltete deshalb eine Annoce in den Stuttgarter Nachrichten. Tatsächlich meldete sich eine größere Anzahl von Interessenten, wie der Bürgermeister in der Ratssitzung am 2. Februar 1948 berichtete. Zusammen mit den sechs anwesenden Ratsmitgliedern sortierte er die Offerten und erhielt den Auftrag, mit den ausgewählten Firmen zunächst unverbindliche Fühlung aufzunehmen. (STAM, Li B 323, S. 60).

Der große Wurf gelang zunächst nicht. Lienzingens gewerbliche Entwicklung ging nur in kleinen Schritten voran. Am 12. August 1949 stimmten die Bürgervertreter zu, dem Gärtner Mannhardt aus Illingen neben der gerade errichteten Gemeindewohnbaracke eine Fläche für zwei Mark pro Aar zunächst zu verpachten, um darauf ein Gewächshaus zu erstellen. Später entwickelte sich dort, zwischen Schelmenwaldstraße und Ortsrandweg an der Wette, ein solider Gartenbaubetrieb. Ein Glücksfall! (STAM, Li B 323, S. 182).

  • Gewinn in doppelter Hinsicht für Lienzingen: Firma Wilhem Geissel ließ sich 1960 im hinteren Brühl nieder
Geissel Präzisionsdrehteile Brühlstraße 28 Produktionsgebäude von 1960 Luftbild (STAM, 07-148 [1969-06] LI Foto: Erich Tschoepe)

Immerhin dauerte es noch gut zehn Jahre, bis sich die Mühlacker Firma Wilhelm Geissel mit ihrem Filialwerk an der Ecke Brühlstraße/Schelmenwaldstraße baute. Es war die erste Ansiedlung, die über einen Handwerksbetrieb hinausging. Die Metallwarenfabrik erwarb für Industriezwecke auf den Parzellen Nummern 194 und 195 im hinteren Brühl von der Gemeinde ein Grundstück von zusammen 35 Ar und 82 Quadratmetern um den Kaufpreis von 10.700 Mark, protokollierte Bürgermeister Richard Allmendinger nach der Ratssitzung vom 26. Februar 1960. Ausschlaggebend für die Ansiedlung sei gewesen, dass es in Lienzingen wohl leichter sei, Arbeitskräfte zu gewinnen, nachdem sich in Mühlacker ein größerer Industriebetrieb  niederlassen wollte (vermutlich war damit Behr gemeint). Im wirtschaftlichen Sinne bedeute die Entscheidung der Firma Geissel für Lienzingen einen doppelten Erfolg für die Kommune. Einmal mache sie mit den Grundstücken zwischen Auf- und Verkauf einen Gewinn von 5000 Mark, andererseits bringe die Firma einen nicht unbedeutenden Gewerbesteuerertrag. Es sei also wieder einmal erwiesen, dass die Gemeinde stets darnach trachte, ein genügend großes Bauland zu halten. Der Gemeinderat stimmte dem Grundstücksgeschäft zu. Das Unternehmen wolle möglicherweise noch im selben Jahr die Fabrikation in dem Werk Lienzingen aufnehmen, ist dem Protokoll weiter zu entnehmen  (STAM Li B 326, S. 10).

Vollauf einverstanden zeigte sich der Gemeinderat bei seiner Zusammenkunft am 6. Mai 1960 im Rathaus mit den Plänen für den Bau

Strukturwandel auch in der Lienzinger Landwirtschaft: Von 155 Betrieben im Jahr 1949, auf sieben im Jahr 2016

einer Werkhalle. Allerdings zeichnete sich da schon ab, dass der Bau etwas teuerer wird wegen erhöhter Erschließungskosten Diesen  Mehrpreis glich die Kommune dadurch aus, so die Zusage, dass Geissel bei einem späteren Erwerb eines Grundstücks zur Erweiterung einen entsprechenden Nachlass gewährt werden sollte, wie die Räte beschlossen (STAM Li B 326, S. 34 f). Das 1920 gegründete Unternehmen verlegte 1980 seine ganze Produktion und die Verwaltung von der Industriestraße in Mühlacker in einen Neubau in Lienzingen mit einer Produktionsfläche von über 7500  Quadratmeter und bezog hier die schon stehende Werkhalle ein.

425.572 Mark Etatvolumen 1958

Dass Lienzingen zusätzliche Gewerbesteuer gut gebrauchen konnte, zeigten die jährlichen Budgetvolumen. Nicht nur in diesem einen Jahr verabschiedete das Lienzinger Ortsparlament erst neun Monate nach Beginn des Haushaltsjahres 1958 den Etat just für dieses Jahr. Heutzutage unvorstellbar, denn das Budget soll eigentlich vor Beginn des Haushaltsjahres den Rat passiert haben. Das seinerzeitige Volumen betrug 425.572 Mark (1952: 124.300 Mark), davon 196.572 Mark im so genannten ordentlichen Haushaltsplan, in dem die laufenden Einnahmen gelistet waren. Die Steuersätze (in Klammern die aktuellen von Mühlacker): Grundsteuer für landwirtschaftliche Grundstücke A 160 Prozent (340), Grundsteuer B für andere Grundstücke 150 (390) und Gewerbesteuer 300 Prozent (370) (STAM, Li B 325, S. 222).

  • Holzverkauf brachte mehr als die eigene Gewerbesteuer

Welche Geldquellen sprudelten? Beantworten lässt sich dies beispielhaft an den Haushaltsplänen von 1955 und 1960. 1960 bringen die Grundsteuer A für landwirtschaftliche Grundstücke 20.075 Mark, Grundsteuer B für andere Grundstücke 7741 Mark sowie die Gewerbesteuer der örtlichen Betriebe und der Gewerbesteuerausgleich  vom Land zusammen 24.565 Mark. Aber der Gemeindewald scheffelte 22.000 Mark Überschuss in die Gemeindekasse. Die Zahlen von 1955: Grundsteuer A 16.157 Mark, Grundsteuer B 4589 Mark, Gewerbesteuer 4000 Mark und Gewerbesteuerausgleich 8800 Mark. Das Plus beim Wald: 17.000 Mark. Damit wird deutlich, weshalb die örtliche Kommunalpolitik auf Betriebsansiedlungen setzte und gleichzeitig den Gemeindewald verteidigte, weil er die grüne Sparkasse von Lienzingen war.

Zum Sprung über die Bundesstraße 35 im Westen von Lienzingen kam es nicht. Dabei hatte Bürgermeister Allmendinger davon in der Nachkriegszeit geträumt. Die Kommune tat sich schwer, einen Standort für Industriegebiete auszuweisen (Fotos: Günter Bächle)
Abbaustätte, Erdzwischendeponie und dann Naturschutzgebiet: Stationen einer einstmals landwirtschaftlichen Fläche im Ziegelhäule
  • Lienzingen hofft auf Betriebsstätte der Ziegelwerke Mühlacker

Die Ziegelwerke Mühlacker wollten in Lienzingen eine Betriebsstätte errichten. Hintergrund: Bei Bohrversuchen in den Gewannen Waldstücklen und Röhrach stießen sie auf Lehm bester Qualität. Sie planten deshalb zunächst in den Waldstücklen Grundstücke aufzukaufen und eine Betriebsstätte zu etablieren. Das wiederum war Thema unter Tagesordnungspunkt 15 in der Ratssitzung vom 15. Januar 1960. Bürgermeister Allmendinger ließ sich ein Verhandlungsmandat geben. Seine Strategie: Einige Grundstücke durch die Kommune selbst zu erwerben, damit sie immer ein Wort mitsprechen könne. Er war nicht gegen diesen Ableger der Ziegelwerke, sah jedoch offene Fragen: Zu prüfen sei, ob es sich um eine lästige Anlage handelt, die auf Dauer bestehe. Bei Bildung eines Wasserlochs könne unter Umständen eine Befreiung von der Grundsteuer notwendig werden - also: Einnahmeausfall für die Gemeindekasse.

Zum Forderungskatalog zählte auch, nach der Ausbeute des Lehms das Gelände sofort wieder aufzufüllen und zwar von oben nach unten bis zu einer Tiefe von einem Meter mit Mutterboden, die Festlegung des Tiefbaues sowie eine Vereinbarung mit der Stadt Mühlacker über den Anteil an der Gewerbesteuer des Unternehmens. Letztlich sicherte sich Lienzingen im Vorfeld des Markungsaustauschs mit und des Waldverkaufs an die Stadt für die geplante Wohnsiedlung "Heidenwäldle" 1963 die Gewerbesteuer-Zerlegung bei den Ziegelwerken: Lienzingen sollte von einschließlich 1963 an jährlich 2000 Mark erhalten, die das Unternehmen der Gemeinde überwies (STAM, Li B 326, S. 6).

Aber zunächst waren die Grunderwerbsverhandlungen ins Stocken geraten, obwohl die Stadt Mühlacker und die Ziegelwerke sich bereit erklärten, die Forderungen von Lienzingen zu erfüllen. Die in Frage kommenden Grundstücksbesitzer zeigten wenig Neigung zum Verkauf der notwendigen Flächen, sagte Allmendinger in der Sitzung vom 5. Februar 1960. Deshalb wolle Mühlackers Bürgermeister Erich Fuchslocher persönlich hierher auf Verhandlung mit den Besitzern kommen. Offensichtlich mit Erfolg, denn in der Sitzung drei Wochen später erfuhren die Lienzinger Bürgervertreter, der Stadt Mühlacker sei es gelungen, ein 3,5 Hektar großes Gelände in den Waldstücklen auf Markung Lienzingen für 91.707,50 Mark zu kaufen, das sie dem Ziegelwerk im Tausch zur Lehmausbeute überlasse (STAM, Li B 326, S. 15 und 17).

  • Deutscher Sandlaufkäfer: Der Kerl machte sich aus dem Staub

Das gute Lehmvorkommen und das immerwährende Bemühen der Ziegelwerke (später Baustoffwerke), Material rechtzeitig zu bunkern, beschäftigte auch noch

Deutscher Sandlaufkäfer (Fotos: Günter Bächle)

Jahre danach Lienzingen. Jahrelang sicherte der Regionalverband Nordschwarzwald die  passend dazu Ziegelhäule genannte Fläche als Abbaugebiet für Rohstoffe in seinem Regionalplan. Dazu baute das Unternehmen zunächst nicht ab, sondern ging in die Höhe, denn es ließ auf dem Areal Erdmaterial zwischenlagern, das beim Bau der Neubaustrecke Mannheim-Stuttgart der Bahn anfiel. Diese Produktionsreserve lag für die Firma nun in Lienzingen. 

Die Zustimmung des Gemeinderats - inzwischen Mühlacker - zur Zwischendeponie im Jahr 1983 ebenso wie die Genehmigung des Enzkreises sahen vor, nach dem Abbau des gewaltigen Erdhaufens die Fläche zu rekultivieren und den Landwirten zurückzugeben. Doch dazu kam es nicht, weil der Deutsche Sandlaufkäfer, Ureinwohner Bayerns, dort plötzlich auftauchte und als seltene Art die ursprünglich vorgesehene Rekultivierung blockierte. Die Stadt kaufte das fünf Hektar große Areal, verabschiedete sich von ihren Zusagen den Bauern gegenüber, das Regierungspräsidium Karlsruhe stellte dieses Gebiet unter vorläufigen und 2017 unter endgültigen Schutz. Mit elf Hektar ist die Fläche des Naturschutzgebietes "Ziegelhäule" mehr als

Keine Erddeponie mehr, kein Lehmabbau: Die Natur entwickelt ihr Gebiet in der "Ziegelhäule", 2015

doppelt so groß wie ursprünglich geplant. Und der besagte Deutsche Sandlaufkäfer? Der Kerl machte sich aus dem Staub. Im Gutachten hieß es: Der vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Deutsche Sandlaufkäfer (Cylindera germanica) trat bislang nur sporadisch im Naturschutzgebiet auf und konnte im Jahr 2014 auch nicht mehr bestätigt werden [Würdigung des Naturschutzgebietes „Ziegelhäule“ der Großen Kreisstadt Mühlacker, Gemarkung Lienzingen (Enzkreis), Regierungspräsidium Karlsruhe, Abteilung 5 - Umwelt, S. 15]. Aber dafür gab es Geldbauchunken & Co. - Anno 2009 legten die Baustoffwerke ihre Produktion in Mühlacker still.

Immerhin: Viele der Häuser, die in Lienzingen nach 1945 wie Pilze aus der Erde schossen, trugen Mühlacker Ziegel als Dachbedeckung. Ein lokales Produkt. Und manchem Lienzinger gab das Traditionsunternehmen Lohn und Brot.

  • Nicht erfolgreich: Landwirte gegen Flurbereinigung

Größter Wirtschaftsfaktor in Lienzingen war lange die Landwirtschaft. 1961 gab es noch 101 Agrar-Betriebe. Doch sie erwiesen sich nicht als sonderlich reformfreudig, denn die geplante Flurbereinigung kam nicht zustande. Trotz mehrfacher Bemühungen der Kommunalpolitik. Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom  19. Januar 1955 stand der Punkt:

Einstige Abbaufläche

Felderzusammenlegung. Dabei ging Bürgermeister Allmendinger auf die Bauernversammlung im Herbst zuvor ein, bei der die Ergebnisse der Bodenschätzung vorgelegt worden seien. Diplom-Landwirt Gamlich habe dabei auf die in Lienzingen herrschende große Besitzzersplitterung  und die vielfach unglaubliche Parzellenführung hingewiesen und eine Zusammenlegung der Grundstücke empfohlen. Wenn die Landwirtschaft konkurrenzfähig  bleiben wolle, müsse eine solche Flurbereinigung zwangsläufig früher oder später doch In der anschließenden Aussprache zeigte sich, so der Schultes, doch bald, dass die Landwirte daran sehr wenig Interesse hätten und das Projekt heftigen Widerstand auslösen würde. Somit bleibt dieses Vorhaben zunächst unbearbeitet (STAM, Li B 325, S. 4).

Trotzdem wagte der Gemeinderat einen neuen Anlauf. Er beschloss am 24. Februar 1956, beim Land eine Flurbereinigung zu beantragen. Für diese vordringliche agrarpolitische Maßnahme, so begründete der Schultes seinen Vorstoß, stelle der Staat hohe Zuschüsse bereit. Das Landwirtschaftsministerium bereite derzeit Arbeitspläne für seine  Flurbereinigungsämter vor, wobei den Kommunen empfohlen werde, die Sache positiv zu entscheiden, wenn sie nicht nach Urväter Sitte ihre Fluren weiter bebauen lassen wollten. Auch wenn eine Versammlung der örtlichen Bauern eine solche Maßnahme im Herbst 1954 abgelehnt habe, solle sich der Gemeinderat in seiner Entscheidung nicht entmutigen lassen, was dieser auch nicht tat. In geheimer Abstimmung votierten sieben Räte für den Antrag, einer schrieb Nein auf den Zettel. Trotz dieses überzeugenden Votums scheiterte das Projekt doch an der Ablehnung durch die Landwirtschaft (STAM, Li B 326, S. 75 f).

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